Immunsystem und Entzündung

IgA: der Antikörper, der den Darm sauber hält, und was Vitamin A, D und Omega-3 damit zu tun haben

Der Körper bildet mehr IgA als alle anderen Antikörper zusammen, das meiste davon im Darm. Wie es entsteht, warum Vitamin A dafür wichtig ist, und was Vitamin D und Omega-3 wirklich beitragen.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend

Wie IgA im Darm entsteht und was es tut, ist gut erforscht, vor allem bei Mäusen. Dass ein echter Vitamin-A-Mangel die Abwehr im Darm schwächt, ist sicher. Dass zusätzliches Vitamin A, D oder Omega-3 bei gut versorgten Menschen das IgA verbessert, ist nicht belegt.

Ursache oder Folge? Grundursache 3 von 5:Ursache und Folge

IgA ist die Grenzpolizei der Schleimhaut. Fehlt es, etwa beim angeborenen Mangel, haben Keime und vermutlich auch Allergien leichteres Spiel. Dass Dauerstress und eine wenig vielfältige Flora das IgA senken, wird diskutiert und von vielen so erlebt, die Messungen dazu sind aber uneinheitlich.

Gesunder Zustand

Immunglobuline sind Antikörper, also Eiweiße, die Erreger und fremde Stoffe erkennen. Es gibt fünf Klassen: IgG im Blut, IgM als frühe Antwort, IgE Antikörper der klassischen Allergie. Er sitzt auf Mastzellen und löst bei Kontakt mit dem Allergen deren Alarm aus. Mehr im Kapitel „Allergien und Unverträglichkeiten: wie der Darm lernt, Essen zu dulden“ bei Allergien, IgD und IgA (sekretorisches IgA) Antikörper der Schleimhäute. Er wird in großer Menge in den Darm abgegeben und hält dort Keime im Schleim fest, ohne Entzündung auszulösen. . IgA ist der Antikörper der Schleimhäute. Der Körper bildet davon mehr als von allen anderen zusammen, und das meiste landet im Darm.

Gebildet wird es von Plasmazellen direkt unter der Darmschleimhaut. Die Darmzellen haben einen Transporter, der IgA auf der Rückseite aufnimmt, quer durch die Zelle schleust und auf der Innenseite abgibt. Ein Stück des Transporters bleibt als Schutzhülle am IgA hängen. So entsteht sekretorisches IgA, das auch Verdauungsenzymen standhält.

Im Darminneren arbeitet IgA nicht wie eine Waffe, sondern wie ein Türsteher. Es bindet Bakterien, Viren und Giftstoffe, verklebt sie miteinander und hält sie im Schleim fest, damit sie die Zellen nicht erreichen. Es löst dabei kaum Entzündung aus. Viele harmlose Darmbakterien sind mit IgA überzogen; die Bindung prägt mit, wer wo im Darm lebt.

Hier kommt Vitamin A ins Spiel. Bestimmte Immunzellen in den Lymphknoten des Darms wandeln Vitamin A in Retinsäure um. Bei Mäusen gab die Retinsäure den frisch aktivierten Abwehrzellen eine Art Postleitzahl für den Darm mit, und zusammen mit weiteren Botenstoffen trieb sie B-Zellen dazu, IgA zu bilden. Mäusen ohne Vitamin A fehlten die IgA-bildenden Zellen im Dünndarm. Dieselben Zellen fördern mit Retinsäure auch regulatorische T-Zellen, die harmlose Nahrung tolerieren.

Damit IgA entsteht, braucht es die Mikroben selbst. Bakterien im Darm regen die IgA-Bildung an, teils mit Hilfe von T-Zellen (präzise, gegen bestimmte Bakterien gerichtet), teils ohne sie (breiter, schneller). Der Körper bildet IgA in zwei Unterformen: eine eher im Dünndarm, die genauer ist, und eine im Dickdarm, die gegen Verdauungsenzyme der Bakterien robuster ist. Auch Speichel, Tränen, Muttermilch und die Atemwege enthalten sIgA; im Mund hält es die Mundflora im Gleichgewicht.

Schon Säuglinge bekommen IgA mit der Muttermilch. Bei Mäusen, die kein mütterliches IgA erhielten, vermehrten sich bestimmte Bakterien im Dünndarm vorübergehend stark, und das Immunsystem blieb bis ins Erwachsenenalter entzündungsbereiter.

DarmzellenSchleimDarminneresPlasmazelleIgA bindet KeimeVitamin A → Retinsäure
Plasmazellen unter der Schleimhaut bilden IgA, die Darmzellen schleusen es nach innen. Dort hält es Keime im Schleim fest. Vitamin A hilft beim Aufbau.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Der IgA-Mangel ist der häufigste angeborene Antikörpermangel. Die meisten Betroffenen merken nichts davon, weil IgM einen Teil der Arbeit übernimmt. Manche haben häufiger Atemwegsinfekte, Allergien, Autoimmunerkrankung Eine Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, etwa die Schilddrüse bei Hashimoto oder die Pigmentzellen bei Vitiligo. Mehr im Kapitel „Autoimmunerkrankungen und Darm: Hashimoto, Vitiligo, Typ-1-Diabetes und Co.“ oder Darmprobleme. Bei Menschen mit IgA-Mangel fanden Forschende im Stuhl mehr potenziell problematische Bakterien, weniger nützliche Arten und mehr Arten, die normalerweise im Mund und Rachen leben.

Für Zöliakie Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Sie wird mit einem Bluttest und meist einer Gewebeprobe festgestellt, solange man noch Gluten isst. Mehr im Kapitel „Laktose, Fruktose, Gluten: Unverträglichkeiten richtig einordnen“ ist das besonders wichtig: Der übliche Bluttest misst IgA-Antikörper gegen Gewebstransglutaminase. Wer kaum IgA bildet, hat dann ein falsch negatives Ergebnis. Deshalb soll beim Test auch das Gesamt-IgA bestimmt werden.

IgA zeigt auch, worauf das Immunsystem achtet. Bei Mäusen und in Stuhlproben von Menschen mit chronisch entzündlicher Darmerkrankung waren gerade die Bakterien besonders stark mit IgA beladen, die in keimfreien Mäusen eine Darmentzündung auslösten. Das ist ein Forschungswerkzeug, kein Test für den Alltag.

Abgesehen von angeborenem Mangel kann die IgA-Abwehr auch vorübergehend nachlassen. Bei lang anhaltender Belastung, etwa Dauerstress, sehr hartem Ausdauertraining oder Schlafmangel, wird diskutiert, dass sIgA im Speichel sinkt und man sich leichter ansteckt. Die Befunde sind aber nicht einheitlich, und aus einem Einzelwert im Stuhl oder Speichel lässt sich nichts für den Einzelnen ableiten. Im höheren Alter und bei Mangelernährung ist die Abwehr der Schleimhäute oft ebenfalls schwächer. Die wichtigste Konsequenz: Wer wiederholt von Infekten geplagt wird, sollte nach der Ursache suchen, nicht nach einem Stuhlwert.

Ein echter Vitamin-A-Mangel ist in reichen Ländern selten, in ärmeren Regionen aber verbreitet. Dort senkten Vitamin-A-Gaben bei Kindern zwischen sechs Monaten und fünf Jahren die Sterblichkeit insgesamt und die Sterblichkeit durch Durchfall jeweils um etwa 12 Prozent und machten Durchfall seltener. Das passt zur Rolle für die Abwehr im Darm.

Daraus folgt aber nicht, dass mehr hilft. Vorgeformtes Vitamin A (Retinol) kann sich im Körper anreichern. Die EFSA setzt für Erwachsene 3000 Mikrogramm am Tag als Obergrenze an, vor allem wegen Fehlbildungen in der Schwangerschaft. Für Vitamin D liegt die Obergrenze bei 100 Mikrogramm (4000 IE) am Tag. Für eine Wirkung von Vitamin D oder Omega-3 auf das Darm-IgA beim Menschen wurde keine überzeugende Studie gefunden.

Darmzellenwenig IgAKeime näher an der WandMundbakterien
Fehlt IgA, kommen Keime näher an die Wand, und Arten aus dem Mund siedeln sich leichter an.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. Stress & Schlaf, Wenig Vielfalt, Antibiotika, Medikamente, Säureblocker (PPI), Sodbrennen. Mögliche Folgen. Allergien, Haut & Darm

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Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Vitamin A über das Essen Vorgeformtes Vitamin A steckt in Leber, Eiern, Milchprodukten und Fisch, die Vorstufe Beta-Carotin in Karotten, Süßkartoffeln, Kürbis und grünem Blattgemüse. Wer abwechslungsreich isst, ist meist gut versorgt. Laut EFSA bleibt unter der Obergrenze, wer Leber und Innereien höchstens einmal im Monat isst; wer schwanger ist oder es werden möchte, sollte ganz auf Leberprodukte verzichten. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Stillen, wenn es möglich ist Muttermilch liefert sekretorisches IgA, das die frühe Darmflora mitprägt. Der Zusammenhang mit späterem Schutz ist vor allem bei Mäusen gezeigt. Stillen wird aus vielen Gründen empfohlen; wer nicht stillen kann, sollte sich deswegen keine Vorwürfe machen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
  • Vielfalt füttern, damit die Abwehr geübt bleibt IgA wird durch Darmbakterien angeregt, und eine vielfältige Flora liefert mehr Reize. Abwechslungsreiche pflanzliche Kost mit Ballaststoffen und fermentierten Lebensmitteln ist deshalb der naheliegende Weg, auch wenn ein direkter Effekt auf das IgA beim Menschen noch nicht gezeigt ist. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Vitamin A nur bei Mangel Bei nachgewiesenem Mangel oder in Regionen mit verbreitetem Mangel ist Vitamin A gut belegt. Bei normaler Ernährung bringt ein zusätzliches Präparat nach heutigem Stand nichts für die Darmabwehr, kann aber schaden. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei 3000 Mikrogramm vorgeformtem Vitamin A am Tag, in der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2][1]
  • Vitamin D: Mangel ausgleichen, nicht mehr Vitamin D spielt im Immunsystem mit, aber eine Wirkung auf das Darm-IgA ist beim Menschen nicht gezeigt. Bei Reizdarm sind die Studien zu Vitamin D gemischt. Ein Mangel lässt sich messen und ausgleichen; die Obergrenze liegt bei 100 Mikrogramm (4000 IE) am Tag. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5][6]
  • Omega-3: interessant, aber nicht fürs IgA belegt Omega-3-Fettsäuren verändern in kleinen Studien die Zusammensetzung der Darmflora, etwa mehr Butyratbildner. Ob das die IgA-Bildung beeinflusst, ist nicht untersucht. Fetter Fisch ein- bis zweimal pro Woche ist ein vernünftiger Weg; eine Kapsel speziell fürs IgA ist es nicht. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Beim Zöliakietest das Gesamt-IgA mitmessen Die Leitlinie empfiehlt, zusammen mit den Transglutaminase-Antikörpern das Gesamt-IgA zu bestimmen. Bei IgA-Mangel nutzt man IgG-basierte Tests. Wichtig: vor dem Test nicht glutenfrei essen. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8]
  • IgA-Mangel abklären bei vielen Infekten Wer auffällig oft Infekte der Atemwege, wiederkehrende Darminfektionen wie Giardien oder mehrere Autoimmunerkrankungen hat, kann die Immunglobuline im Blut bestimmen lassen. Einen IgA-Ersatz gibt es nicht; behandelt werden die Folgen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9][10]
  • Stuhltests auf sekretorisches IgA kritisch sehen Einige Labore bieten „sIgA im Stuhl“ als Marker für die Schleimhautabwehr an. Es wurde keine Studie gefunden, die zeigt, dass der Wert eine Diagnose oder Behandlung verbessert. Die Werte schwanken stark, etwa mit Stress und Infekten. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Impfschutz prüfen Wer wenig IgA bildet oder oft Infekte hat, profitiert besonders von einem aktuellen Impfschutz. Frage deine Ärztin oder deinen Arzt, welche Impfungen in deinem Land empfohlen sind. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

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So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. EFSA 2024: Tolerierbare Höchstmenge für vorgeformtes Vitamin A und Beta-Carotin
  2. Imdad et al. 2022: Vitamin A für Kinder von 6 Monaten bis 5 Jahren, Cochrane-Übersicht
  3. Donald et al. 2024: IgA aus Muttermilch prägt die Darmflora und schützt vor Asthma, Maus (Cell Reports)
  4. Pabst und Izcue 2022: Sekretorisches IgA steuert die Darmflora, Übersicht (Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology)
  5. EFSA 2023: Tolerierbare Höchstmenge für Vitamin D
  6. Meta-Analyse 2022: Vitamin D bei Reizdarm (Journal of Gastroenterology and Hepatology)
  7. Costantini et al. 2017: Omega-3-Fettsäuren und Darmflora, Übersicht (International Journal of Molecular Sciences)
  8. Rubio-Tapia et al. 2023: ACG-Leitlinie Zöliakie (American Journal of Gastroenterology)
  9. Yazdani et al. 2017: Selektiver IgA-Mangel, Übersicht (Scandinavian Journal of Immunology)
  10. Fadlallah et al. 2018: Darmflora bei Menschen mit IgA-Mangel (Science Translational Medicine)
  11. Mora et al. 2006: Retinsäure aus Darm-Immunzellen erzeugt IgA-bildende Zellen, Maus (Science)
  12. Iwata et al. 2004: Retinsäure prägt T-Zellen für den Darm (Immunity)
  13. Coombes et al. 2007: Darm-Immunzellen bilden regulatorische T-Zellen mit Retinsäure und TGF-beta (Journal of Experimental Medicine)
  14. Palm et al. 2014: Stark mit IgA beladene Bakterien treiben Darmentzündung (Cell)

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