Hund und Katze: was Haustiere mit Darm, Immunsystem und Nerven machen
Wer mit Tieren lebt, teilt Mikroben, Staub und Alltag mit ihnen. Was das für Darmflora, Allergien, Entzündungen und den Vagusnerv bedeutet, was davon nur ein Zusammenhang ist und wo Haustiere auch Keime mitbringen.
Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Dass frühe Kontakte zu Hund und Katze mit weniger Allergien und weniger Morbus Crohn einhergehen, zeigen mehrere große Beobachtungsstudien und eine Meta-Analyse übereinstimmend. Dass die Tiere die Ursache sind, ist nicht bewiesen; den Weg über Hausstaub und Darmflora gibt es bisher nur bei Mäusen. Zu Entzündungswerten und zum Vagusnerv bei Erwachsenen gibt es nur kleine oder ergebnislose Studien. Gut belegt ist dagegen, dass Tiere Krankheitserreger übertragen können.
Gesunder Zustand
Wer mit einem Tier zusammenlebt, teilt mehr als das Sofa. In einer Studie mit 60 Familien hatten Menschen, die zusammen wohnten, mehr Bakterien gemeinsam als mit Fremden, am deutlichsten auf der Haut. Lebte ein Hund im Haushalt, teilten die Erwachsenen noch mehr Hautbakterien, und Hundebesitzer teilten mehr mit dem eigenen Hund als mit fremden Hunden. Ob diese Bakterien bleiben oder nur durchreisen, ist offen. Hunde tragen außerdem Erde und Pflanzenmikroben ins Haus: Der Hausstaub in Hundehaushalten ist anders zusammengesetzt.
Im Darm von Babys hinterlässt das Spuren. In der kanadischen CHILD-Studie mit 746 Säuglingen hatten Kinder, deren Familie in der Schwangerschaft oder danach ein Tier mit Fell hielt, meist einen Hund, mehr als doppelt so oft viele Bakterien der Gattungen Ruminococcus und Oscillospira. Diese werden in anderen Studien mit weniger Allergien und weniger Übergewicht in Verbindung gebracht; dass sie das bei diesen Kindern bewirken, ist nicht gezeigt. Bei Erwachsenen ist der Effekt klein. In einer Studie mit 332 Erwachsenen unterschied sich die Vielfalt der Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ mit und ohne Haustier nicht, nur einzelne Bakteriengruppen. Bei älteren Hundebesitzern fanden Forschende bei gleicher Vielfalt etwas mehr Bifidobakterien, bei Katzenbesitzern Verschiebungen einzelner Bakterienfamilien.
Spannend ist, was frühe Tierkontakte mit dem Immunsystem machen. Bei Mäusen schützte Hausstaub aus Hundehaushalten vor allergischen Reaktionen der Atemwege. Dabei veränderte sich ihre Darmflora stark, unter anderem nahm das Bakterium Lactobacillus johnsonii zu. Dieses Bakterium allein schützte die Tiere schon teilweise, auch gegen ein Atemwegsvirus. Der Darm hat hier also die Lunge mittrainiert. Beim Menschen passen Beobachtungen dazu. In einer schwedischen Geburtskohorte hatten mit acht bis neun Jahren 48 Prozent der Kinder ohne Tier im ersten Lebensjahr eine Allergie, mit einem Tier 35 Prozent, mit zwei oder mehr 21 Prozent. In Japan hatten unter 66 215 Kindern jene mit Hund im Haus während der Schwangerschaft etwas seltener eine Nahrungsmittelallergie bis zum dritten Geburtstag. In Finnland waren Babys mit Hund im Haus im ersten Jahr seltener krank, hatten seltener Mittelohrentzündungen und brauchten etwas seltener Antibiotika.
Auch für Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Sammelbegriff für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: dauerhafte, in Schüben verlaufende Entzündungen des Darms, die ärztlich behandelt werden müssen. Mehr im Kapitel „Immunsystem und Entzündung“ gibt es Hinweise. Eine Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. aus 29 Studien fand bei Menschen mit Haustier ein um etwa ein Viertel geringeres Risiko für Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, bei Kontakt mit Nutztieren ein noch geringeres. In einer kanadischen Studie wurden 4289 gesunde Angehörige von Menschen mit Morbus Crohn über rund fünfeinhalb Jahre begleitet, 86 erkrankten. Wer zwischen 5 und 15 Jahren mit einem Hund gelebt hatte, erkrankte um etwa ein Drittel seltener. Diese Menschen hatten auch eine dichtere Darmbarriere, gemessen mit einem Zuckertest im Urin, und eine artenreichere Darmflora. Für Katzen fand sich kein solcher Zusammenhang.
Haustiere wirken auch über die Nerven. Schaut ein Hund seinen Menschen lange an, steigt bei beiden das Bindungshormon Oxytocin; bei von Hand aufgezogenen Wölfen geschah das nicht. In einem Stresstest mit freier Rede und Kopfrechnen hatten Menschen mit einem freundlichen, fremden Hund an der Seite weniger Cortisol und einen ruhigeren Puls als Menschen mit einem Freund oder allein, obwohl sie sich genauso angespannt fühlten. Den Vagusnerv Zehnter Hirnnerv und wichtigster Nerv des Ruhe- und Verdauungssystems. Er verbindet Hirnstamm und Bauchorgane; die meisten Fasern melden dem Gehirn, was im Darm passiert. Mehr im Kapitel „Der Vagusnerv: die Datenleitung zwischen Bauch und Kopf“ misst man beim Menschen meist indirekt über die Herzratenvariabilität, also wie stark die Abstände zwischen den Herzschlägen schwanken: Mehr Schwankung spricht für einen aktiveren Vagus. In einer kleinen japanischen Studie stieg sie bei älteren Menschen beim Hundespaziergang und schon beim Streicheln. Bei elf älteren Hundehaltern war sie höher, wenn der Hund in der Nähe war. Weil Vagus und Stressachse Darmbewegung und Schmerzempfinden mitsteuern, ist das ein möglicher Weg zum Darm. Direkt am Darm gemessen hat ihn noch niemand.
Dazu kommt die Bewegung. In England erreichten Hundebesitzer viermal so oft die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche, und das Gassigehen kam zu anderem Sport hinzu, statt ihn zu ersetzen. Eine Meta-Analyse mit fast 3,8 Millionen Menschen fand bei Hundebesitzern ein um 24 Prozent geringeres Sterberisiko, bei Menschen nach einem Herzinfarkt ein noch deutlich geringeres. Die amerikanische Herzgesellschaft hält einen Hund deshalb für einen vernünftigen Beitrag zur Herzgesundheit, rät aber, sich keinen nur zu diesem Zweck anzuschaffen.
Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen
Der wichtigste Vorbehalt zuerst: Fast alle Daten beim Menschen sind Beobachtungen. Familien mit Hund leben oft ländlicher, bewegen sich mehr und haben mehr Kinder. Familien mit Allergien schaffen sich seltener ein Tier an oder geben es wieder ab. Beides kann einen Schutz vortäuschen, den es so nicht gibt. Niemand hat Familien per Los einen Hund zugeteilt, und den Weg über Hausstaub und Darmflora gibt es bisher nur bei Mäusen.
Bei den Entzündungswerten Erwachsener ist die Lage ernüchternd. In einer englischen Studie mit 8785 älteren Menschen hatten Hunde- oder Katzenbesitzer weder bessere Entzündungswerte im Blut noch bessere Werte bei Kraft, Gehtempo, Gedächtnis oder Stimmung. Und nicht jedes Tier ist gleich: In der kanadischen Crohn-Studie hatten Menschen mit einem Vogel im Haushalt ein fast dreimal so hohes Risiko und mehr Calprotectin Ein Eiweiß aus weißen Blutkörperchen, das im Stuhl gemessen wird. Erhöhte Werte sprechen für eine Entzündung im Darm. Mehr im Kapitel „Darmtests: was sie aussagen und was nicht“ im Stuhl, einen Entzündungsmarker des Darms. Warum, ist unklar. Es ist ein einzelner Befund, der noch bestätigt werden muss.
Tiere können Darmkeime übertragen. In einer australischen Studie mit Kindern unter drei Jahren war ein Welpe im Haus der stärkste Risikofaktor für eine Infektion mit Campylobacter, einem der häufigsten bakteriellen Durchfallerreger. Junge Tiere und Tiere mit Durchfall scheiden besonders viele Keime aus. Spulwurmeier aus Hunde- und Katzenkot können über Erde, Sandkästen und ungewaschenes Gemüse in den Menschen gelangen, vor allem bei Kindern. Katzen, die jagen oder rohes Fleisch fressen, können Toxoplasmen ausscheiden. Eine erste Ansteckung in der Schwangerschaft kann dem Ungeborenen schaden.
Ein neueres Problem ist die Rohfütterung. In einer britischen Studie mit 432 Hunden schieden roh gefütterte Hunde deutlich häufiger Kolibakterien aus, die gegen wichtige Reserveantibiotika resistent waren, darunter sogenannte ESBL-Bildner. Eine kleine Studie fand, dass die Resistenzgene im Darm von Hunden denen ihrer eigenen Besitzer ähnlicher waren als denen fremder Menschen. Ob resistente Keime dabei tatsächlich auf Menschen übergehen und krank machen, ist nicht gemessen.
Wer schon allergisch auf Tierhaare reagiert, profitiert nicht von mehr Kontakt. Die schützenden Zusammenhänge betreffen die frühe Kindheit, also die Vorbeugung, nicht die Behandlung einer bestehenden Allergie.
Was oft hilft
Lebensstil
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.
- Mit dem Hund rausgehen Ein Hund ist ein verlässlicher Grund, jeden Tag zu gehen, auch bei Regen. Hundebesitzer erreichen viel öfter die empfohlenen 150 Minuten Bewegung pro Woche, und Bewegung hält den Darm in Gang und senkt Stress. Wer keinen eigenen Hund hat, kann einen aus der Nachbarschaft oder dem Tierheim ausführen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
- Ruhige Zeit mit dem Tier bewusst nutzen Streicheln, Anschauen, nebeneinander sitzen: In kleinen Studien sanken Cortisol und Puls, und die Herzratenvariabilität als Zeichen eines aktiven Vagusnervs stieg. Bei Darmbeschwerden, die mit Stress schlimmer werden, kann das ein angenehmer Baustein sein. Eine Behandlung ersetzt es nicht. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4][5]
- Kinder dürfen mit Tieren aufwachsen Gehört ein Tier ohnehin zur Familie, gibt es nach heutigem Wissen keinen Grund, ein Baby von ihm fernzuhalten; große Studien fanden eher weniger Allergien und Infekte. Ein Tier nur zur Allergievorbeugung anzuschaffen, ist nicht belegt, und ein Tier ist eine Verpflichtung für viele Jahre. Gibt es in der Familie schon eine Tierhaarallergie, vorher ärztlich beraten lassen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6][7][8]
- Hygiene mit Augenmaß Nicht das Tier ist das Problem, sondern sein Kot. Nach dem Kotbeutel, dem Katzenklo und der Gartenarbeit Hände waschen, Sandkästen abdecken. Welpen und Tiere mit Durchfall von Kleinkindern fernhalten, bis es ihnen besser geht. Das Katzenklo täglich leeren. Wer schwanger ist oder eine geschwächte Abwehr hat, bespricht mit der Ärztin oder dem Arzt, welche Vorsicht nötig ist. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9][10]
- Rohfütterung überdenken Roh gefütterte Hunde scheiden häufiger resistente Darmbakterien aus. Lebt ein Säugling, eine Schwangere oder jemand mit geschwächter Abwehr im Haushalt, ist gegartes oder fertiges Futter die sicherere Wahl. Wer roh füttert, behandelt das Futter wie rohes Fleisch für Menschen: getrennte Bretter, Näpfe heiß spülen, danach Hände waschen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [11][12]
Natürliche Supplemente
Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- „Hundestaub-Bakterien“ als Kapsel gibt es nicht Lactobacillus johnsonii schützte Mäuse vor allergischen Reaktionen der Atemwege. Ein Präparat, das die Wirkung eines Hundes im Haus beim Menschen nachbildet, gibt es nicht, und getestet ist so etwas auch nicht. Wirbt ein Produkt damit, ist das Werbung, kein Befund. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [13]
Medizinische Eingriffe
Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.
- Entwurmung und Kotkontrolle nach Plan Spulwürmer von Hund und Katze können auf Menschen übergehen, besonders auf Kinder. Wie oft entwurmt oder der Kot untersucht werden sollte, hängt vom Tier, seiner Lebensweise und dem Land ab; frag in deiner Tierarztpraxis nach einem passenden Plan. Kot im Garten und auf Spielflächen zügig entfernen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [14]
- Bei Durchfall den Tierkontakt erwähnen Haben du oder dein Kind länger Durchfall, sag in der Arztpraxis, ob ein neues Tier ins Haus gekommen ist, besonders ein Welpe, oder ob das Tier selbst Durchfall hat. Das hilft, an Erreger wie Campylobacter zu denken und gezielt danach zu suchen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9]
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So bewerten wir die Studienlage
- Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
- Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
- Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
- Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
- Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
- Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
- Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
- Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
- Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
- Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Quellen
- Westgarth et al. 2019: Hundebesitzer erreichen häufiger die Bewegungsempfehlungen (Scientific Reports)
- Kramer et al. 2019: Hundebesitz und Überleben, Meta-Analyse (Circulation: Cardiovascular Quality and Outcomes)
- Polheber & Matchock 2014: Ein Hund senkt Cortisol und Puls im Trier Social Stress Test (Journal of Behavioral Medicine)
- Ortmeyer & Katzel 2020: Nähe zum Hund und Herzratenvariabilität bei älteren Hundehaltern, Pilotstudie (IJERPH)
- Nagasawa et al. 2015: Blickkontakt, Oxytocin und die Bindung zwischen Hund und Mensch (Science)
- Hesselmar et al. 2018: Je mehr Haustiere im ersten Lebensjahr, desto weniger Allergien (PLOS ONE)
- Okabe et al. 2023: Haustiere in Schwangerschaft und früher Kindheit und Nahrungsmittelallergien, Japan Environment and Children's Study (PLOS ONE)
- Bergroth et al. 2012: Hunde- und Katzenkontakt und Atemwegsinfekte im ersten Lebensjahr (Pediatrics)
- Tenkate & Stafford 2001: Risikofaktoren für Campylobacter bei Kleinkindern, Fall-Kontroll-Studie (Epidemiology and Infection)
- CDC 2025: Toxoplasmose, Übertragung und Vorbeugung
- Morgan et al. 2024: Rohfütterung und resistente E. coli bei Hunden in Großbritannien (Frontiers in Microbiology)
- Zhao et al. 2022: Gemeinsame Antibiotika-Resistenzgene bei Hunden und ihren Besitzern (iMeta)
- Fujimura et al. 2014: Hausstaub aus Hundehaushalten, Lactobacillus johnsonii und Schutz der Atemwege bei Mäusen (PNAS)
- Macpherson 2013: Toxokarose, Spulwürmer von Hund und Katze beim Menschen, Übersicht (International Journal for Parasitology)
- Song et al. 2013: Zusammenlebende Familien teilen Mikroben miteinander und mit ihren Hunden (eLife)
- Tun et al. 2017: Fell-Haustiere vor und nach der Geburt und die Darmflora von Säuglingen, CHILD-Studie (Microbiome)
- Kates et al. 2020: Haustiere und die Darmflora Erwachsener in Wisconsin (Frontiers in Cellular and Infection Microbiology)
- Jiang et al. 2022: Hundebesitz und die Darmflora älterer Menschen (PLOS ONE)
- Du et al. 2021: Katzenbesitz und die Darmflora der Besitzer (PLOS ONE)
- Cholapranee & Ananthakrishnan 2016: Umwelthygiene und Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Meta-Analyse (Inflammatory Bowel Diseases)
- Xue et al. 2024: Umweltfaktoren und Morbus-Crohn-Risiko bei Angehörigen, CCC-GEM-Projekt (Clinical Gastroenterology and Hepatology)
- Batty et al. 2017: Haustiere und Alterungsmarker, English Longitudinal Study of Ageing (BMJ)
- Motooka et al. 2006: Hundespaziergang und vegetatives Nervensystem älterer Menschen (Medical Journal of Australia)
- Levine et al. 2013: Haustiere und Herz-Kreislauf-Risiko, Stellungnahme der American Heart Association (Circulation)
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