Darm-Hirn-Achse

Darmhypnose und Psychotherapie: Behandlung über die Darm-Hirn-Achse

Warum darmgerichtete Hypnose und Verhaltenstherapie bei Reizdarm zu den am besten belegten Behandlungen gehören, wie sie ablaufen, was Apps können und warum „Limbic Retraining“ etwas anderes ist.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt

Darmgerichtete Hypnose und kognitive Verhaltenstherapie sind in vielen randomisierten Studien und Meta-Analysen geprüft und werden von Leitlinien bei Reizdarm empfohlen. Die Studien haben typische Schwächen: Verblindung ist kaum möglich, die Wirkung wird wohl etwas überschätzt. Programme wie DNRS, Gupta oder andere „Limbic Retraining“-Kurse beruhen dagegen auf wenigen kleinen Studien, teils mit Verbindung zum Anbieter.

Gesunder Zustand

Darm und Gehirn sind über Nerven, Hormone und Immunbotenstoffe verbunden (siehe Darm-Hirn-Achse). Bei Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“ ist vor allem die Verarbeitung der Darmsignale verändert: Normale Dehnung oder Gas wird als Schmerz gemeldet, und Aufmerksamkeit, Angst und Stress drehen die Lautstärke weiter auf. Genau hier setzen darmgerichtete Psychotherapien an. Sie behandeln nicht „die Psyche statt den Darm“, sondern die Leitung dazwischen.

Darmgerichtete Hypnose ist keine Bühnenhypnose. Man bleibt wach und behält die Kontrolle. In tiefer Entspannung arbeitet die Therapeutin mit Bildern und Vorstellungen, die Darmtätigkeit und Schmerzempfinden beruhigen sollen. Das bekannteste Vorgehen ist das Manchester-Protokoll: ursprünglich zwölf wöchentliche Sitzungen, dazu Aufnahmen zum Üben zu Hause. In einer Auswertung von 1000 Behandelten dort besserten sich die Beschwerden bei 76 Prozent, allerdings ohne Vergleichsgruppe.

Hypnose ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit, in dem man für Vorstellungsbilder besonders offen ist. Im Manchester-Vorgehen malt die Therapeutin zum Beispiel das Bild eines ruhig fließenden Flusses und legt die Hand auf den Bauch, die Wärme spenden soll; zu Hause übt man mit einer Aufnahme täglich. Wie das genau wirkt, ist nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden eine veränderte Schmerzverarbeitung im Gehirn, weniger Anspannung und ein größeres Gefühl von Kontrolle über den Bauch. Der Effekt baut sich meist über Wochen auf, nicht schon in der ersten Sitzung.

Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) für Reizdarm ist ein strukturiertes Training. Man lernt, wie Stress und Darm zusammenspielen, erkennt Muster wie ständiges Vermeiden oder Kontrollieren, übt Entspannung und probiert schrittweise wieder Dinge aus, die man aus Angst vor dem Bauch gemieden hat. In der großen britischen ACTIB-Studie lief das per Telefon mit einer Therapeutin oder als Web-Programm mit wenig Begleitung.

Erwartungen: Ziel ist selten völlige Beschwerdefreiheit, sondern spürbar weniger Schmerz und Anspannung und mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Bauch. In der Manchester-Auswertung sprach etwa jede vierte Person nicht an. Das sagt nichts über die Person: Wer nicht anspricht, kann es mit einem anderen Verfahren oder einer anderen Therapeutin versuchen. Beide Verfahren haben anders als Medikamente keine Wechselwirkungen mit Arzneien.

DarmGehirnLautstärke im GehirnDarmsignale bleiben leise
Der Darm sendet ständig Signale. Das Gehirn hält die Lautstärke niedrig, die meisten bleiben unbemerkt.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Warum braucht ein Bauchproblem eine Behandlung über den Kopf? Weil sich Schmerz, Sorge und Anspannung gegenseitig hochschaukeln. Wer Angst vor dem nächsten Durchfall hat, ist angespannt, achtet ständig auf den Bauch und meidet Situationen, und genau das verstärkt die Signale. Das heißt nicht, dass die Beschwerden eingebildet sind. Sie sind echt, und die Therapie greift an einer echten Stelle im System an. Menschen, die KVT gemacht hatten, beschrieben in Interviews anfängliche Skepsis, danach aber ein neues Verständnis ihres Bauchs und lang anhaltende Besserung.

Die Belege sind für eine Psychotherapie ungewöhnlich gut. Eine Netzwerk- Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. mit 41 Studien und über 4000 Menschen fand Wirkung für KVT (persönlich, per Telefon, im Internet) und für darmgerichtete Hypnose; keine war klar besser als die andere. Die Autoren warnen, dass viele Studien verzerrt sind und die Wirkung deshalb wohl etwas überschätzt wird. Leitlinien aus Großbritannien und den USA empfehlen beide Verfahren, wenn Ernährung und Medikamente nicht reichen.

Einige Zahlen: In einer australischen Studie wirkte Darmhypnose über sechs Wochen ähnlich gut wie die Low- FODMAP Abkürzung für vergärbare Zucker und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden, etwa Fruktane, Milchzucker, Fruchtzucker und Sorbit. Mehr im Kapitel „Low-FODMAP richtig anwenden“-Diät (72 gegenüber 71 Prozent mit deutlicher Besserung), die Wirkung hielt ein halbes Jahr, und Angst und Stimmung besserten sich stärker. In Manchester reichten in einer Studie mit 448 Personen sechs Sitzungen so gut wie zwölf. In ACTIB war die Telefon-KVT auch nach zwei Jahren noch besser als die übliche Behandlung. In Schweden wirkte Hypnose außerhalb spezialisierter Zentren schwächer: Es kommt darauf an, wer sie anbietet.

Wie stark ist das im Vergleich zu Medikamenten? Eine Meta-Analyse von 53 Studien fand, dass niedrig dosierte Antidepressiva und Psychotherapien jeweils die Zahl derer, bei denen sich nichts besserte, um etwa ein Drittel senkten (relatives Risiko 0,66 für Antidepressiva, 0,69 für Psychotherapien). Entspannungsverfahren, KVT, Hypnose und andere Therapien wirkten, jeweils auf Basis von mindestens zwei Studien. Die beiden Wege schließen sich nicht aus und lassen sich kombinieren. Die Studien haben aber dieselbe Schwäche: Man kann Psychotherapie nicht verblinden.

Apps machen Hypnose leichter zugänglich. In einer Randomisierte Studie Eine Studie, in der das Los entscheidet, wer die Behandlung bekommt und wer zum Vergleich nicht. Das macht Ergebnisse besonders verlässlich. mit 240 Menschen erreichten mit einem 42-tägigen Hypnose-Programm (Nerva) 81 Prozent das Hauptziel, mit einem Vergleichsprogramm ohne Hypnose 63 Prozent. In einer niederländischen Studie mit 230 Menschen war die App der Therapeutin aber nicht ebenbürtig: Der Schmerz besserte sich bei 33 gegenüber 48 Prozent, nach bloßer Aufklärung bei 22 Prozent. Nach sechs Monaten waren beide Hypnose-Formen besser als die Aufklärung.

Etwas ganz anderes sind Programme, die unter Namen wie „Limbic Retraining“, DNRS (Dynamic Neural Retraining System) oder Gupta-Programm, heute auch „Amygdala and Insula Retraining“, verkauft werden. Sie versprechen, ein „festgefahrenes Alarmsystem im Gehirn“ umzuprogrammieren, und richten sich an Menschen mit Erschöpfungssyndrom, Long Covid, Schimmel- oder Mastzellen Immunzellen unter Haut und Schleimhäuten, gefüllt mit Histamin und anderen Botenstoffen. Sie schlagen bei Allergien, Infektionen und Stress Alarm. Mehr im Kapitel „Mastzellen: Alarmzellen im Darm, Histamin und das umstrittene MCAS“-Beschwerden, oft auch mit Darmproblemen. Zu DNRS fand sich keine kontrollierte Studie.

Zum Gupta-Ansatz gibt es eine kleine Studie bei Fibromyalgie und Erschöpfung, in der von den Behandelten nur 7 bis zum Ende dabei waren, und eine randomisierte Online-Studie zu Long Covid mit aktiver Vergleichsgruppe und 100 Personen, von denen 60 vorzeitig ausstiegen; eine Mitautorin berät das Programm. Zu Darmbeschwerden gibt es keine Studie. Die Kurse kosten Geld, und ihre Wirkung ist nicht unabhängig geprüft. Der Unterschied zur Darmhypnose liegt nicht in der Idee, sondern in den Belegen.

Zwei Vorsichtspunkte. Erstens: Vor Beginn sollten Warnzeichen und andere Erkrankungen ärztlich ausgeschlossen sein, damit nicht eine behandelbare Ursache übersehen wird. Zweitens: Bei schweren psychischen Erkrankungen oder Traumafolgen sollte Hypnose nur bei einer Fachperson mit entsprechender Erfahrung stattfinden, nicht bei jemandem mit einem Kurzkurs. Das ist Vorsicht, kein Verbot.

DarmGehirnLautstärke im Gehirnhier setzen Hypnose und KVT anSchmerzSorgeAnspannung
Schmerz, Sorge und Anspannung drehen die Lautstärke hoch. Hypnose und Verhaltenstherapie setzen genau dort an.

Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Selbsthilfe nach KVT-Prinzipien Ein Web-Programm mit wenig Begleitung war in ACTIB nach einem Jahr wirksamer als die übliche Behandlung, nach zwei Jahren war der Vorteil bei den Beschwerden nicht mehr sicher. Bücher und Programme nach KVT-Prinzipien sind ein guter Einstieg, wenn Therapieplätze fehlen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Hypnose-App als Einstieg Eine geprüfte App mit darmgerichteter Hypnose ist günstiger und sofort verfügbar. Sie wirkte in Studien besser als Vergleichsprogramme, aber vermutlich etwas schwächer als eine Therapeutin. Entscheidend ist tägliches Üben über mehrere Wochen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4]
  • Entspannungsverfahren zum Üben Progressive Muskelentspannung, Atemübungen und ähnliche Verfahren gehörten in der Meta-Analyse zu den Therapien mit Nutzen bei Reizdarm. Sie sind eine Brücke, solange du auf einen Therapieplatz wartest, und sie ergänzen Hypnose und KVT. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Kein Präparat für die Darm-Hirn-Leitung Sogenannte Psychobiotika oder „Nervennahrung“ sind bei Reizdarm-Schmerz nicht annähernd so gut belegt wie Hypnose oder KVT. Wer etwas ausprobieren möchte, tut das zusätzlich, nicht stattdessen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Darmgerichtete Hypnose Wenn Reizdarm auf Ernährung und erste Medikamente nicht genug anspricht, lohnt die Frage nach darmgerichteter Hypnose: Meist sind es sechs bis zwölf Sitzungen, einzeln, in der Gruppe oder per Video. Auf eine Ausbildung speziell in darmgerichteter Hypnose achten. Ob die Kosten übernommen werden, unterscheidet sich je nach Land. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6][7][8][9]
  • Verhaltenstherapie für Reizdarm Gezielt auf Reizdarm ausgerichtete KVT, persönlich, per Telefon oder online. In ACTIB besserte die Telefon-KVT die Beschwerden auch nach zwei Jahren noch. In manchen Ländern gibt es dafür ärztlich verschreibbare Apps. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2][6][10]
  • „Limbic Retraining“, DNRS, Gupta: nicht empfohlen Für diese kostenpflichtigen Programme fehlen unabhängige, kontrollierte Studien, in denen wenige Teilnehmende vorzeitig aussteigen, zu Darmbeschwerden gibt es gar keine. Wer den Ansatz „Nervensystem beruhigen“ sucht, findet ihn geprüft in darmgerichteter Hypnose und KVT. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [11][12]
  • Vorher ärztlich abklären lassen Wenn die Beschwerden neu oder untypisch sind oder Warnzeichen wie Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder nächtliche Beschwerden dazukommen, zuerst Ärztin oder Arzt aufsuchen. Psychotherapie ist für Reizdarm gedacht, nicht für ungeklärte Beschwerden. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [10]
  • Wenn Hypnose und KVT nicht passen Es gibt Alternativen mit ähnlicher Wirkstärke: Entspannungsverfahren, andere Psychotherapien oder niedrig dosierte Antidepressiva gegen Schmerz, die ärztlich begleitet werden. Das Ziel ist, etwas zu finden, das du durchhältst. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Everitt et al. 2019: Telefon- und Web-Verhaltenstherapie bei Reizdarm, ACTIB-Studie mit 558 Personen (Gut)
  2. Everitt et al. 2019: ACTIB-Studie, Nachbeobachtung nach 24 Monaten (Lancet Gastroenterology & Hepatology)
  3. Anderson et al. 2025: Digitale darmgerichtete Hypnose (Nerva) gegen aktive Kontrolle, randomisiert mit 240 Personen (American Journal of Gastroenterology)
  4. Snijkers et al. 2026: Hypnose bei der Therapeutin gegen Hypnose per App bei Reizdarm, randomisiert mit 230 Personen (Gut)
  5. Ford et al. 2019: Antidepressiva und Psychotherapien bei Reizdarm, Meta-Analyse von 53 Studien (American Journal of Gastroenterology)
  6. Black et al. 2020: Psychologische Therapien bei Reizdarm, Netzwerk-Meta-Analyse mit 41 Studien (Gut)
  7. Vasant et al. 2021: Leitlinie der British Society of Gastroenterology zum Reizdarmsyndrom (Gut)
  8. Peters et al. 2016: Darmhypnose im Vergleich zur Low-FODMAP-Diät, randomisiert (Alimentary Pharmacology & Therapeutics)
  9. Hasan et al. 2021: Sechs gegenüber zwölf Sitzungen darmgerichteter Hypnose, randomisiert mit 448 Personen (Gastroenterology)
  10. Lacy et al. 2021: ACG-Leitlinie Reizdarmsyndrom (American Journal of Gastroenterology)
  11. Toussaint et al. 2012: „Amygdala-Retraining“ bei Fibromyalgie und Erschöpfung, kleine randomisierte Studie (Explore)
  12. Toussaint und Bratty 2023: Amygdala- und Insula-Retraining (Gupta-Programm) bei Long Covid, randomisierte Online-Studie mit 100 Personen (Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine)
  13. Vasant und Whorwell 2019: Darmgerichtete Hypnose und das Manchester-Protokoll, Übersicht (Neurogastroenterology & Motility)
  14. Miller et al. 2015: Hypnose bei Reizdarm, Auswertung von 1000 Behandelten in Manchester (Alimentary Pharmacology & Therapeutics)
  15. Hughes et al. 2020: Erfahrungen von Betroffenen mit Verhaltenstherapie bei Reizdarm, qualitative Studie (Journal of Medical Internet Research)
  16. Lindfors et al. 2012: Darmgerichtete Hypnose in verschiedenen Versorgungssituationen, zwei randomisierte Studien (American Journal of Gastroenterology)

Dein Fortschritt

Melde dich an, um Kapitel als gelesen zu markieren, zu bewerten oder zur Prüfung zu melden. Ein Konto ist freiwillig und kostenlos.

Bewertungen der Lesenden

Noch keine Durchschnitte. Sie erscheinen, sobald 3 Lesende eine Frage beantwortet haben.

Hilfreich für mich 0 = gar nicht · 5 = sehr
So bewerten andere: noch zu wenige Bewertungen
Hatte neue Infos für mich 0 = nichts Neues · 5 = viel Neues
So bewerten andere: noch zu wenige Bewertungen
Leicht zu verstehen 0 = sehr schwer · 5 = sehr leicht
So bewerten andere: noch zu wenige Bewertungen
Entspricht meinem Verständnis 0 = widerspricht ihm ganz · 5 = entspricht ihm ganz
So bewerten andere: noch zu wenige Bewertungen
Inhaltlich richtig und aktuell 0 = falsch oder veraltet · 5 = richtig und aktuell
So bewerten andere: noch zu wenige Bewertungen

Melde dich an, um dieses Kapitel zu bewerten. Ein Konto ist freiwillig und kostenlos.

Stimmt hier etwas nicht?

Wenn du denkst, dass etwas falsch, veraltet oder missverständlich ist, melde es zur Prüfung. Jeder Hinweis wird gelesen und beantwortet.

Melde dich an, um Kapitel als gelesen zu markieren, zu bewerten oder zur Prüfung zu melden. Ein Konto ist freiwillig und kostenlos.