Verdauungsleistung

Verstopfung: mehr als zu wenig Ballaststoffe

Kiwi, Flohsamen, Beckenboden und Methan: was hinter träger Verdauung steckt.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt

Für Abführmittel wie Macrogol gibt es starke Leitlinienempfehlungen. Kiwis, Pflaumen und Flohsamen sind in mehreren randomisierten Studien untersucht. Die Rolle methanbildender Mikroben ist dagegen erst beobachtet.

Ursache oder Folge? Grundursache 3 von 5:Ursache und Folge

Verstopfung entsteht aus Medikamenten, Beckenboden oder Hormonen. Sie ist selbst ein Knoten: Sie begünstigt Divertikel und Fehlbesiedlung.

Gesunder Zustand

Eine Mahlzeit braucht vom Mund bis zum Ausgang meist ein bis drei Tage. Den größten Teil dieser Zeit verbringt der Inhalt im Dickdarm. Dort werden ihm Wasser und Salze entzogen, bis aus dem flüssigen Brei geformter Stuhl wird. Etwa drei Viertel des Stuhls sind Wasser, bei der Trockenmasse stellen Bakterien einen großen Anteil, dazu kommen unverdauliche Pflanzenfasern und abgelöste Zellen. Ein paarmal am Tag laufen kräftige Massenbewegungen durch den Dickdarm, besonders nach dem Aufstehen und nach dem Frühstück (gastrokolischer Reflex: das Dehnen des Magens beim Essen setzt den Dickdarm in Gang).

Gesteuert wird das vom Nervensystem der Darmwand, das viele Abläufe selbstständig regelt, vom Vagusnerv Zehnter Hirnnerv und wichtigster Nerv des Ruhe- und Verdauungssystems. Er verbindet Hirnstamm und Bauchorgane; die meisten Fasern melden dem Gehirn, was im Darm passiert. Mehr im Kapitel „Der Vagusnerv: die Datenleitung zwischen Bauch und Kopf“ und von Beckennerven. Schrittmacherzellen in der Muskulatur geben den Takt vor, Serotonin aus der Schleimhaut stößt die Wellen an. Auch die Mikroben helfen mit: Kurzkettige Fettsäuren Säuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie nähren die Darmwand und wirken im ganzen Körper. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“ aus der Faserverdauung versorgen die Schleimhaut und beeinflussen die Beweglichkeit, und Gallensäuren Von der Leber gebildete Stoffe, die Fett verdaulich machen. Etwa 95 Prozent werden im letzten Dünndarmabschnitt zurückgeholt, Darmbakterien wandeln den Rest um. Mehr im Kapitel „Gallensäuren: wenn Galle Durchfall macht“, die nicht im Dünndarm zurückgeholt wurden, regen im Dickdarm Wasserabgabe und Bewegung an. Die innere Uhr sorgt dafür, dass der Darm morgens aktiv und nachts ruhig ist.

Ein einfaches Messinstrument hast du selbst: die Form des Stuhls. Die Bristol-Stuhlformen-Skala Eine Einteilung des Stuhls in sieben Formen, von harten Kügelchen (1) bis flüssig (7). Als ideal gelten die Formen 3 und 4. reicht von Typ 1 (harte Klümpchen) bis Typ 7 (flüssig). In einer Studie mit 66 Freiwilligen, deren Darmpassage gemessen wurde, hing die Stuhlform deutlich mit der Passagezeit zusammen: Je härter und kleiner, desto länger war der Stuhl unterwegs. Typ 3 und 4 gelten als ideal.

Als normal gilt alles zwischen dreimal am Tag und dreimal pro Woche, solange der Stuhlgang ohne starkes Pressen gelingt. Der Spielraum ist groß: Frauen haben im Durchschnitt einen langsameren Darm als Männer, in der zweiten Zyklushälfte und in der Schwangerschaft bremst das Hormon Progesteron die Darmmuskulatur, und mit dem Alter wird die Verdauung träger. Wichtig ist deshalb weniger die Zahl als die Veränderung gegenüber dem, was bei dir normal ist.

Dickdarmentspannt sichBewegungswelle schiebt weiterBeckenboden
Bewegungswellen schieben den Stuhl, der Beckenboden entspannt sich beim Pressen.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Verstopfung ist keine einzige Krankheit, sondern ein Sammelbegriff für drei Dinge, die sich oft mischen. Beim Normaltransit läuft der Darm im üblichen Tempo, aber der Stuhl fühlt sich hart an oder der Bauch gebläht. Beim langsamen Transit ist die Dickdarmbewegung selbst zu schwach. Bei der Entleerungsstörung kommt der Stuhl am Ausgang nicht heraus, weil der Beckenboden nicht loslässt. Welcher Typ vorliegt, entscheidet über die Behandlung, und das wird oft erst erkannt, wenn die einfachen Maßnahmen versagt haben.

Häufige Gründe sind wenig Ballaststoffe, wenig Flüssigkeit und wenig Bewegung. Auch das Unterdrücken des Stuhldrangs (unterwegs, bei fremden Toiletten, im Stress) lässt den Reflex mit der Zeit leiser werden. Medikamente bremsen den Darm: Opioide am stärksten, außerdem Eisen, Mittel gegen Krämpfe oder Blasenschwäche, manche Antidepressiva, bestimmte Blutdruckmittel und aluminium- oder kalziumhaltige Säurebinder. Dazu kommen Hormonstörungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes, Nervenerkrankungen wie Parkinson oder Multiple Sklerose und zu wenig Nahrungsmenge, zum Beispiel bei Essstörungen. Bei plötzlicher Verstopfung ohne erkennbaren Anlass, besonders ab etwa 50 Jahren, ist ein Arztbesuch sinnvoll.

Ein oft übersehener Grund ist die Entleerungsstörung: Der Beckenboden entspannt sich beim Pressen nicht, sondern spannt sich an. Dann helfen Ballaststoffe kaum, wohl aber ein gezieltes Beckenbodentraining (siehe das Kapitel Beckenboden). Mehr Ballaststoffe helfen vielen, aber nicht allen. Bei langsamem Transit oder blockiertem Ausgang können größere Mengen die Blähungen und das Völlegefühl verstärken, ohne dass der Stuhlgang besser wird.

Auch die Mikroben spielen mit. Manche Menschen haben viele methanbildende Mikroben (Archaeen, einzellige Lebewesen, die Wasserstoff zu Methan umbauen). Methan im Atemtest Nach dem Trinken einer Zuckerlösung wird mehrmals Wasserstoff und Methan in der Atemluft gemessen. So lassen sich Zucker-Unverträglichkeiten und Hinweise auf eine Dünndarmfehlbesiedlung erkennen. Mehr im Kapitel „Darmtests: was sie aussagen und was nicht“ geht in einer Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. mit mehr Verstopfung einher; ob das Methan die Darmbewegung selbst bremst oder nur ein Begleiter ist, ist noch offen. Auch zu wenig Gallensäuren im Dickdarm machen den Stuhl härter, und bei einem trägen Dünndarm können sich Fehlbesiedlung und Verstopfung gegenseitig verstärken.

Aus der Verstopfung kann ein Teufelskreis werden. Harter Stuhl macht Pressen nötig, Pressen fördert Hämorrhoiden, Einrisse am After und auf Dauer Ausstülpungen der Darmwand ( Divertikel Kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut durch schwache Stellen der Dickdarmwand. Entzünden sie sich, spricht man von Divertikulitis. Mehr im Kapitel „Divertikel, Hämorrhoiden und Fissuren: was am Ende des Darms schiefgehen kann“). Wegen der Schmerzen wird der Stuhldrang unterdrückt, der Stuhl wird noch härter. Bei starkem Stau, besonders bei älteren Menschen und Kindern, kann flüssiger Stuhl um den harten Pfropf herum austreten. Das sieht nach Durchfall aus und ist doch ein Zeichen von Verstopfung.

Ärztlich abklären lassen solltest du Verstopfung, die neu und ohne Anlass ab etwa 50 Jahren auftritt, Blut im Stuhl, ungewollten Gewichtsverlust, Eisenmangel, Bleistiftstuhl, nächtliche Schmerzen oder Darmkrebs in der Familie. Meist steckt etwas Harmloses dahinter, aber das sollte man wissen.

Dickdarmspannt anharter Stuhl staut sichBeckenboden
Harter Stuhl staut sich, und der Beckenboden spannt beim Pressen an statt loszulassen.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. Supplemente, Medikamente, Beckenboden, Hormone & Zyklus, Methan & H₂S, Autoimmunität, POTS & Bindegewebe, Stress & Schlaf, SIBO, Darmimmunsystem, Long Covid, Vagusnerv, Säureblocker (PPI), Gallensäuren, Gastroparese, Ileozäkalklappe, Schwache Reinigungswelle, Wenig Vielfalt, Erstes Mikrobiom. Mögliche Folgen. Divertikel & Hämorrhoiden, Essensangst, Blähungen, Bauchschmerzen, Nährstoffmangel, Brain Fog & Erschöpfung

Long Covid und Darm: wenn der Bauch nach Corona nicht zur Ruhe kommtLong CovidDer Vagusnerv: die Datenleitung zwischen Bauch und KopfVagusnervSäureblocker (PPI): was sie im Darm verändern und wie man sie richtig absetztSäureblocker(PPI)Gallensäuren: wenn Galle Durchfall machtGallensäurenGastroparese: wenn der Magen sich zu langsam leertGastropareseDer Übergang vom Dünn- in den Dickdarm: Ileum, Klappe und BlinddarmIleozäkalklappeWarum SIBO wiederkommt: Reinigungswelle, Ursachen und ProkinetikaSchwacheReinigungswelleMikrobielle Vielfalt aufbauenWenig VielfaltDas erste Mikrobiom: Geburt, Stillen, Antibiotika und was davon bleibtErstes MikrobiomPOTS und Überbeweglichkeit: wenn Kreislauf und Bindegewebe den Bauch mitnehmenPOTS &BindegewebeStress, Schlaf und DarmStress & SchlafWenn der Dünndarm zu dicht besiedelt istSIBOImmunsystem und EntzündungDarmimmunsystemWenn das Supplement selbst das Problem ist: Eisen, Magnesium, Hilfsstoffe und Co.SupplementeMedikamente, die den Darm verändernMedikamenteBeckenboden: wenn der Stuhl nicht richtig rauskommtBeckenbodenHormone, Zyklus und DarmHormone & ZyklusSchwefelwasserstoff und Methan: die anderen Gase im DarmMethan & H₂SAutoimmunerkrankungen und Darm: Hashimoto, Vitiligo, Typ-1-Diabetes und Co.AutoimmunitätVerstopfung: mehr als zu wenig BallaststoffeVerstopfungDivertikel, Hämorrhoiden und Fissuren: was am Ende des Darms schiefgehen kannDivertikel &HämorrhoidenAngst vorm Essen: wenn die Liste sicherer Lebensmittel immer kürzer wirdEssensangstBlähungen und Völlegefühl: Luft, die nicht weiterkommtBlähungenBauchschmerzen und Krämpfe: woher der Schmerz kommtBauchschmerzenNährstoffmangel bei Darmproblemen: wenn Essen nicht mehr ankommtNährstoffmangelBrain Fog und Erschöpfung: wenn der Bauch den Kopf müde machtBrain Fog &Erschöpfung
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Zusammenhänge, keine Gewissheit: Eine Verbindung heißt „kann“, nicht „muss“. Was auf dich zutrifft, klärt das Gespräch mit Ärztin oder Arzt.

Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Zwei Kiwis am Tag Zwei grüne Kiwis täglich steigerten in einer internationalen Studie die Zahl vollständiger Stuhlgänge etwas stärker als Flohsamen und wurden besser vertragen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Pflaumen 50 g getrocknete Pflaumen zweimal täglich wirkten in einer Vergleichsstudie ähnlich gut wie Flohsamen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2]
  • Den Morgenreflex nutzen Nach dem Frühstück ist die Darmbewegung am stärksten. Zeit nehmen, nicht unterdrücken, die Füße auf einen Hocker stellen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Stuhlform beobachten Die Bristol-Skala zeigt dir, wie schnell dein Darm arbeitet. Wer über mehrere Tage notiert, was er gegessen hat und wie der Stuhl aussah, erkennt eigene Auslöser und sieht, ob eine Maßnahme wirkt. Ziel sind Typ 3 und 4. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
  • Bewegung im Alltag Spazieren, Treppensteigen und Radfahren regen die Darmbewegung an. Die Studienlage ist uneinheitlich, aber Bewegung ist günstig, nebenwirkungsarm und gut für den ganzen Körper. Wer wenig trinkt und viel sitzt, merkt es oft zuerst am Darm. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Flohsamenschalen Lösliche Ballaststoffe sind in der Leitlinie empfohlen. Langsam steigern und dazu ausreichend trinken. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4][2]
  • Magnesiumoxid Erstmals in einer Leitlinie empfohlen, allerdings auf Basis weniger Studien. Bei eingeschränkter Nierenfunktion nicht ohne Rücksprache. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Macrogol Bindet Wasser im Darm und ist meist gut verträglich. Die Leitlinie empfiehlt es stark. Zur Anwendung über viele Jahre gibt es weniger Daten; bei Dauergebrauch mit der Ärztin oder dem Arzt sprechen. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
  • Sennesblätter und weitere Mittel Senna ist als Mittel der zweiten Wahl empfohlen. Reicht das nicht, gibt es Mittel wie Prucaloprid oder Linaclotid, die in der Regel ärztlich verordnet werden. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
  • Entleerungsstörung abklären Wenn trotz weichem Stuhl das Gefühl unvollständiger Entleerung bleibt: Eine Druckmessung im Enddarm kann eine Beckenbodenstörung zeigen. Biofeedback-Training hilft dann gut. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Methan im Atemtest Bei Verstopfung mit viel Methan werden Antibiotika-Kombinationen eingesetzt. Kontrollierte Studien dazu fehlen bisher. Das dafür oft genutzte Neomycin kann bei Nierenschwäche oder längerer Gabe Gehör und Nieren schädigen, deshalb nur nach ärztlicher Abwägung. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]
  • Medikamente überprüfen lassen Wenn die Verstopfung nach dem Beginn eines Medikaments aufgetreten ist, lohnt sich die Frage, ob es Alternativen oder eine andere Dosierung gibt. Setze nichts auf eigene Faust ab. Bei Opioiden gibt es eigene Mittel, die die Darmwirkung gezielt blockieren. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6]
  • Warnzeichen und Ursachen abklären Bei neu aufgetretener Verstopfung, Blut im Stuhl, Gewichtsverlust oder Eisenmangel sind Blutuntersuchungen (zum Beispiel Schilddrüse, Blutbild, Kalzium) und gegebenenfalls eine Darmspiegelung sinnvoll. Auch wenn nichts gefunden wird, hilft das Ergebnis bei der Wahl der Behandlung. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6]

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Gearry et al. 2023: Kiwi vs. Flohsamen, internationale Crossover-Studie (American Journal of Gastroenterology)
  2. Chey et al. 2021: Kiwi, Flohsamen und Pflaumen bei chronischer Verstopfung (American Journal of Gastroenterology)
  3. Lewis & Heaton 1997: Die Stuhlform-Skala (Bristol) als Maß für die Darmpassage-Zeit (Scandinavian Journal of Gastroenterology)
  4. Chang et al. 2023: Gemeinsame AGA/ACG-Leitlinie zur medikamentösen Behandlung chronischer Verstopfung
  5. Pimentel et al. 2020: ACG-Leitlinie Dünndarmfehlbesiedlung (American Journal of Gastroenterology)
  6. Bharucha & Lacy 2020: Chronische Verstopfung, Mechanismen, Diagnostik und Behandlung, Übersicht (Gastroenterology)
  7. Kunkel et al. 2011: Methan im Atemtest und Verstopfung, Meta-Analyse (Digestive Diseases and Sciences)
  8. Übersichtsarbeit 2024: Gallensäure-Durchfall, von den Mechanismen zu Diagnose und Behandlung

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