Opportunistische Pathogene

Nach Antibiotika: C. difficile und die Stuhltransplantation

Ein Keim, der nach Antibiotika übernehmen kann, und eine Therapie, die besser wirkt als jedes Medikament.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert

C.-difficile-Infektionen und die Wirksamkeit der Stuhltransplantation bei wiederkehrenden Infektionen sind durch randomisierte Studien und Leitlinien gut gesichert.

Ursache oder Folge? Grundursache 5 von 5:Grundursache

Antibiotika stehen am Anfang: Sie treffen die Darmflora breit und öffnen C. difficile, Pilzen und anderen Keimen die Tür. Was danach kommt, hängt oft an dieser einen Behandlung.

Gesunder Zustand

Clostridioides difficile Ein Bakterium, das sich nach Antibiotika ausbreiten kann und mit seinen Giften schweren Durchfall auslöst. kommt bei manchen gesunden Erwachsenen und bei vielen Säuglingen in kleinen Mengen vor, ohne Beschwerden zu machen. Das Bakterium bildet Sporen, widerstandsfähige Dauerformen, die Magensäure, Austrocknung und viele Reinigungsmittel überstehen und monatelang auf Oberflächen überleben. Dass viele Menschen den Keim regelmäßig aufnehmen, aber nur wenige erkranken, liegt an der Abwehr im Darm.

Ein wichtiger Grund sind Gallensäuren Von der Leber gebildete Stoffe, die Fett verdaulich machen. Etwa 95 Prozent werden im letzten Dünndarmabschnitt zurückgeholt, Darmbakterien wandeln den Rest um. Mehr im Kapitel „Gallensäuren: wenn Galle Durchfall macht“. C. difficile überdauert als Spore, die erst auskeimt, wenn sie bestimmte primäre Gallensäuren wie Taurocholat bemerkt. Gesunde Darmbakterien wandeln diese primären in sekundäre Gallensäuren um, die das Wachstum von C. difficile bremsen. Mehr dazu im Kapitel über Gallensäuren.

Der Ort spielt dabei eine Rolle. Im Dünndarm ist die Galle frisch und enthält viele primäre Gallensäuren, das Keimsignal. Im Dickdarm, wo sich der Keim vermehrt, sind bei Gesunden die meisten Gallensäuren schon umgewandelt: Dort schützen sie. Erst wenn die Umwandler fehlen, wird auch der Dickdarm zum Keimplatz.

In Mausversuchen reichte schon die Gabe von Clostridium scindens, einem der wenigen Bakterien, die sekundäre Gallensäuren herstellen, um die Abwehr deutlich zu stärken. Dazu kommt Konkurrenz um Nahrung: Die übrigen Bakterien verbrauchen die Zucker und Aminosäuren, von denen C. difficile leben würde. Auch Kurzkettige Fettsäuren Säuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie nähren die Darmwand und wirken im ganzen Körper. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“, die Schleimschicht Eine Gelschicht aus Muzinen auf der Darmwand, die Bakterien auf Abstand hält. Im Dickdarm ist die innere Schicht fast keimfrei. Mehr im Kapitel „Die Schleimschicht und Zusatzstoffe“ und das IgA (sekretorisches IgA) Antikörper der Schleimhäute. Er wird in großer Menge in den Darm abgegeben und hält dort Keime im Schleim fest, ohne Entzündung auszulösen. Mehr im Kapitel „IgA: der Antikörper, der den Darm sauber hält, und was Vitamin A, D und Omega-3 damit zu tun haben“ gehören zur Abwehr.

Nicht jeder ist gleich gefährdet. Das Risiko steigt mit dem Alter (vor allem ab 65), nach Klinikaufenthalten und Heimaufenthalten, bei Immunschwäche, bei Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Sammelbegriff für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: dauerhafte, in Schüben verlaufende Entzündungen des Darms, die ärztlich behandelt werden müssen. Mehr im Kapitel „Immunsystem und Entzündung“ und bei schweren Grunderkrankungen. Die Infektion betrifft aber auch Menschen außerhalb von Kliniken, die vorher Antibiotika bekamen.

ruhende C.-difficile-Sporensekundäre Gallensäuren bremsen
C.-difficile-Sporen ruhen, sekundäre Gallensäuren und die übrige Flora halten sie in Schach.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Breit wirksame Antibiotika löschen große Teile der Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ aus, darunter die Gallensäure-Umwandler. Nach Vancomycin bestand der Stuhl in einer Studie fast nur noch aus primären Gallensäuren, ein ideales Umfeld zum Auskeimen. Mit einem schmal wirkenden Antibiotikum, das die übrige Flora schonte, blieb das Gallensäure-Profil dagegen erhalten.

Als besonders riskant gelten Antibiotika mit breitem Wirkspektrum, etwa Clindamycin, Cephalosporine und Fluorchinolone. Das Risiko ist während der Einnahme und in den Wochen danach am höchsten und bleibt noch einige Monate erhöht. Je länger und je breiter die Behandlung, desto größer das Risiko. Auch Antibiotika, die gar nicht gegen Darmkeime gedacht waren, etwa bei einer Erkältung mit bakterieller Folgeinfektion oder in der Zahnarztpraxis, können die Flora treffen.

Dann fehlt die Konkurrenz, und C. difficile kann sich vermehren und Giftstoffe (Toxin A und B) bilden. Diese schädigen die Darmzellen und lösen eine Entzündung aus. Die Folge sind wässrige Durchfälle, oft mit Krämpfen und Fieber, bis hin zu schweren Darmentzündungen mit Belägen auf der Schleimhaut. Selten kommt es zu lebensbedrohlichen Verläufen mit stark erweitertem Darm. Die meisten Infektionen sind aber behandelbar.

Bei etwa jeder fünften Person kommt die Infektion nach der Behandlung wieder. Die Gründe: Die Flora hat sich noch nicht erholt, übrig gebliebene Sporen keimen erneut, oder es kommt zur Neuansteckung. Auch das Antibiotikum gegen C. difficile hält die übrige Flora klein. Nach einem Rückfall steigt das Risiko für weitere, ein Teufelskreis, den die Stuhltransplantation Übertragung aufbereiteten Stuhls einer gesunden Person, um die Darmflora wiederherzustellen. Gut belegt bei wiederkehrender C.-difficile-Infektion. durchbricht.

Auch ohne C. difficile braucht die Darmflora nach Antibiotika Wochen bis Monate, um sich zu erholen. Nicht alle Arten kommen zurück. Antibiotika-assoziierter Durchfall hat oft andere Gründe: Es entstehen weniger kurzkettige Fettsäuren, die dem Darm helfen, Wasser aufzunehmen, und unverdaute Kohlenhydrate werden anders vergoren. Wichtig zur Einordnung: Ein positiver Test beweist nur, dass der Keim da ist. Bei Menschen ohne Durchfall ist der Nachweis oft eine harmlose Besiedlung, und nach Heilung kann der Test noch Wochen positiv bleiben.

AntibiotikumC. difficile keimt aus und bildet Gift
Antibiotika löschen die Flora aus. Die Sporen keimen aus und bilden Giftstoffe.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. . Mögliche Folgen. Wenig Vielfalt, Opportunisten, Candida & Pilze, Crohn & Colitis, Wenig Anaerobier, Reizdarm nach Infekt, Durchfall, Wenig IgA, Darmimmunsystem, Wenig Butyrat, Dünne Schleimschicht, Biofilme, Gallensäuren, Darmkrebs, Haut & Darm, Brain Fog & Erschöpfung, Bauchschmerzen, Nährstoffmangel, Blähungen, Essensangst, Allergien, Autoimmunität, Undichte Barriere, Verdauungskette, Schwache Verdauung, SIBO

Nach Antibiotika: C. difficile und die StuhltransplantationAntibiotikaMikrobielle Vielfalt aufbauenWenig VielfaltOpportunistische PathogeneOpportunistenPilze im Darm: was an Candida dran istCandida & PilzeMorbus Crohn und Colitis ulcerosa: chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verstehenCrohn & ColitisAnaerobe Darmbakterien: warum die Guten nicht in die Kapsel passenWenig AnaerobierWenn der Darm nach einer Infektion nicht zur Ruhe kommtReizdarm nachInfektDurchfall: verstehen, einordnen und richtig reagierenDurchfallIgA: der Antikörper, der den Darm sauber hält, und was Vitamin A, D und Omega-3 damit zu tun habenWenig IgAImmunsystem und EntzündungDarmimmunsystemButyrat und andere kurzkettige FettsäurenWenig ButyratDie Schleimschicht und ZusatzstoffeDünneSchleimschichtBiofilme im Darm und „Biofilm-Buster“BiofilmeGallensäuren: wenn Galle Durchfall machtGallensäurenDarm und Krebs: was die Darmflora schützt, was schadet und warum sie bei der Krebstherapie mitspieltDarmkrebsHaut und Darm: was an der Darm-Haut-Achse dran istHaut & DarmBrain Fog und Erschöpfung: wenn der Bauch den Kopf müde machtBrain Fog &ErschöpfungBauchschmerzen und Krämpfe: woher der Schmerz kommtBauchschmerzenNährstoffmangel bei Darmproblemen: wenn Essen nicht mehr ankommtNährstoffmangelBlähungen und Völlegefühl: Luft, die nicht weiterkommtBlähungenAngst vorm Essen: wenn die Liste sicherer Lebensmittel immer kürzer wirdEssensangstAllergien und Unverträglichkeiten: wie der Darm lernt, Essen zu duldenAllergienAutoimmunerkrankungen und Darm: Hashimoto, Vitiligo, Typ-1-Diabetes und Co.AutoimmunitätDie DarmbarriereUndichte BarriereDie Verdauungskette: wie Magensäure, Galle und Bauchspeicheldrüse einander anstoßenVerdauungsketteMagensäure, Galle und EnzymeSchwacheVerdauungWenn der Dünndarm zu dicht besiedelt istSIBO
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Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Nach Antibiotika vielfältig essen Ballaststoffreiche, abwechslungsreiche Kost gibt den verbliebenen Arten Nahrung, um sich wieder auszubreiten. Geduld gehört dazu: Die Erholung dauert Wochen bis Monate. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Hände waschen C.-difficile-Sporen überstehen Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis. Gründliches Händewaschen mit Seife ist im Umfeld Erkrankter wichtig. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Antibiotika nur bei Bedarf Das Risiko für C. difficile sinkt mit jeder vermiedenen Antibiotikabehandlung. Bei Erkältung und Grippe, die durch Viren entstehen, helfen sie nicht. Nimm sie, wenn sie nötig sind, genau wie verordnet, und frag, ob ein Mittel mit engerem Wirkspektrum möglich ist. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Zu Hause bei einer Erkrankung Wer mit C. difficile erkrankt ist, sollte nach Möglichkeit eine eigene Toilette nutzen, Toilette und Griffe mit einem chlorhaltigen Reiniger säubern und Wäsche heiß waschen. Das schützt Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, vor allem ältere oder kranke. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Saccharomyces boulardii Senkt das Risiko für Antibiotika-Durchfall. Gegen C. difficile war die Wirkung in einer Meta-Analyse nur bei Kindern statistisch gesichert, bei Erwachsenen nicht. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Probiotika nicht automatisch In einer kleinen Studie verzögerten Probiotika nach Antibiotika die Rückkehr der eigenen Darmflora. Mehr Probiotika sind also nicht immer besser. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
  • Präbiotika nach Antibiotika Ballaststoffpulver und Präbiotika könnten der Erholung helfen. Für die Zeit nach Antibiotika gibt es dazu aber kaum Studien, und bei akutem Durchfall können sie die Beschwerden verstärken. Frühestens nach dem Abklingen langsam ausprobieren. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Stuhltransplantation bei wiederkehrender Infektion Bei mehrfach wiederkehrender C.-difficile-Infektion heilte eine Stuhltransplantation in einer randomisierten Studie deutlich mehr Menschen als das Antibiotikum Vancomycin. Sie ist dafür in Leitlinien empfohlen, üblicherweise nach mindestens zwei Rückfällen. Ein Teil der Wirkung beruht vermutlich darauf, dass sie die Gallensäure-Umwandler zurückbringt. In manchen Ländern gibt es inzwischen auch standardisierte Präparate, frag in deinem Land nach. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4][5][6]
  • Bei Durchfall nach Antibiotika testen lassen Drei oder mehr neue, ungeformte oder wässrige Stühle innerhalb von 24 Stunden während oder nach einer Antibiotikatherapie, ohne andere Erklärung wie Abführmittel, sind ein Grund, ärztlich auf C. difficile testen zu lassen. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Welches Antibiotikum gegen C. difficile? Nach der US-Leitlinie von 2021 wird bei Erwachsenen Fidaxomicin vor Vancomycin vorgeschlagen, weil danach seltener Rückfälle auftreten. Vancomycin bleibt eine anerkannte Alternative, vor allem wenn Fidaxomicin zu teuer oder nicht erhältlich ist. Die Wahl trifft die Ärztin oder der Arzt, je nach Land und Schwere. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6]
  • Durchfall nicht eigenmächtig stoppen Bei Verdacht auf C. difficile sollten Mittel, die den Darm lähmen, nur nach ärztlicher Rücksprache genommen werden. Der Darm soll das Gift loswerden, und Schmerzen oder aufgeblähter Bauch brauchen eine rasche Abklärung. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Nach der Heilung: Rückfall erkennen Nach erfolgreicher Behandlung ist ein Kontrolltest bei beschwerdefreien Menschen meist nicht sinnvoll, weil er positiv bleiben kann. Entscheidend sind die Beschwerden: Kehrt der Durchfall innerhalb der nächsten Wochen zurück, solltest du dich zeitnah ärztlich melden. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. McFarland 2010: Meta-Analyse zu Saccharomyces boulardii bei Erwachsenen (World Journal of Gastroenterology)
  2. Szajewska und Kołodziej 2015: Meta-Analyse zu Saccharomyces boulardii gegen Antibiotika-Durchfall, 21 Studien (Alimentary Pharmacology & Therapeutics)
  3. Suez et al. 2018: Probiotika verzögern die Erholung des Mikrobioms nach Antibiotika (Cell)
  4. van Nood et al. 2013: Stuhltransplantation bei wiederkehrender C.-difficile-Infektion (New England Journal of Medicine)
  5. Mullish & Allegretti 2021: Die Rolle des Gallensäure-Stoffwechsels bei C.-difficile-Infektionen (Therapeutic Advances in Gastroenterology)
  6. Johnson et al. 2021: Leitlinie IDSA/SHEA, Aktualisierung zur Behandlung der C.-difficile-Infektion bei Erwachsenen (Clinical Infectious Diseases)
  7. Buffie et al. 2015: Clostridium scindens stellt über sekundäre Gallensäuren die Abwehr gegen C. difficile wieder her, Mausstudie (Nature)
  8. Studie zu Ridinilazol: Vancomycin verschiebt die Gallensäuren im Stuhl, ein schmal wirkendes Antibiotikum kaum

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