Verdauungsleistung

Beckenboden: wenn der Stuhl nicht richtig rauskommt

Warum Pressen manchmal nicht hilft, wie sich eine Entleerungsstörung zeigt und warum Biofeedback besser wirkt als Abführmittel.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt

Gut belegt: Biofeedback hilft bei einer Entleerungsstörung des Beckenbodens deutlich besser als Abführmittel, die Leitlinie empfiehlt es als erste Behandlung. Die Tipps zur Sitzhaltung beruhen auf kleineren Studien.

Ursache oder Folge? Grundursache 3 von 5:Ursache und Folge

Der Beckenboden entscheidet mit, ob der Stuhl herauskommt. Seine Störungen sind Folge von schwachem Bindegewebe und Geburten und selbst Ursache von Verstopfung.

Gesunder Zustand

Der Ausgang des Darms besteht aus mehreren Schichten, die zusammenarbeiten. Der Enddarm (Rektum) ist der Speicher, in dem sich Stuhl sammelt. Am Übergang zum After hält der Puborektalis-Muskel, der wie eine Schlinge um den Enddarm liegt, den Darm abgeknickt. Dieser Knick ist unsere wichtigste Bremse. Dazu kommen zwei Schließmuskeln: ein innerer, den wir nicht steuern können, und ein äußerer, den wir willentlich anspannen. Der Beckenboden ist die Muskelplatte darunter, die Blase, Gebärmutter beziehungsweise Prostata und Enddarm trägt.

Wenn sich der Enddarm füllt, melden Dehnungssensoren in der Wand Druck. Der innere Schließmuskel öffnet reflexartig einen Spalt, sodass sich am Gefühl prüfen lässt, ob es Stuhl oder Gas ist. Wir spüren Drang und entscheiden, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist. Wenn nicht, spannt sich der äußere Schließmuskel an, der Drang verebbt, und der Stuhl wird ein Stück zurückgeschoben. Wird das ständig getan, sinkt mit der Zeit die Empfindlichkeit des Enddarms, und der Drang kommt später und leiser.

Damit Stuhl den Darm verlässt, müssen mehrere Muskeln zusammenspielen. Der Bauch drückt leicht, gleichzeitig entspannen sich der Schließmuskel und der Beckenboden. Ein Muskel, der den Enddarm wie eine Schlinge abknickt, lässt locker. Dann wird der Weg gerade und der Stuhl gleitet ohne starkes Pressen heraus.

Ob das klappt, hängt nicht nur vom Stuhl ab, sondern von dieser Abstimmung. Sie ist zum Teil gelernt, ähnlich wie Laufen oder Schlucken, und lässt sich auch wieder lernen.

Ob jemand eine Entleerungsstörung hat, lässt sich gut untersuchen: Beim Ballon-Ausstoßtest wird ein kleiner, mit Wasser gefüllter Ballon im Enddarm herausgepresst. Bei der Druckmessung im Enddarm zeigt ein Messfühler, ob sich die Muskeln beim Pressen entspannen. Beide Tests erkennen in einer Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. etwa drei von vier Betroffenen. Sie schlagen aber auch bei manchen ohne Entleerungsstörung an, deshalb werden sie zusammen mit den Beschwerden und der Untersuchung gedeutet.

EnddarmBeckenboden entspanntWeg geradeFußhocker hilft
Beim Stuhlgang entspannt sich der Beckenboden, der Enddarm wird gerade und der Weg ist frei.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Bei einer Entleerungsstörung, Fachleute sagen Dyssynergie, spannen sich Beckenboden und Schließmuskel beim Pressen an statt zu entspannen. Es ist, als würde man gegen eine geschlossene Tür drücken. Typisch sind starkes Pressen auch bei weichem Stuhl, das Gefühl, nicht leer zu sein, ein Gefühl von Blockade und das Nachhelfen mit Druck auf den Damm oder mit den Fingern.

Die Rom-V-Kriterien International verwendete Kriterien, mit denen Fachleute Reizdarm, funktionelle Verstopfung und Magenbeschwerden anhand der Beschwerden einordnen. Rom V (2026) ist die aktuelle Fassung; sie hat die Rom-IV-Kriterien von 2016 abgelöst. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“ für Verstopfung führen genau diese Zeichen auf. Wer sie hat, profitiert oft wenig von mehr Ballaststoffen, weil das Problem nicht im Stuhl liegt, sondern am Ausgang.

Langes Pressen auf der Toilette kann Hämorrhoiden und Einrisse am After fördern, und die Angst vor Schmerzen verstärkt die Anspannung weiter. So entsteht leicht ein Kreislauf.

Der Beckenboden ist keine Einheitsmuskulatur, die man nur „kräftigen“ muss. Er muss sich auch entspannen können. Wer im Alltag viel anspannt (Bauch einziehen, Stress, Schmerz, Sport mit Dauerspannung), kann diese Spannung auch auf der Toilette nicht loslassen. Manche haben als Kind gelernt, den Stuhl zurückzuhalten, etwa nach schmerzhaftem Stuhlgang. Das Gehirn merkt sich das Muster, und es bleibt oft bis ins Erwachsenenalter.

Manchmal liegt es auch am Bau. Mit Geburten, Alter, Wechseljahren, schwerem Heben und angeborenem schwachem Bindegewebe kann sich die Enddarmwand in die Scheide vorwölben (Rektozele), der Enddarm kann sich in sich selbst einstülpen (Intussuszeption), oder der Beckenboden senkt sich beim Pressen zu weit ab. Dann bleibt Stuhl in der Ausbuchtung hängen, und man hilft mit den Fingern in der Scheide oder am Damm nach. Solche Befunde sieht man mit einer Röntgen- oder MRT-Untersuchung der Entleerung (Defäkographie). Sie sind nicht immer die Ursache; auch viele Beschwerdefreie haben kleine Rektozelen. Bei Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“ mit Verstopfung steckt bei einem Teil der Betroffenen zusätzlich eine Entleerungsstörung dahinter, was das Rezept „mehr Ballaststoffe“ ins Leere laufen lässt.

spannt sich anWeg abgeknicktPressen hilft nicht
Bei einer Entleerungsstörung spannt sich der Beckenboden beim Pressen an. Der Weg bleibt abgeknickt.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. POTS & Bindegewebe, Long Covid. Mögliche Folgen. Verstopfung, Divertikel & Hämorrhoiden, Essensangst, Blähungen, Bauchschmerzen, Nährstoffmangel

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Zusammenhänge, keine Gewissheit: Eine Verbindung heißt „kann“, nicht „muss“. Was auf dich zutrifft, klärt das Gespräch mit Ärztin oder Arzt.

Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Füße hoch: ein Hocker vor der Toilette Mit den Füßen auf einem Hocker und leicht nach vorn gebeugt wird der Enddarm gerader. Bei 52 Gesunden war der Stuhlgang damit kürzer, mit weniger Pressen und häufiger mit dem Gefühl, ganz leer zu sein. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Nicht pressen, sondern loslassen In den Bauch atmen, den Bauch locker nach außen wölben und dabei den Beckenboden bewusst entspannen. Nicht länger als einige Minuten sitzen bleiben, lieber später noch einmal versuchen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2]
  • Feste Zeit nach dem Frühstück Nach dem Essen ist der Darm am aktivsten. Eine feste Toilettenzeit am Morgen mit guter Sitzhaltung erhöhte in einer kleinen Studie die Zahl vollständiger Stuhlgänge deutlich. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
  • Weicher Stuhl macht es leichter Ausreichend trinken und Ballaststoffe sorgen für Stuhl, der sich leichter entleeren lässt. Das löst die Entleerungsstörung nicht, nimmt aber Druck heraus. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
  • Nicht reflexhaft kräftigen Wer bei einer Entleerungsstörung Beckenbodenübungen im Sinne von „Anspannen und Halten“ (Kegel-Übungen) macht, kann die Anspannung verstärken. Das Ziel ist Koordination: bewusst loslassen können. Lass dir zuerst zeigen, ob dein Beckenboden zu schwach, zu angespannt oder beides ist. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Flohsamenschalen Machen den Stuhl weicher und geschmeidiger. Die Leitlinie empfiehlt Ballaststoffe bei chronischer Verstopfung mit Einschränkung. Langsam steigern und viel trinken. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Entleerungsstörung untersuchen lassen Wer viel pressen muss oder nachhilft, sollte das ansprechen. Die Leitlinie empfiehlt bei Verdacht einen Ballon-Ausstoßtest und eine Druckmessung im Enddarm, oft reicht schon eine Tastuntersuchung als erster Hinweis. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2][5]
  • Biofeedback-Training Mit einem Messfühler sieht man auf einem Bildschirm, was die Muskeln beim Pressen tun, und lernt, sie richtig zu entspannen. Nach 6 Monaten berichteten 80 Prozent mit Biofeedback eine deutliche Besserung, aber nur 22 Prozent mit Abführmittel. Die Wirkung hielt mindestens 2 Jahre. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6][7][2]
  • Biofeedback zu Hause Ein Training mit einem kleinen Gerät für zu Hause wirkte in einer Studie fast genauso gut wie in der Praxis: 68 gegenüber 70 Prozent sprachen an. Frag nach, ob das in deinem Land angeboten wird. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8]
  • Abführmittel zur Überbrückung Macrogol und Natriumpicosulfat empfiehlt die Leitlinie bei chronischer Verstopfung ausdrücklich. Sie erleichtern den Alltag, ersetzen bei einer Entleerungsstörung aber nicht das Training. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
  • Bauliche Ursachen abklären Wenn Stuhl trotz weichem Stuhl und Training hängen bleibt oder man mit den Fingern nachhelfen muss, kann eine Defäkographie (Röntgen oder MRT der Entleerung) zeigen, ob eine Rektozele oder Einstülpung mitspielt. Der Befund muss zusammen mit den Beschwerden gedeutet werden. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2]
  • Beckenboden-Physiotherapie Spezialisierte Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten üben mit dir, Atmung, Bauchdruck und Beckenboden zu koordinieren, oft mit Biofeedback. Die Leitlinie nennt Biofeedback-Training als bevorzugte Behandlung bei Entleerungsstörung. Frag nach Angeboten in deiner Nähe, sie sind nicht überall verfügbar. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2]

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So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Modi et al. 2019: Fußhocker auf der Toilette und Stuhlgang bei Gesunden (Journal of Clinical Gastroenterology)
  2. Wald et al. 2021: ACG-Leitlinie zu Entleerungsstörungen und anderen Erkrankungen des Enddarms (American Journal of Gastroenterology)
  3. Naito et al. 2023: Toilettentraining und Sitzhaltung bei Verstopfung im Pflegeheim, randomisierte Studie (American Journal of Gastroenterology)
  4. Chang et al. 2023: AGA-ACG-Leitlinie Medikamente bei chronischer Verstopfung (Gastroenterology)
  5. Xu et al. 2024: Ballon-Ausstoßtest und Druckmessung im Enddarm, Meta-Analyse (European Journal of Gastroenterology & Hepatology)
  6. Chiarioni et al. 2006: Biofeedback wirkt besser als Abführmittel bei Beckenboden-Dyssynergie, randomisierte Studie (Gastroenterology)
  7. Rao et al. 2007: Biofeedback gegen Schein-Biofeedback und Standardbehandlung, randomisierte Studie (Clinical Gastroenterology and Hepatology)
  8. Rao et al. 2018: Biofeedback zu Hause gegen in der Praxis, randomisierte Studie (Lancet Gastroenterology & Hepatology)
  9. Mearin et al. 2016: Rom-IV-Kriterien für funktionelle Darmerkrankungen (Gastroenterology)

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