Divertikel, Hämorrhoiden und Fissuren: was am Ende des Darms schiefgehen kann
Drei häufige Probleme im unteren Darm, über die wenig gesprochen wird. Warum Nüsse und Körner bei Divertikeln erlaubt sind, warum eine leichte Divertikulitis oft ohne Antibiotika heilt und was das Handy auf der Toilette mit Hämorrhoiden zu tun hat.
Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Für Ballaststoffe und gegen den Nüsse-Mythos gibt es große Kohortenstudien und Meta-Analysen, für den Verzicht auf Antibiotika bei leichter Divertikulitis zwei große randomisierte Studien, für Fissur-Salben eine Cochrane-Übersicht. Schwächer belegt sind Toilettengewohnheiten und Sitzbäder.
Ursache oder Folge? Grundursache 0 von 5:Reine Folge
Divertikel, Hämorrhoiden und Fissuren entstehen vor allem aus hartem Stuhl und langem Pressen, bei Divertikeln spielen auch Alter und Gene mit. Sie sind damit Folgen, machen aber selbst Beschwerden: Fissuren schmerzen, Hämorrhoiden bluten oder jucken, Divertikel können sich entzünden. Weitere Darmprobleme lösen sie selten aus.
Gesunder Zustand
Die Wand des Dickdarms hat schwache Stellen, dort, wo Blutgefäße durch die Muskelschicht treten. Dort kann sich die Schleimhaut nach außen stülpen, vermutlich begünstigt durch hohen Druck bei hartem Stuhl. Diese kleinen Säckchen heißen Divertikel Kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut durch schwache Stellen der Dickdarmwand. Entzünden sie sich, spricht man von Divertikulitis. , ihr Vorhandensein Divertikulose. Sie sind häufig, besonders im Alter, und machen meistens keine Beschwerden: Von über 2000 Menschen, bei denen eine Darmspiegelung Divertikel zeigte, bekamen in elf Jahren nur etwa 4 Prozent eine Entzündung.
Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Es sind Gefäßpolster am Ende des Enddarms, die wie eine Dichtung helfen, den After abzuschließen. Von einem Hämorrhoidalleiden spricht man erst, wenn sie anschwellen, bluten, jucken oder hervortreten.
Die Haut im Analkanal ist sehr empfindlich. Ein innerer Schließmuskel hält den After unwillkürlich geschlossen, ein äußerer lässt sich willentlich steuern. Beim Stuhlgang entspannen sich beide, und weicher, geformter Stuhl gleitet ohne Pressen hinaus (siehe Kapitel Beckenboden).
Allen drei Problemen ist gemeinsam, dass harter Stuhl, starkes Pressen und langes Sitzen den Druck erhöhen. Ballaststoffe, die den Stuhl weich und voluminös machen, sind deshalb bei allen dreien die Grundlage.
Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen
Entzündet sich ein Divertikel, entsteht eine Divertikulitis: meist Schmerzen im linken Unterbauch, oft mit Fieber, manchmal mit Übelkeit oder verändertem Stuhlgang. Bei der unkomplizierten Form bleibt die Entzündung auf die Darmwand begrenzt; bei der komplizierten entstehen Abszesse, Fisteln oder ein Durchbruch. Gesichert wird die Diagnose meist mit einer Computertomografie. Menschen unter 50 hatten in einer Studie ein höheres Risiko für Rückfälle.
Lange bekam jeder mit Divertikulitis Antibiotika. Zwei große Randomisierte Studie Eine Studie, in der das Los entscheidet, wer die Behandlung bekommt und wer zum Vergleich nicht. Das macht Ergebnisse besonders verlässlich. stellten das infrage: In der schwedischen AVOD-Studie (623 Personen) und der niederländischen DIABOLO-Studie (528 Personen) heilte eine erste unkomplizierte Divertikulitis ohne Antibiotika genauso gut, mit gleich vielen Komplikationen und Rückfällen, auch nach zwei Jahren. Die US-Gastroenterologen empfehlen Antibiotika deshalb nur noch gezielt, bei geschwächtem Immunsystem aber ausdrücklich. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt, nicht man selbst: Eine Divertikulitis gehört immer in ärztliche Behandlung.
Ein hartnäckiger Rat lautet, bei Divertikeln Nüsse, Körner, Mais und Popcorn zu meiden, weil sie in den Säckchen stecken bleiben könnten. Eine Studie mit über 47 000 Männern, die 18 Jahre lang beobachtet wurden, fand das Gegenteil: Wer mindestens zweimal pro Woche Nüsse oder Popcorn aß, hatte eher seltener eine Divertikulitis, und mit Divertikelblutungen gab es keinen Zusammenhang.
Mehr Ballaststoffe gehen mit weniger Divertikelkrankheit einher. In einer Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. von fünf großen Kohortenstudien sank das Risiko pro 10 Gramm Ballaststoffe am Tag um etwa ein Viertel, am deutlichsten bei Ballaststoffen aus Getreide und Obst.
Hämorrhoiden machen Beschwerden, wenn die Polster durch Druck anschwellen und das Haltegewebe nachgibt: hellrotes Blut auf dem Papier, Jucken, Nässen, ein Knoten, der beim Pressen heraustritt. Langes Sitzen auf der Toilette gilt als Risiko. In einer US-Studie mit 125 Menschen vor einer Darmspiegelung nahmen zwei Drittel das Handy mit auf die Toilette; sie saßen länger, und die Handynutzung ging mit einem um 46 Prozent höheren Risiko für Hämorrhoiden einher. Eine türkische Studie fand beim Handy keinen solchen Zusammenhang, wohl aber bei Sitzzeiten über 20 Minuten. Entscheidend ist wohl die Zeit, nicht das Gerät.
Eine Analfissur ist ein kleiner Riss in der Haut des Analkanals, meist nach hartem Stuhl. Typisch ist ein scharfer, brennender Schmerz beim Stuhlgang, der oft lange nachwirkt, und etwas hellrotes Blut. Der Schmerz lässt den inneren Schließmuskel verkrampfen, das drosselt die Durchblutung, der Riss heilt schlecht, und die Angst vor dem nächsten Stuhlgang hält den Stuhl zurück. Hält eine Fissur länger als etwa sechs Wochen an, gilt sie als chronisch.
Wichtig: Blut aus dem After ist nie automatisch „nur Hämorrhoiden“. Bei Menschen ab 50, die in der Hausarztpraxis wegen Blut aus dem Darm vorstellig wurden, steckte laut einer Übersicht in etwa 8 Prozent der Fälle Darmkrebs dahinter. Auch nach einer Divertikulitis wird oft eine Darmspiegelung empfohlen: Bei knapp 2 Prozent verbarg sich hinter dem Bild ein Darmkrebs, bei der komplizierten Form deutlich häufiger.
Woher es kommt und wohin es führt
Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.
Mögliche Ursachen. Verstopfung, Supplemente, Medikamente, Beckenboden, Hormone & Zyklus, Methan & H₂S, Autoimmunität, POTS & Bindegewebe, Stress & Schlaf, SIBO, Darmimmunsystem. Mögliche Folgen. Bauchschmerzen, Essensangst, Nährstoffmangel
- Mögliche Ursachen
- Dieses Problem
- Mögliche Folgen
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Was oft hilft
Lebensstil
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.
- Ballaststoffe aus Getreide und Obst Vollkorn, Haferflocken, Obst und Hülsenfrüchte machen den Stuhl weich und senken in großen Studien das Risiko für Divertikelkrankheit. Wer bisher wenig isst, steigert langsam über einige Wochen und trinkt ausreichend, sonst gibt es Blähungen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
- Nüsse, Körner und Popcorn sind erlaubt Es gibt keinen Grund, sie wegen Divertikeln zu meiden. In der großen Männerstudie ging häufiger Verzehr eher mit weniger Divertikulitis einher. Fachgesellschaften raten heute stattdessen zu einer insgesamt hochwertigen Ernährung. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4]
- Kurz auf der Toilette, Handy draußen lassen Nur gehen, wenn der Drang da ist, nicht pressen und nach wenigen Minuten aufstehen, wenn nichts kommt. Ein Fußhocker erleichtert die Entleerung (siehe Kapitel Beckenboden). Das Handy verleitet zum langen Sitzen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5][6]
- Bewegung, Gewicht, Nichtrauchen Um Rückfällen einer Divertikulitis vorzubeugen, empfehlen die US-Gastroenterologen eine gute Ernährung, ein normales Gewicht, Bewegung und Nichtrauchen. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Diclofenac möglichst meiden, außer sie sind ärztlich verordnet. Auch die Gene spielen mit, nicht jeder Rückfall ist vermeidbar. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
Natürliche Supplemente
Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- Flohsamenschalen In einer Meta-Analyse von sieben Studien mit Ballaststoff-Präparaten bei Hämorrhoiden sank das Risiko für anhaltende Beschwerden um 47 Prozent und für Blutungen um die Hälfte. Sie helfen auch bei Fissuren, weil der Stuhl weicher wird. Mit wenig anfangen und viel trinken. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7]
- Sitzbäder: angenehm, wenig belegt Warme Sitzbäder werden bei Fissuren und Hämorrhoiden oft empfohlen. In einer kleinen Studie nach einer Fissur-Operation linderten sie das Brennen, aber nicht den Schmerz. Ein paar Minuten in warmem Wasser ohne Zusätze schaden nicht; heiße Bäder und reizende Badezusätze meiden. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8][9]
Medizinische Eingriffe
Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.
- Unkomplizierte Divertikulitis: Antibiotika nicht immer nötig Bei einer ersten, im CT gesicherten unkomplizierten Divertikulitis heilte die Entzündung in zwei großen Studien ohne Antibiotika genauso gut. Ob sie im Einzelfall nötig sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt. Bei Fieber, starken Schmerzen, geschwächtem Immunsystem oder Komplikationen gehören sie weiter dazu. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [10][11][12][4]
- Fissur: Salben, die den Schließmuskel entspannen Verschreibungspflichtige Salben mit Nitroglycerin oder Kalziumkanalblockern (Diltiazem, Nifedipin) entspannen den verkrampften Muskel. Nitroglycerin heilte in einer Cochrane-Übersicht etwas mehr Fissuren als Placebo (49 gegenüber 36 Prozent) und macht oft Kopfschmerzen; die Kalziumkanalblocker wirkten gleich gut mit weniger Nebenwirkungen. Botox ist eine weitere Möglichkeit. Eine Operation heilt am häufigsten, birgt aber ein kleines Risiko für Inkontinenz. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [13]
- Hämorrhoiden: zuerst die kleinen Eingriffe Helfen Ballaststoffe und Toilettengewohnheiten nicht, kann eine Gummibandligatur in der Praxis die Polster verkleinern. Sie ist weniger schmerzhaft als eine Operation; bei stark hervortretenden Hämorrhoiden hält eine Operation dagegen länger. Rezeptfreie Salben lindern Beschwerden, beseitigen aber nicht die Ursache. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [14]
- Blut immer abklären lassen Blut im oder auf dem Stuhl, dunkles oder mit Stuhl vermischtes Blut, veränderte Stuhlgewohnheiten, Gewichtsverlust oder Blutarmut gehören ärztlich untersucht, besonders ab 50 Jahren. Auch wenn Hämorrhoiden bekannt sind: Sie können eine andere Blutungsquelle verdecken. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [15][16]
Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig
So bewerten wir die Studienlage
- Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
- Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
- Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
- Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
- Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
- Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
- Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
- Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
- Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
- Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Quellen
- Aune et al. 2020: Ballaststoffe und Divertikelkrankheit, Meta-Analyse (European Journal of Nutrition)
- Crowe et al. 2014: Ballaststoffquellen und Divertikelkrankheit bei 690 000 Frauen (Gut)
- Strate et al. 2008: Nüsse, Mais, Popcorn und Divertikelkrankheit, Kohortenstudie mit 47 228 Männern (JAMA)
- Peery et al. 2021: AGA-Praxisempfehlung zur Behandlung der Divertikulitis (Gastroenterology)
- Ramprasad et al. 2025: Handynutzung auf der Toilette und Hämorrhoiden (PLOS ONE)
- Yazkan et al. 2025: Toilettengewohnheiten und Erkrankungen am After, Querschnittsstudie (Frontiers in Surgery)
- Alonso-Coello et al. 2006: Ballaststoffe bei Hämorrhoiden, Meta-Analyse (American Journal of Gastroenterology)
- Tejirian & Abbas 2005: Sitzbäder, Übersicht zur Studienlage (Diseases of the Colon & Rectum)
- Gupta 2007: Warme Sitzbäder nach Fissur-Operation, randomisierte Studie (World Journal of Surgery)
- Chabok et al. 2012: AVOD-Studie, Antibiotika bei unkomplizierter Divertikulitis (British Journal of Surgery)
- Daniels et al. 2017: DIABOLO-Studie, Beobachtung statt Antibiotika bei unkomplizierter Divertikulitis (British Journal of Surgery)
- van Dijk et al. 2018: DIABOLO-Studie, Ergebnisse nach zwei Jahren (American Journal of Gastroenterology)
- Nelson et al. 2012: Nicht-operative Behandlung der Analfissur, Cochrane-Übersicht
- Shanmugam et al. 2005: Gummibandligatur gegen Operation bei Hämorrhoiden, Cochrane-Übersicht
- Astin et al. 2011: Aussagekraft von Beschwerden für Darmkrebs in der Hausarztpraxis, systematische Übersicht (British Journal of General Practice)
- Meyer et al. 2019: Darmkrebs bei akuter Divertikulitis, Meta-Analyse (Clinical Gastroenterology and Hepatology)
- Shahedi et al. 2013: Langzeitrisiko für Divertikulitis bei Divertikulose (Clinical Gastroenterology and Hepatology)
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