Verdauungsleistung

Empfindlicher Magen: Völlegefühl, Oberbauchschmerz und Helicobacter

Was hinter Beschwerden im Oberbauch steckt, wenn die Magenspiegelung unauffällig ist, warum der Test auf Helicobacter zuerst kommt und was sonst hilft.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend

Gut belegt: Test auf Helicobacter und Behandlung bei positivem Ergebnis, danach Säureblocker. Für niedrig dosierte Antidepressiva und pflanzliche Mittel gibt es einzelne gute Studien, die Wirkung ist aber begrenzt.

Ursache oder Folge? Grundursache 2 von 5:Eher Folge

Der empfindliche Magen ist meist Ausdruck einer überempfindlichen Steuerung, nicht eine eigene Ursache.

Gesunder Zustand

Der Magen ist mehr als ein Sack. Beim Essen entspannt sich sein oberer Teil, damit Platz entsteht, und der untere Teil zerkleinert und gibt den Brei portionsweise an den Dünndarm ab. Nerven melden dem Gehirn, wie voll er ist. Normalerweise spüren wir davon nur ein angenehmes Sattsein.

Der Magen leistet drei Dinge. Er speichert: Beim Essen entspannt sich der obere Teil über einen Nervenreflex (Akkommodation), sodass Platz entsteht, ohne dass der Druck steigt. Er mahlt und portioniert: Der untere Teil knetet den Brei, und der Pförtner lässt nur kleine Partikel von wenigen Millimetern durch. Und er entleert: Eine normale Mahlzeit braucht etwa zwei bis vier Stunden. Fett und Eiweiß im Dünndarm melden über Hormone zurück, dass es langsamer gehen soll, damit der Dünndarm nicht überfordert wird. Zwischen den Mahlzeiten räumt die Putzwelle (MMC) etwa alle anderthalb bis zwei Stunden Reste weiter. Sie startet nur im Nüchternzustand; ständiges Snacken unterbricht sie.

Fachleute nennen Beschwerden im Oberbauch Dyspepsie. Findet die Magenspiegelung keine Ursache wie ein Geschwür, heißt es funktionelle Dyspepsie. Sie ist häufig. Die Rom-V-Kriterien International verwendete Kriterien, mit denen Fachleute Reizdarm, funktionelle Verstopfung und Magenbeschwerden anhand der Beschwerden einordnen. Rom V (2026) ist die aktuelle Fassung; sie hat die Rom-IV-Kriterien von 2016 abgelöst. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“ unterscheiden zwei Formen: Beim postprandialen Distress-Syndrom stehen Völlegefühl nach dem Essen und frühes Sattsein im Vordergrund, beim epigastrischen Schmerzsyndrom Schmerz oder Brennen unter dem Brustbein. Beide kommen oft zusammen vor.

Helicobacter pylori ist ein Bakterium, das sich in der Magenschleimhaut einnistet. Es verursacht eine Entzündung, Geschwüre und erhöht das Risiko für Magenkrebs. Der Maastricht-VI-Konsens sieht es als Infektionskrankheit, die behandelt werden sollte.

Helicobacter pylori ist je nach Land sehr unterschiedlich häufig. Meist steckt man sich in der Kindheit an, oft innerhalb der Familie. Die meisten Träger haben nie Beschwerden. Das Bakterium überlebt die Säure, indem es mit einem Enzym namens Urease Ammoniak bildet und sich damit einen Schutzraum schafft. Bei einem Teil der Träger führt die Dauerentzündung zu Geschwüren, bei wenigen über viele Jahre zu Magenkrebs.

dehnt sichMagenportionsweise weiterangenehm satt
Beim Essen entspannt sich der obere Magen und schafft Platz. Der untere Teil gibt den Brei portionsweise weiter.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Bei funktioneller Dyspepsie dehnt sich der Magen beim Essen oft nicht richtig, entleert sich langsamer oder reagiert empfindlicher auf Dehnung, Säure und Fett. Auch Stress, frühere Magen-Darm-Infektionen und eine leichte Entzündung im Zwölffingerdarm spielen eine Rolle. Nicht selten kommen Blähbauch und Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“-Beschwerden dazu.

Ein weiterer Mitspieler ist der Zwölffingerdarm direkt hinter dem Magen. Bei einem Teil der Betroffenen zeigt sich dort eine leichte Entzündung mit mehr Immunzellen und eine etwas durchlässigere Schleimhaut, und der Dünndarm reagiert dann stärker auf Säure und Fett, die aus dem Magen kommen. Das passt zu der Beobachtung, dass Beschwerden oft nach einer Magen-Darm-Infektion beginnen. Beschwerden, die vor allem nach dem Essen auftreten, deuten eher auf die Entleerung und Dehnung hin, Schmerz oder Brennen im Oberbauch auch nüchtern eher auf die Säureempfindlichkeit.

Helicobacter kann dieselben Beschwerden machen. Wer behandelt wird, hat häufiger weniger Beschwerden: In einer Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. von 18 Studien musste man etwa 15 Menschen behandeln, damit einer zusätzlich deutlich besser wurde. Das klingt wenig, aber die Behandlung senkt zugleich das Risiko für Geschwüre und Magenkrebs.

Zum Test auf Helicobacter: Ein Atemtest Nach dem Trinken einer Zuckerlösung wird mehrmals Wasserstoff und Methan in der Atemluft gemessen. So lassen sich Zucker-Unverträglichkeiten und Hinweise auf eine Dünndarmfehlbesiedlung erkennen. Mehr im Kapitel „Darmtests: was sie aussagen und was nicht“ und ein Stuhltest zeigen eine aktive Infektion. Ein Bluttest auf Antikörper zeigt nur, dass der Körper das Bakterium irgendwann kennengelernt hat, und eignet sich schlecht, um den Erfolg einer Behandlung zu prüfen. Damit der Test nicht fälschlich negativ ausfällt, sollten Säureblocker etwa zwei Wochen und Antibiotika etwa vier Wochen vorher pausiert werden, was du mit der Ärztin oder dem Arzt besprichst. Die Behandlung kombiniert meist mehrere Antibiotika mit einem Säurehemmer über 10 bis 14 Tage. Gegen manche Antibiotika, besonders Clarithromycin, sind die Keime in vielen Regionen häufig unempfindlich, deshalb richten sich die Leitlinien nach der örtlichen Lage. Die Antibiotika verändern die Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ vorübergehend; ein Grund, auf die Behandlung zu verzichten, ist das nicht, denn sie senkt das Risiko für Geschwüre und Magenkrebs.

Nicht jeder Oberbauchschmerz kommt vom Magen. Gallensteine machen krampfartige Schmerzen rechts oben, oft nach fettreichem Essen. Die Bauchspeicheldrüse, eine Zöliakie Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Sie wird mit einem Bluttest und meist einer Gewebeprobe festgestellt, solange man noch Gluten isst. Mehr im Kapitel „Laktose, Fruktose, Gluten: Unverträglichkeiten richtig einordnen“, Reflux und viele Medikamente, etwa Schmerzmittel, Eisen oder Metformin, können ähnliche Beschwerden machen. Eine verzögerte Magenentleerung ( Gastroparese Verzögerte Magenentleerung ohne mechanisches Hindernis, mit Übelkeit, Erbrechen, frühem Sattsein und Völlegefühl. Mehr im Kapitel „Gastroparese: wenn der Magen sich zu langsam leert“) fällt auf, wenn Stunden nach dem Essen unverdaute Nahrung erbrochen wird. Selten steckt das Herz dahinter: Druck im Oberbauch bei Belastung, besonders bei Frauen und Zuckerkranken, gehört ärztlich abgeklärt.

Unterschiede zwischen Menschen: Frauen sind etwas häufiger betroffen, bei Kindern und Jugendlichen kommen Oberbauchbeschwerden oft mit Stress und Schule zusammen. Stress wirkt über Vagusnerv Zehnter Hirnnerv und wichtigster Nerv des Ruhe- und Verdauungssystems. Er verbindet Hirnstamm und Bauchorgane; die meisten Fasern melden dem Gehirn, was im Darm passiert. Mehr im Kapitel „Der Vagusnerv: die Datenleitung zwischen Bauch und Kopf“ und Stresshormone direkt auf Magenentleerung und Empfindlichkeit. Neue Beschwerden ab etwa 60 Jahren sollten dagegen ernster genommen werden als bei jüngeren Menschen. Selbst beobachten kannst du: Kommen die Beschwerden beim Essen, danach oder nüchtern? Nachts? Nach Fett, Kaffee oder Stress? Diese Notizen helfen der Ärztin oder dem Arzt, die Form einzuordnen und die passende Behandlung zu wählen.

Warnzeichen wie Schluckbeschwerden, wiederholtes Erbrechen, Blutarmut, Gewichtsverlust oder Magenkrebs in der Familie sprechen für eine Magenspiegelung. Die nordamerikanische Leitlinie empfiehlt sie außerdem ab 60 Jahren bei neuen Beschwerden; die Altersgrenze unterscheidet sich je nach Land.

dehnt sich kaumHelicobacterlangsamVölle, Brennen
Der Magen dehnt sich kaum, entleert sich langsam und reagiert empfindlich. Helicobacter kann die Schleimhaut entzünden.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. Darm-Hirn-Achse, Long Covid, POTS & Bindegewebe, Stress & Schlaf. Mögliche Folgen. Essensangst, Bauchschmerzen, Nährstoffmangel, Brain Fog & Erschöpfung

  • Mögliche Ursachen
  • Dieses Problem
  • Mögliche Folgen

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Zusammenhänge, keine Gewissheit: Eine Verbindung heißt „kann“, nicht „muss“. Was auf dich zutrifft, klärt das Gespräch mit Ärztin oder Arzt.

Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Kleinere Mahlzeiten, langsam essen Bei Völlegefühl helfen oft mehrere kleine statt weniger großer Mahlzeiten und gründliches Kauen. Das ist Erfahrungswissen, nicht in großen Studien geprüft. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Fett und späte Mahlzeiten prüfen Fettreiches Essen bremst die Magenentleerung. Mit dem Symptomtagebuch lässt sich herausfinden, ob Fettiges, Kaffee, Alkohol oder scharfes Essen bei dir eine Rolle spielen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Die Darm-Hirn-Verbindung einbeziehen Stress verstärkt Magenbeschwerden spürbar. Entspannungsverfahren, Bauchhypnose oder Psychotherapie werden bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt, wenn andere Mittel nicht reichen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Pausen zwischen den Mahlzeiten Wer ständig kleine Portionen isst, unterbricht die Putzwelle, die den Magen zwischen den Mahlzeiten leert. Wenn mehrere kleine Mahlzeiten bei dir helfen, lass trotzdem ein paar Stunden dazwischen. Beide Ansätze lassen sich ausprobieren; belegt ist keiner. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Nach dem Essen sanft bewegen, nicht hinlegen Ein kurzer Spaziergang nach dem Essen unterstützt die Entleerung, im Liegen bleibt der Brei länger im Magen und Reflux wird begünstigt. Das ist Erfahrungswissen, in Studien wenig geprüft. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
  • Reizstoffe und Schmerzmittel prüfen Schmerzmittel der Ibuprofen-Gruppe, Rauchen, Alkohol und viel Kaffee auf nüchternen Magen reizen die Magenschleimhaut. Frag, ob du auf ein Schmerzmittel verzichten oder es mit Magenschutz nehmen kannst. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Pfefferminz- und Kümmelöl In einer Meta-Analyse von 5 Studien mit 578 Menschen besserten Kapseln mit beiden Ölen die Beschwerden. Die Studien waren klein und von geringer Qualität. Bei Sodbrennen kann Pfefferminzöl es verstärken. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2][3]
  • Pflanzliches Kombinationsmittel STW 5-II Eine Mischung aus sechs Pflanzen besserte in einer Auswertung von 2 Studien Völlegefühl, frühes Sattsein und Oberbauchschmerz nach 4 und 8 Wochen, wobei Nebenwirkungen etwa so häufig waren wie unter Placebo. Die Studien wurden vom Hersteller unterstützt. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Auf Helicobacter testen lassen Unter 60 Jahren und ohne Warnzeichen empfiehlt die Leitlinie als ersten Schritt einen Atem- oder Stuhltest auf Helicobacter und bei positivem Ergebnis die Behandlung. Säureblocker vorher absetzen, sonst kann der Test falsch negativ sein, und den Erfolg der Behandlung danach kontrollieren. Die Behandlung besteht meist aus mehreren Antibiotika und einem Säureblocker über ein bis zwei Wochen. Durchfall, Übelkeit und ein metallischer Geschmack sind häufig und gehen meist wieder vorbei; auch die Darmflora braucht danach einige Zeit, um sich zu erholen. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][5][6]
  • Säureblocker für einige Wochen Ohne Helicobacter oder wenn die Behandlung nicht reicht, ist ein Versuch mit Säureblockern der nächste Schritt, vor allem bei Schmerz und Brennen. Wirken sie nach einigen Wochen nicht, mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, statt sie einfach weiterzunehmen. Wie man sie wieder absetzt, steht im Kapitel zu Säureblockern. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Niedrig dosiertes Amitriptylin Ein altes Antidepressivum in kleiner Dosis dämpft die Schmerzwahrnehmung. Es half in einer Studie 53 Prozent gegenüber 40 Prozent mit Placebo, vor allem bei Schmerz im Oberbauch. Ein anderes Antidepressivum half nicht. Häufige Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Mundtrockenheit und Verstopfung. Bei Herzrhythmusstörungen und zusammen mit manchen anderen Medikamenten ist Vorsicht nötig, deshalb nur ärztlich begleitet. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7][1]
  • Magenspiegelung, wenn nötig Bei Warnzeichen, ab etwa 60 Jahren mit neuen Beschwerden oder wenn nichts hilft. Die Altersgrenze hängt davon ab, wie häufig Magenkrebs in einem Land ist, frag in deinem Land nach. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Magenbeweglichkeit anregende Medikamente Prokinetika regen die Magenbewegung an. Die Leitlinie nennt sie als mögliche Option bei Völlegefühl, die Belege sind schwach, und die Zulassung ist von Land zu Land verschieden. Frag nach, was in deinem Land möglich ist. Manche dieser Mittel bergen ernste Risiken für den Herzrhythmus oder für bleibende Bewegungsstörungen und sind deshalb nur für kurze Zeit erlaubt; mehr dazu im Kapitel zur Gastroparese. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Psychologische Verfahren Bauchhypnose und kognitive Verhaltenstherapie helfen manchen Menschen mit Magenbeschwerden, die durch andere Mittel nicht besser werden. Die Leitlinie nennt sie als mögliche Option, die Studienlage ist dünn. Das Kapitel zur Darm-Hirn-Achse beschreibt, warum das sinnvoll sein kann. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
  • Andere Ursachen abklären lassen Wenn die Beschwerden krampfartig nach fettreichem Essen kommen, mit Erbrechen unverdauter Nahrung, Durchfall oder Gewichtsverlust einhergehen, lohnt es, Gallensteine, Zöliakie oder eine Magenentleerungsstörung gezielt zu prüfen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Moayyedi et al. 2017: ACG-CAG-Leitlinie Dyspepsie (American Journal of Gastroenterology)
  2. Li et al. 2019: Pfefferminz- und Kümmelöl bei funktioneller Dyspepsie, Meta-Analyse (Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine)
  3. Rich et al. 2017: Pfefferminz-Kümmelöl-Kapseln bei funktioneller Dyspepsie, randomisierte Studie (Neurogastroenterology & Motility)
  4. Andresen et al. 2024: Pflanzliches Kombinationsmittel STW 5-II bei funktioneller Dyspepsie, Meta-Analyse (Digestion)
  5. Malfertheiner et al. 2022: Maastricht-VI-Konsens zu Helicobacter pylori (Gut)
  6. Kang et al. 2019: Helicobacter-Behandlung bei funktioneller Dyspepsie, Meta-Analyse von 18 Studien (Journal of Clinical Medicine)
  7. Talley et al. 2015: Amitriptylin und Escitalopram bei funktioneller Dyspepsie, randomisierte Studie (Gastroenterology)
  8. Stanghellini et al. 2016: Rom-IV-Kriterien für Magen und Zwölffingerdarm (Gastroenterology)
  9. Ballou et al. 2023: Blähbauch weltweit, Rom Foundation Global Epidemiology Study (Gastroenterology)

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