Autoimmunerkrankungen und Darm: Hashimoto, Vitiligo, Typ-1-Diabetes und Co.
Wenn das Immunsystem den eigenen Körper angreift, ist der Darm oft beteiligt – als Ort, an dem das Immunsystem lernt, als Mitbetroffener und vielleicht als Mitauslöser. Was davon gesichert ist, was bisher nur an Mäusen gezeigt wurde und was Betroffene konkret tun können.
Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Gut belegt ist, dass Autoimmunerkrankungen gehäuft gemeinsam auftreten, etwa Zöliakie mit Hashimoto oder Typ-1-Diabetes, und dass manche davon die Verdauung direkt stören. Dass eine veränderte Darmflora Autoimmunerkrankungen mit auslöst, ist an Mäusen gut gezeigt, beim Menschen aber bisher nur ein Zusammenhang: Die Studien sind meist klein, Momentaufnahmen und widersprechen sich teils.
Ursache oder Folge? Grundursache 3 von 5:Ursache und Folge
Eine Autoimmunerkrankung steht oft am Anfang einer Kette: Sie kann Magensäure, Darmtempo und die Aufnahme von Nährstoffen und Medikamenten stören. Ob umgekehrt eine veränderte Darmflora Autoimmunerkrankungen mit auslöst, ist beim Menschen nicht geklärt.
Gesunder Zustand
Das Immunsystem muss zwei Dinge zugleich können: Fremdes angreifen und Eigenes in Ruhe lassen. Dafür gibt es zwei Sicherungen. Schon beim Heranreifen werden Abwehrzellen aussortiert, die stark auf körpereigene Stoffe reagieren. Ein paar rutschen immer durch, und die hält eine zweite Sicherung in Schach: regulatorische T-Zellen, kurz Tregs, die als Bremse wirken. Dieses Gleichgewicht heißt Toleranz.
Bei einer Autoimmunerkrankung Eine Erkrankung, bei der das Immunsystem körpereigenes Gewebe angreift, etwa die Schilddrüse bei Hashimoto oder die Pigmentzellen bei Vitiligo. reißt die Toleranz an einer Stelle. Bei Hashimoto greift das Immunsystem die Schilddrüse an, bei der Autoimmungastritis die säurebildenden Zellen des Magens, bei Typ-1-Diabetes die insulinbildenden Zellen der Bauchspeicheldrüse, bei Vitiligo die Pigmentzellen der Haut, bei rheumatoider Arthritis die Gelenkinnenhaut und bei Multipler Sklerose die Hüllen der Nervenfasern. Zusammen sind Autoimmunerkrankungen häufig: In einer Auswertung von 22 Millionen Menschen in Großbritannien hatte etwa jeder Zehnte eine, knapp zwei Drittel der Neuerkrankten waren Frauen. Und sie treten gehäuft gemeinsam auf: Wer eine hat, bekommt öfter eine zweite.
Der Darm ist dabei kein Nebenschauplatz. Nirgends trifft das Immunsystem auf so viel Fremdes wie hier: Nahrung und Billionen Bakterien. Ein großer Teil der Abwehrzellen sitzt deshalb in der Darmwand, und hier lernen sie, was harmlos ist (siehe Kapitel „Immunsystem und Entzündung“). Bestimmte Bakterien helfen dabei, etwa indem sie Ballaststoffe zu Butyrat Eine kurzkettige Fettsäure und die wichtigste Energiequelle der Zellen der Dickdarmwand. Sie stärkt die Barriere und dämpft Entzündungen. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“ vergären, das die Bildung von Tregs fördert. Andere locken eher entzündungsfreudige Abwehrzellen an. Eine intakte Schleimschicht Eine Gelschicht aus Muzinen auf der Darmwand, die Bakterien auf Abstand hält. Im Dickdarm ist die innere Schicht fast keimfrei. Mehr im Kapitel „Die Schleimschicht und Zusatzstoffe“, IgA (sekretorisches IgA) Antikörper der Schleimhäute. Er wird in großer Menge in den Darm abgegeben und hält dort Keime im Schleim fest, ohne Entzündung auszulösen. Mehr im Kapitel „IgA: der Antikörper, der den Darm sauber hält, und was Vitamin A, D und Omega-3 damit zu tun haben“ und eine dichte Darmwand halten die Bakterien auf Abstand.
Autoimmunerkrankungen entstehen meist aus zwei Zutaten: einer erblichen Neigung, oft über bestimmte Gewebemerkmale (HLA), und Auslösern aus der Umwelt. Bei der Zöliakie Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Sie wird mit einem Bluttest und meist einer Gewebeprobe festgestellt, solange man noch Gluten isst. Mehr im Kapitel „Laktose, Fruktose, Gluten: Unverträglichkeiten richtig einordnen“ ist der Auslöser bekannt: Gluten. Bei den meisten anderen ist er unbekannt. Infekte, Rauchen, Hormone und eben die Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ werden als Mitspieler untersucht.
Zwischen Darm und Autoimmunerkrankungen gibt es drei Arten von Verbindungen, die man auseinanderhalten sollte. Erstens eine gemeinsame Wurzel: Dieselben Gene machen anfällig für mehrere Erkrankungen, deshalb ist Zöliakie bei Hashimoto und Typ-1-Diabetes häufiger. Zweitens trifft die Autoimmunerkrankung selbst die Verdauung, etwa wenn der Magen keine Säure mehr bildet oder eine Unterfunktion der Schilddrüse den Darm bremst. Drittens könnte die Darmflora die Erkrankung mit anstoßen. Die ersten beiden sind gut belegt, die dritte ist die spannendste, aber am wenigsten gesicherte.
Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen
Bei fast jeder Autoimmunerkrankung haben Forschende eine veränderte Darmflora gefunden. Das Problem: Die meisten Studien sind Momentaufnahmen. Medikamente, eine veränderte Ernährung und die Entzündung selbst verändern die Flora ebenfalls, Ursache und Folge sind schwer zu trennen. Die bisher größte Studie zur Multiplen Sklerose verglich deshalb 576 Erkrankte mit Mitbewohnern ohne MS, die dieselbe Küche teilen. Bei MS fanden sich unter anderem weniger Faecalibacterium und mehr Akkermansia Ein Darmbakterium, das vom Schleim der Darmwand lebt und dessen Erneuerung anregt. Viel davon geht in Studien oft mit gutem Stoffwechsel einher. Mehr im Kapitel „Die Schleimschicht und Zusatzstoffe“, ein Bakterium, das sonst als „gut“ gilt. Das zeigt, dass es keine einfache Liste guter und schlechter Bakterien gibt.
Mehr als einen Zusammenhang zeigen Tierversuche. Forschende übertrugen den Stuhl von eineiigen Zwillingen, von denen nur einer MS hatte, auf Mäuse mit erblicher Neigung zu Hirnentzündung. Mit dem Stuhl des erkrankten Zwillings erkrankten die Mäuse häufiger. Wie Bakterien das Immunsystem fehlleiten könnten, ist an mehreren Wegen gezeigt. Bei der Molekulare Mimikry Ein Bakterium oder Virus trägt ein Eiweiß, das einem körpereigenen ähnelt. Abwehrzellen, die den Erreger bekämpfen, können dann versehentlich auch das eigene Gewebe angreifen. tragen Bakterien Eiweiße, die körpereigenen ähneln. Manche Haut-, Mund- und Darmbakterien bilden ein Gegenstück zu Ro60, gegen das sich bei Lupus Antikörper richten, und Abwehrzellen von Lupus-Kranken reagierten auf diese Bakterien. Ein anderer Weg ist das Auswandern: Bei Mäusen gelangte das Darmbakterium Enterococcus gallinarum durch eine undichte Darmwand bis in die Leber und trieb dort Autoimmunität an. Sein Erbgut fand sich auch in Leberproben von Menschen mit Autoimmunerkrankungen.
Hashimoto ist die häufigste Autoimmunerkrankung der Schilddrüse. Eine Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. aus 8 kleinen Studien fand bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse weniger Bifidobakterien und Laktobazillen und mehr Bacteroides fragilis. Die Ergebnisse sind uneinheitlich und sagen nichts über die Ursache. Gesichert sind dagegen zwei andere Verbindungen. Zöliakie ist häufiger: In einer Meta-Analyse mit über 6000 Menschen mit Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse hatte etwa einer von 62 eine durch Gewebeprobe gesicherte Zöliakie, bei Kindern sogar gut 6 Prozent. Und eine Unterfunktion bremst den Darm: Verstopfung ist häufig, und in einer italienischen Studie mit 50 Menschen mit Unterfunktion durch Hashimoto war eine Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) Zu viele Bakterien im Dünndarm, wo normalerweise wenige leben. Typisch sind Blähbauch und Durchfall, nachgewiesen wird sie meist mit einem Atemtest. Mehr im Kapitel „Wenn der Dünndarm zu dicht besiedelt ist“ häufiger als bei Gesunden. Nach einer Behandlung mit Antibiotikum besserten sich Blähungen, die Schilddrüsenwerte blieben unverändert.
Wer Schilddrüsenhormon als Tablette nimmt, ist auf den Darm angewiesen. Das Hormon wird im Dünndarm aufgenommen, und die Tablette löst sich nur bei genug Magensäure gut auf. Eine unbehandelte Zöliakie, eine Autoimmun- oder Helicobacter-Gastritis, eine Laktoseintoleranz, Säureblocker und Kaffee kurz nach der Einnahme senken die Aufnahme. Bei Gastritis brauchten Betroffene in Studien rund ein Viertel bis ein Drittel mehr Hormon. Steigt die nötige Dosis ohne erkennbaren Grund, lohnt deshalb ein Blick auf den Darm.
Die Autoimmungastritis ist eine stille Erkrankung, die oft jahrelang übersehen wird. Das Immunsystem zerstört die Belegzellen der Magenschleimhaut. Sie bilden die Magensäure und den Intrinsic Factor, den der Körper braucht, um Vitamin B12 aufzunehmen. Ohne Säure wird zudem Eisen schlechter aufgenommen, ein Eisenmangel zeigt sich oft Jahre vor dem B12-Mangel. Weniger Säure heißt auch: Mehr Keime gelangen lebend in den Dünndarm (siehe Kapitel „Magensäure, Galle und Enzyme“). Die Erkrankung tritt gehäuft mit anderen auf. In einer Studie hatten 36 Prozent der Betroffenen auch eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, und bei Typ-1-Diabetes ist sie etwa fünfmal so häufig wie bei anderen. Weil das Risiko für bestimmte Magentumoren steigt, empfehlen Fachgesellschaften nach der Diagnose regelmäßige Magenspiegelungen, etwa alle drei bis fünf Jahre.
Bei Typ-1-Diabetes sind weitere Autoimmunerkrankungen so häufig, dass Fachleute gezielt danach suchen. Eine Meta-Analyse aus 180 Studien mit fast 300.000 Menschen fand bei 4,5 Prozent eine Zöliakie und bei knapp 10 Prozent eine Schilddrüsenunterfunktion. Zur Rolle der Darmflora gibt es eine der sorgfältigsten Studien überhaupt: TEDDY untersuchte über 10.000 Stuhlproben von 783 Kindern, monatlich ab dem dritten Lebensmonat. Kinder, die gesund blieben, hatten mehr Bakteriengene für die Vergärung von Ballaststoffen zu Kurzkettige Fettsäuren Säuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie nähren die Darmwand und wirken im ganzen Körper. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“. Eine einzelne Bakterienart als Auslöser fand sich nicht. Über Jahre schlecht eingestellter Zucker kann zudem die Magennerven schädigen (siehe Kapitel „ Gastroparese Verzögerte Magenentleerung ohne mechanisches Hindernis, mit Übelkeit, Erbrechen, frühem Sattsein und Völlegefühl. Mehr im Kapitel „Gastroparese: wenn der Magen sich zu langsam leert““).
Bei Vitiligo verliert die Haut fleckig ihr Pigment, weil Abwehrzellen die Pigmentzellen angreifen. Schilddrüsenerkrankungen, vor allem eine Unterfunktion, sind dabei deutlich häufiger. Zur Darmflora gibt es erst wenige kleine Studien, meist mit 20 bis 30 Erkrankten. Eine systematische Übersicht von 2025 fand nur 6 Studien, und die widersprechen sich: Mal war die Vielfalt im Darm geringer, mal höher. Bei Mäusen mit Neigung zu Vitiligo verschob das Antibiotikum Ampicillin die Darmflora und verstärkte den Pigmentverlust, ein anderes Antibiotikum tat das nicht. Ob das auf Menschen übertragbar ist, ist offen.
Bei rheumatischen Erkrankungen gibt es einige der deutlichsten Spuren. Bei frisch erkrankten, noch unbehandelten Menschen mit rheumatoider Arthritis fanden Forschende auffällig oft viel Prevotella copri im Darm. Bei Morbus Bechterew und verwandten Formen (Spondyloarthritis) zeigte sich in Darmspiegelungen bei fast der Hälfte eine Entzündung der Darmschleimhaut, die nur unter dem Mikroskop sichtbar war. Umgekehrt sind Gelenkentzündungen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa häufig. Darm und Gelenke teilen sich hier offenbar einen Teil der Entzündung.
Bei Lupus erlebten in einer kleinen Studie, die 16 Frauen über Jahre begleitete, mehrere vor und während eines Schubs eine sprunghafte Vermehrung von Ruminococcus gnavus im Darm, besonders bei Nierenbeteiligung. Beim kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) gibt es Fallberichte: Zwei Menschen, die wegen einer Darminfektion eine Stuhltransplantation Übertragung aufbereiteten Stuhls einer gesunden Person, um die Darmflora wiederherzustellen. Gut belegt bei wiederkehrender C.-difficile-Infektion. Mehr im Kapitel „Nach Antibiotika: C. difficile und die Stuhltransplantation“ bekamen, bekamen danach wieder Haare. Das sind Einzelfälle, Studien dazu laufen.
Ein verbreitetes Missverständnis: dass ein „Leaky Gut“ die gemeinsame Ursache aller Autoimmunerkrankungen sei und sich mit einer Kur abdichten lasse. Eine durchlässigere Darmwand ist bei Zöliakie und Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Sammelbegriff für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: dauerhafte, in Schüben verlaufende Entzündungen des Darms, die ärztlich behandelt werden müssen. Mehr im Kapitel „Immunsystem und Entzündung“ gut belegt, bei Lupus-Mäusen auch. Als allgemeiner Auslöser beim Menschen ist sie nicht gezeigt, und Tests wie Zonulin im Stuhl sind unzuverlässig (siehe Kapitel „Die Darmbarriere“). Ehrlich gesagt: Eine Autoimmunerkrankung über die Darmflora zu heilen, ist bisher bei keiner Erkrankung gelungen.
Woher es kommt und wohin es führt
Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.
Mögliche Ursachen. Darmimmunsystem, Wenig Vielfalt, Erstes Mikrobiom, Antibiotika, Medikamente, Säureblocker (PPI). Mögliche Folgen. Gastroparese, Verstopfung, Schwache Verdauung, Nährstoffmangel, SIBO, Schwache Reinigungswelle, Essensangst, Blähungen, Divertikel & Hämorrhoiden, Bauchschmerzen, Durchfall, Brain Fog & Erschöpfung, Methan & H₂S, Undichte Barriere, Wenig DAO, Histamin, Unverträglichkeit
- Mögliche Ursachen
- Dieses Problem
- Mögliche Folgen
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Zusammenhänge, keine Gewissheit: Eine Verbindung heißt „kann“, nicht „muss“. Was auf dich zutrifft, klärt das Gespräch mit Ärztin oder Arzt.
Was oft hilft
Lebensstil
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.
- Vielfältig und ballaststoffreich essen Eine Darmflora, die Ballaststoffe zu kurzkettigen Fettsäuren vergärt, fördert die bremsenden Tregs. Viele verschiedene Pflanzen, Hülsenfrüchte und Vollkorn sind dafür die einfachste Grundlage. Dass das Autoimmunerkrankungen verhindert oder bessert, ist nicht bewiesen, schadet aber nicht. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
- Glutenfrei erst nach dem Zöliakietest Bei Hashimoto oder Typ-1-Diabetes zuerst auf Zöliakie testen lassen, solange du noch Gluten isst. Ohne Zöliakie senkte glutenfreie Kost in vier kleinen Studien mit zusammen 87 Frauen die Schilddrüsen-Antikörper nicht sicher. Ein befristeter Versuch ist möglich, wenn du dich damit besser fühlst, aber er ist kein Muss. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4]
- Strenge Diäten wie das Autoimmun-Protokoll nur befristet Beim Autoimmun-Protokoll (AIP) fällt sehr vieles weg, danach wird schrittweise wieder eingeführt. In einer kleinen Studie mit Hashimoto-Patientinnen ohne Vergleichsgruppe besserte sich die Lebensqualität, die Antikörper nicht. Wer es versucht, sollte es mit einem festen Ende planen, am besten begleitet von einer Ernährungsfachkraft, damit keine Mängel entstehen (siehe Kapitel „SCD, GAPS und Autoimmun-Protokoll“). Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5][6]
- Schilddrüsentablette richtig einnehmen Die Tablette nüchtern mit Wasser nehmen und mit Kaffee, Frühstück, Eisen- oder Kalziumpräparaten Abstand halten, am besten jeden Tag gleich. Wer dauerhaft Säureblocker nimmt, sollte das im Blick behalten, denn ohne Säure löst sich die Tablette schlechter. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7]
Natürliche Supplemente
Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- Vitamin D: ein kleiner Schutz, belegt ab 50 In der großen VITAL-Studie mit fast 26.000 Männern ab 50 und Frauen ab 55 Jahren bekamen mit Vitamin D 22 Prozent weniger eine neue Autoimmunerkrankung als mit Placebo. Das Ergebnis war knapp signifikant, Omega-3 allein half nicht deutlich. Einen Mangel auszugleichen ist sinnvoll, hohe Dosen ohne Blutwert dagegen nicht. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8]
- Selen bei Hashimoto: senkt Antikörper, Nutzen fürs Befinden offen Eine Meta-Analyse von 32 randomisierten Studien fand, dass Selen die TPO-Antikörper senkt und bei Menschen ohne Hormontabletten auch den TSH-Wert leicht. Ob man sich damit besser fühlt, war uneinheitlich, und ob niedrigere Antikörper den Verlauf ändern, ist nicht gezeigt. Zu viel Selen schadet, deshalb nicht dauerhaft hoch dosieren und mit der Ärztin oder dem Arzt absprechen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9]
- Probiotika: noch kein Beleg gegen Autoimmunerkrankungen Die Forschung sucht nach Bakterien, die das Immunsystem bremsen. Eine Kapsel, die nachweislich eine Autoimmunerkrankung verhindert oder bessert, gibt es bisher nicht. Wer Probiotika aus anderen Gründen nimmt, kann das tun, sollte aber keine Wirkung auf die Autoimmunerkrankung erwarten. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][10]
Medizinische Eingriffe
Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.
- Bei Hashimoto oder Typ-1-Diabetes an Zöliakie denken Zöliakie ist bei beiden deutlich häufiger und macht oft kaum Beschwerden. Ein Bluttest auf Gewebstransglutaminase-Antikörper, solange du Gluten isst, klärt das. Auch Eisenmangel, Blähungen, Durchfall oder eine schwankende Einstellung der Hormone sind Gründe dafür. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][11][12]
- Den Magen mitdenken: Autoimmungastritis Bei Hashimoto, Typ-1-Diabetes, Vitamin-B12- oder Eisenmangel ohne klaren Grund kann eine Autoimmungastritis dahinterstecken. Hinweise geben Antikörper gegen Belegzellen und Intrinsic Factor im Blut, gesichert wird sie mit einer Magenspiegelung. Danach braucht es meist dauerhaft Vitamin B12 und regelmäßige Kontrollen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [13][14]
- Darmbeschwerden bei Rheuma oder Morbus Bechterew abklären Bei Spondyloarthritis ist die Darmschleimhaut oft unbemerkt entzündet, und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen sind häufiger. Wer dazu Bauchschmerzen, Durchfall oder Blut im Stuhl hat, sollte das ansprechen. Ein Stuhltest auf Calprotectin ist ein einfacher erster Schritt. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [15][16]
- Stuhltransplantation nur in Studien In einer kleinen randomisierten Studie mit 20 jungen Erwachsenen mit frischem Typ-1-Diabetes blieb die eigene Insulinbildung nach einer Transplantation des eigenen Stuhls besser erhalten als mit Spenderstuhl, ein unerwartetes Ergebnis. Bei Haarausfall gibt es Fallberichte. Eine Behandlung ist das bei keiner Autoimmunerkrankung, und Stuhltransplantationen in Eigenregie sind gefährlich. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [17][18][19]
Aus der Community: Was Betroffene berichten
Erfahrungen und Tipps von Betroffenen, die immer wieder auftauchen, für die es aber noch keine aussagekräftigen Studien gibt. Sie sind ausdrücklich kein Beleg.
Glutenfrei bei Hashimoto, auch ohne Zöliakie
In Hashimoto-Foren ist kaum ein Thema so beständig wie die Frage, ob man glutenfrei essen sollte. Viele berichten, sie hätten sich ohne Gluten weniger aufgebläht, wacher und klarer im Kopf gefühlt, manche auch von sinkenden Antikörpern. Fast ebenso viele schreiben, es habe sich nichts verändert, und sie äßen wieder Gluten. Wiederkehrend ist die Frage, ob der Effekt vom Gluten kommt oder davon, dass man insgesamt weniger Fertigessen und Zucker isst. Mehrfach wird erzählt, eine Zöliakie sei erst nach Jahren entdeckt worden – ein Grund, vor dem Weglassen zu testen.
Selen und Paranüsse
Viele berichten, ihre Ärztin oder ihr Arzt habe Selen empfohlen; manche erzählen von deutlich gesunkenen Antikörpern, andere von keiner spürbaren Veränderung. Oft wird darüber gestritten, ob Selen bei normalem Blutwert überhaupt sinnvoll ist. Einige ersetzen Kapseln durch Paranüsse. Immer wieder tauchen Berichte über Beschwerden durch zu viel Selen auf, etwa durch Kapseln und Nüsse zugleich. Selen hat einen engen Spielraum zwischen genug und zu viel; die Menge in Paranüssen schwankt stark.
Vitiligo und Ernährung
In Vitiligo-Foren fragen viele, ob eine Ernährungsumstellung helfen kann, am häufigsten glutenfrei, ohne Milch oder ohne Zucker. Die meisten Berichte fallen ernüchternd aus: Viele haben verschiedene Diäten ausprobiert, ohne dass sich die Flecken veränderten, manche fühlten sich insgesamt besser. Wiederkehrend ist der Rat aus der Community selbst, früh in die Hautarztpraxis zu gehen, weil die Behandlung im frühen Stadium mehr bewirkt. Vor teuren Wundermitteln und strengen Kuren wird ebenfalls gewarnt.
Erfahrungsberichte können täuschen: Was vielen hilft, kann Placebo sein, und was einem hilft, kann anderen schaden. Nimm sie als Anregung für Fragen an Ärztin, Arzt oder Apotheke – nicht als Anleitung.
Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig
So bewerten wir die Studienlage
- Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
- Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
- Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
- Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
- Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
- Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
- Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
- Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
- Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
- Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Quellen
- Vatanen et al. 2018: Darmflora von 783 Kindern vor Typ-1-Diabetes, TEDDY-Studie (Nature)
- iMSMS (Zhou et al.) 2022: Darmflora von 576 Menschen mit Multipler Sklerose und Mitbewohnern ohne MS (Cell)
- Roy et al. 2016: Zöliakie bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Meta-Analyse mit 6024 Personen (Thyroid)
- Piticchio et al. 2023: Glutenfreie Kost bei Hashimoto ohne Zöliakie, Meta-Analyse von 4 Studien mit 87 Frauen (Frontiers in Endocrinology)
- Abbott et al. 2019: Autoimmun-Protokoll bei Hashimoto, 17 Frauen ohne Vergleichsgruppe (Cureus)
- Konijeti et al. 2017: Autoimmun-Protokoll bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, 15 Personen (Inflammatory Bowel Diseases)
- Fallahi et al. 2021: Schilddrüsenhormon-Tabletten bei Erkrankungen, die die Aufnahme im Darm stören, Übersicht (Frontiers in Endocrinology)
- Hahn et al. 2022: VITAL-Studie, Vitamin D und Omega-3 gegen neue Autoimmunerkrankungen, randomisiert, 25.871 Personen (BMJ)
- Huwiler et al. 2024: Selen bei Hashimoto, Meta-Analyse von 32 randomisierten Studien (Thyroid)
- Osman et al. 2025: Vitiligo und die Flora von Darm und Haut, systematische Übersicht (Archives of Dermatological Research)
- Nederstigt et al. 2019: Weitere Autoimmunerkrankungen bei Typ-1-Diabetes, Meta-Analyse mit 293.889 Personen (European Journal of Endocrinology)
- Rubio-Tapia et al. 2023: ACG-Leitlinie Zöliakie (American Journal of Gastroenterology)
- Shah et al. 2021: AGA-Expertenempfehlung zu Diagnose und Behandlung der atrophischen Gastritis (Gastroenterology)
- Castellana et al. 2024: Autoimmune Gastritis, klinische Übersicht (Cancers)
- Van Praet et al. 2013: Unsichtbare Darmentzündung bei axialer Spondyloarthritis, 65 Darmspiegelungen (Annals of the Rheumatic Diseases)
- Harbord et al. 2016: Europäischer Konsens zu Begleiterkrankungen außerhalb des Darms bei CED, ECCO (Journal of Crohn's and Colitis)
- de Groot et al. 2020: Stuhltransplantation bei frisch entdecktem Typ-1-Diabetes, randomisiert, 20 Personen (Gut)
- Rebello et al. 2017: Haarwuchs bei zwei Menschen mit kreisrundem Haarausfall nach Stuhltransplantation, Fallbericht (ACG Case Reports Journal)
- Studienregister NCT04238091, 2020: Stuhltransplantation bei kreisrundem Haarausfall
- Conrad et al. 2023: Häufigkeit und gemeinsames Auftreten von 19 Autoimmunerkrankungen, 22 Millionen Menschen in Großbritannien (The Lancet)
- Berer et al. 2017: Darmflora von MS-Zwillingen löst in Mäusen häufiger Hirnentzündung aus (PNAS)
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- Manfredo Vieira et al. 2018: Ein Darmbakterium wandert aus und treibt Autoimmunität an, Mäuse und Leberproben von Menschen (Science)
- Azzouz et al. 2023: Darmflora über die Zeit und Blüten von Ruminococcus gnavus bei Lupus-Schüben (Annals of the Rheumatic Diseases)
- Scher et al. 2013: Mehr Prevotella copri im Darm bei frisch erkrankter, unbehandelter rheumatoider Arthritis (eLife)
- Gong et al. 2021: Darmflora bei Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse, Meta-Analyse (Frontiers in Endocrinology)
- Lauritano et al. 2007: Schilddrüsenunterfunktion und Dünndarmfehlbesiedlung, 50 Personen (Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism)
- Yuan et al. 2019: Schilddrüsenerkrankungen bei Vitiligo, Meta-Analyse von 77 Studien (Frontiers in Endocrinology)
- Ni et al. 2020: Darmflora und Blutwerte bei 30 Menschen mit Vitiligo (Frontiers in Microbiology)
- Bzioueche et al. 2021: Haut- und Darmflora bei Vitiligo im Vergleich (Journal of Investigative Dermatology)
- Dellacecca et al. 2020: Antibiotika verschieben die Darmflora und fördern Vitiligo bei Mäusen (Journal of Investigative Dermatology)
- Ajamian et al. 2019: Serum-Zonulin als Barriere-Marker, „vielleicht nicht, was es scheint“ (PLoS One)
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