Opportunistische Pathogene

Darm und Krebs: was die Darmflora schützt, was schadet und warum sie bei der Krebstherapie mitspielt

Ballaststoffe und ihre Bakterien schützen vor Darmkrebs, manche Bakterien schädigen dagegen das Erbgut. Warum Darmkrebs bei Menschen unter 50 zunimmt, welche Erreger im Tumor mitreisen, was Helicobacter mit Magenkrebs zu tun hat und warum die Darmflora mitentscheidet, ob eine Immuntherapie wirkt.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend

Gut belegt sind der Nutzen von Vorsorgespiegelungen, der Zusammenhang von Ballaststoffen und verarbeitetem Fleisch mit Darmkrebs und der von Helicobacter mit Magenkrebs. Dass bestimmte Bakterien das Erbgut der Darmzellen schädigen, ist im Labor klar gezeigt, ihr Anteil an menschlichen Krebsfällen aber noch offen. Die Rolle der Darmflora bei der Immuntherapie stützt sich auf Tierversuche, Beobachtungen und kleine Studien.

Ursache oder Folge? Grundursache 2 von 5:Eher Folge

Darmkrebs ist meist das Ende einer langen Kette aus Veranlagung, Ernährung, Entzündung und Darmflora, selten ihr Anfang. Er kann aber selbst Folgen haben, etwa Eisenmangel durch unbemerkte Blutungen.

Gesunder Zustand

Die Schleimhaut des Darms erneuert sich alle paar Tage vollständig. Dafür teilen sich Stammzellen tief in den Einbuchtungen der Darmwand ständig. Bei jeder Teilung kann ein Fehler im Erbgut entstehen, und meist repariert oder entfernt der Körper die betroffene Zelle. Häufen sich über Jahre bestimmte Fehler, kann ein Polyp entstehen und daraus sehr langsam Darmkrebs. Weil das so lange dauert, lässt sich Darmkrebs durch Vorsorgespiegelungen oft verhindern: Polypen werden dabei einfach entfernt.

Was im Dickdarm ankommt, prägt die Umgebung dieser Zellen. Ballaststoffe werden von Bakterien zu Kurzkettige Fettsäuren Säuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie nähren die Darmwand und wirken im ganzen Körper. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“ vergoren, vor allem zu Butyrat Eine kurzkettige Fettsäure und die wichtigste Energiequelle der Zellen der Dickdarmwand. Sie stärkt die Barriere und dämpft Entzündungen. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“. Gesunde Darmzellen nutzen Butyrat als Hauptbrennstoff, es dichtet die Wand ab und beruhigt das Immunsystem. Eine große Auswertung von 185 Beobachtungsstudien fand bei Menschen, die am meisten Ballaststoffe aßen, ein um 15 bis 30 Prozent niedrigeres Risiko für Darmkrebs und andere chronische Krankheiten. Am deutlichsten war der Nutzen ab 25 bis 29 Gramm am Tag.

Wie schnell die Ernährung das Darmmilieu verändert, zeigte ein Tauschversuch. Darmkrebs ist bei Afroamerikanern mehr als zehnmal so häufig wie bei Menschen im ländlichen Südafrika. Für zwei Wochen aßen Afroamerikaner eine ballaststoffreiche, fettarme afrikanische Kost und Südafrikaner eine fettreiche, ballaststoffarme westliche. Die Werte drehten sich fast spiegelbildlich: Bei den Afroamerikanern stieg die Butyratbildung, und es entstanden weniger sekundäre Gallensäuren Von der Leber gebildete Stoffe, die Fett verdaulich machen. Etwa 95 Prozent werden im letzten Dünndarmabschnitt zurückgeholt, Darmbakterien wandeln den Rest um. Mehr im Kapitel „Gallensäuren: wenn Galle Durchfall macht“, die die Schleimhaut reizen. Auch Marker für das Zellwachstum in der Schleimhaut sanken.

Die Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ trainiert außerdem das Immunsystem, das auch Krebszellen erkennen und bekämpfen kann. Das zeigt sich bei der Immuntherapie mit sogenannten Checkpoint-Hemmern, die die Bremse der Abwehrzellen lösen. Ob sie wirken, hing in mehreren Studien mit der Darmflora zusammen. Bei 128 Menschen mit schwarzem Hautkrebs lebten diejenigen, die viele Ballaststoffe aßen, länger ohne Fortschreiten der Krankheit, am deutlichsten, wenn sie keine Probiotika Lebende Mikroorganismen, die in ausreichender Menge einen Nutzen haben sollen. Die Wirkung hängt vom einzelnen Stamm ab. Mehr im Kapitel „Fermentierte Lebensmittel richtig nutzen“ nahmen.

BallaststoffeButyratZellen erneuern sichAbwehr wachsam
Ballaststoffe werden von Bakterien zu Butyrat vergoren. Es versorgt die Darmzellen, die sich geordnet erneuern.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Auffällig ist, dass er bei Menschen unter 50 zunimmt: In vielen Ländern hat sich die Zahl in den letzten zwei Jahrzehnten verdoppelt. Warum, ist nicht geklärt. Diskutiert werden Ernährung, Übergewicht, Antibiotika und die Darmflora in der Kindheit.

Eine heiße Spur führt zu Bakterien. Manche Stämme von Escherichia coli tragen eine Gengruppe namens pks und bilden damit Colibactin, einen Stoff, der das Erbgut schädigt. Als Forschende künstlich gezüchtete Mini-Därme fünf Monate lang solchen Bakterien aussetzten, hinterließen sie ein typisches Muster an Erbgutfehlern. Genau dieses Muster fand sich in einem Teil von fast 6 000 menschlichen Krebsgenomen, vor allem bei Darmkrebs. Eine Untersuchung von 981 Darmkrebs-Genomen aus 11 Ländern fand das Colibactin-Muster bei Menschen, die vor 40 erkrankten, 3,3-mal häufiger als bei über 70-Jährigen. Es war früh in der Krebsentstehung entstanden. Die Forschenden vermuten deshalb, dass ein Kontakt mit diesen Bakterien in der Kindheit zum Anstieg bei Jüngeren beiträgt. Bewiesen ist das nicht.

Ein zweiter Verdächtiger ist Fusobacterium nucleatum, ein Bakterium aus dem Mund, das in Darmtumoren besonders häufig vorkommt. Es reist sogar mit in Tochtergeschwülste in der Leber. Im Tumor fanden sich dieselben Stämme wie im Mund derselben Person. Bei Mäusen mit menschlichem Darmkrebs senkte ein Antibiotikum die Fusobakterien und bremste das Tumorwachstum. Ob Fusobakterien Krebs auslösen oder sich nur im Tumor wohlfühlen, ist offen. Ein Test im Speichel taugt laut einer Meta-Analyse Eine Auswertung, die die Ergebnisse mehrerer Studien zusammenrechnet. Sie ist nur so gut wie die Studien, die sie einschließt. nicht, um Darmkrebs zu erkennen.

Ein drittes Bakterium ist für die Praxis wichtig: Streptococcus gallolyticus. Gelangt es ins Blut, etwa bei einer Herzklappenentzündung, hatten in Untersuchungen rund 60 Prozent der Betroffenen gleichzeitig einen Polypen oder Darmkrebs. Ein solcher Befund ist deshalb ein Grund für eine Darmspiegelung.

Fleisch und Fett wirken über mehrere Wege. Die Krebsforschungsagentur der WHO stuft verarbeitetes Fleisch wie Wurst und Schinken als krebserregend ein, rotes Fleisch als wahrscheinlich krebserregend. Pro 50 Gramm verarbeitetem Fleisch am Tag steigt das Darmkrebsrisiko um etwa 18 Prozent. Fettreiche Kost regt zudem die Gallenausschüttung an. Darmbakterien machen aus den Gallensäuren sekundäre Gallensäuren wie Deoxycholsäure, die die Schleimhaut reizen und in Versuchen das Zellwachstum anregen.

Dauerhafte Entzündung erhöht ebenfalls das Risiko. Bei Colitis ulcerosa liegt das Darmkrebsrisiko rund zwei Drittel über dem der übrigen Bevölkerung. Im Magen ist Helicobacter pylori der wichtigste Auslöser von Magenkrebs. In sechs Randomisierte Studie Eine Studie, in der das Los entscheidet, wer die Behandlung bekommt und wer zum Vergleich nicht. Das macht Ergebnisse besonders verlässlich. , überwiegend aus Asien, senkte die Behandlung gegen Helicobacter das Magenkrebsrisiko gesunder Infizierter um rund ein Drittel.

Bei der Krebstherapie kann eine gestörte Darmflora die Wirkung schwächen. Menschen, die rund um den Beginn einer Immuntherapie Antibiotika bekamen, sprachen in einer Studie schlechter an. Wurde Stuhl von Patienten, bei denen die Therapie wirkte, in keimfreie Mäuse übertragen, wirkte sie auch dort besser, mit Stuhl von Nichtansprechern nicht. In einer ersten Studie am Menschen sprachen 6 von 15 Menschen mit schwarzem Hautkrebs, bei denen die Immuntherapie versagt hatte, nach einer Stuhlübertragung von Patienten mit gutem Ansprechen wieder darauf an.

Umgekehrt trifft die Krebstherapie den Darm. Chemotherapie und Bestrahlung im Becken verursachen bei 50 bis 80 Prozent der Behandelten Durchfall, weil sie die sich schnell teilenden Zellen der Darmschleimhaut mit treffen. Das kann zu Flüssigkeits- und Nährstoffverlust und zu Pausen in der Behandlung führen.

Wurst, FettGallensäurenColibactinPolypErbgut geschädigtüber Jahre
Wenig Ballaststoffe, viel Wurst und Fett: Es entstehen reizende Gallensäuren, manche Bakterien schädigen das Erbgut, und aus einem Polypen kann über Jahre Krebs werden.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. Crohn & Colitis, Darmimmunsystem, Antibiotika, Wenig Vielfalt, Erstes Mikrobiom. Mögliche Folgen. Nährstoffmangel, Brain Fog & Erschöpfung

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  • Mögliche Folgen

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Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Ballaststoffe als täglicher Schutz 25 bis 30 Gramm Ballaststoffe am Tag, aus Vollkorn, Hülsenfrüchten, Gemüse, Obst und Nüssen, gingen in Studien mit dem niedrigsten Darmkrebsrisiko einher. Sie füttern die Butyratbildner und senken die Menge reizender Gallensäuren im Dickdarm. Bei empfindlichem Darm langsam steigern. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Wurst und Schinken selten Verarbeitetes Fleisch erhöht das Darmkrebsrisiko nachweislich, rotes Fleisch wahrscheinlich. Es muss nicht ganz wegfallen, aber eher als Ausnahme als täglich. Hülsenfrüchte, Fisch oder Geflügel sind gute Alternativen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
  • Während einer Immuntherapie: ballaststoffreich, wenn es geht In einer Beobachtungsstudie lebten Menschen unter Immuntherapie mit ballaststoffreicher Ernährung länger ohne Fortschreiten des Krebses. Bewiesen ist das noch nicht, aber eine ballaststoffreiche Kost ist auch sonst gesund. Bei Beschwerden durch die Therapie die Ernährung mit dem Behandlungsteam abstimmen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Probiotika bei Immuntherapie nur nach Absprache In derselben Studie gingen frei gekaufte Probiotika eher mit schlechterem Ansprechen einher, und bei Mäusen schwächten sie die Wirkung. Das ist kein Beweis, aber ein Grund, Probiotika während einer Immuntherapie nicht auf eigene Faust zu nehmen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4]
  • Probiotika gegen Durchfall bei Chemo und Bestrahlung: unsicher Eine Cochrane-Übersicht mit 12 Studien fand Hinweise, dass Probiotika Durchfall bei Bestrahlung und Chemotherapie verringern könnten, die Beweislage war aber schwach. Bei geschwächtem Immunsystem können lebende Keime selbst Infektionen auslösen. Deshalb nur nach Rücksprache mit dem Behandlungsteam. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Darmkrebsvorsorge nutzen Eine Vorsorgespiegelung findet Polypen, bevor sie zu Krebs werden, und entfernt sie gleich. In einer großen europäischen Studie hatten Menschen, die zur Spiegelung eingeladen wurden, nach zehn Jahren 18 Prozent weniger Darmkrebs, obwohl nur 42 Prozent hingingen. Stuhltests auf verstecktes Blut sind eine Alternative. Ab welchem Alter es angeboten wird, ist je nach Land verschieden, frag in deinem Land nach. Selten kommt es bei der Spiegelung zu einer Blutung oder einer Verletzung der Darmwand, vor allem wenn dabei Polypen entfernt werden. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6]
  • Warnzeichen nicht abwarten Blut im Stuhl, eine neue, anhaltende Veränderung der Stuhlgewohnheiten, ungeklärter Eisenmangel oder Gewichtsverlust sollten ärztlich abgeklärt werden, auch bei Menschen unter 50, bei denen Darmkrebs zunimmt. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7]
  • Helicobacter testen und behandeln Wer Magenbeschwerden hat oder in dessen Familie Magenkrebs vorkam, sollte sich auf Helicobacter pylori testen lassen. Eine Behandlung senkt das Magenkrebsrisiko. Danach den Erfolg mit einem Test bestätigen lassen. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8][9]
  • Antibiotika rund um die Immuntherapie nur wenn nötig Antibiotika können die Darmflora so verändern, dass eine Immuntherapie schlechter wirkt. Bei einer echten Infektion sind sie trotzdem nötig. Sag allen behandelnden Ärztinnen und Ärzten, dass du eine Immuntherapie bekommst. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [10]
  • Bei Streptococcus gallolyticus im Blut: Darmspiegelung Wird dieses Bakterium im Blut gefunden, hat ein großer Teil der Betroffenen einen Polypen oder Darmkrebs. Eine Darmspiegelung gehört dann dazu, auch wenn der Darm keine Beschwerden macht. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [11]
  • Bei Lynch-Syndrom: Aspirin besprechen Menschen mit Lynch-Syndrom, einer erblichen Veranlagung für Darmkrebs, bekamen in einer randomisierten Studie mit 861 Teilnehmenden täglich Aspirin oder Placebo. Mit Aspirin erkrankten über zehn Jahre 9 statt 13 Prozent an Darmkrebs. Ob und in welcher Dosis, sollte wegen des Blutungsrisikos ärztlich entschieden werden. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [12]
  • Stuhltransplantation bei Immuntherapie: nur in Studien Die ersten Ergebnisse bei schwarzem Hautkrebs sind vielversprechend, aber klein. Eine Stuhlübertragung ist bei geschwächter Abwehr nicht ohne Risiko und gehört in klinische Studien. Experimentell So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [13]

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Reynolds et al. 2019: Kohlenhydratqualität und Gesundheit, Meta-Analysen (Lancet)
  2. O’Keefe et al. 2015: Fett, Ballaststoffe und Darmkrebsrisiko, zweiwöchiger Ernährungstausch zwischen Afroamerikanern und Menschen im ländlichen Südafrika (Nature Communications)
  3. Bouvard et al. 2015: IARC-Bewertung der Krebsgefahr durch rotes und verarbeitetes Fleisch (Lancet Oncology)
  4. Spencer et al. 2021: Ballaststoffe, Probiotika und Ansprechen auf Immuntherapie bei schwarzem Hautkrebs, 128 Personen (Science)
  5. Wei et al. 2018: Probiotika gegen Durchfall bei Chemotherapie und Bestrahlung, Cochrane-Übersicht
  6. Bretthauer et al. 2022: NordICC, Darmspiegelung zur Vorsorge, randomisiert mit 84 585 Personen (New England Journal of Medicine)
  7. Astin et al. 2011: Aussagekraft von Beschwerden für Darmkrebs in der Hausarztpraxis, systematische Übersicht (British Journal of General Practice)
  8. Ford et al. 2014: Helicobacter-Behandlung zur Vorbeugung von Magenkrebs, Meta-Analyse aus sechs randomisierten Studien (BMJ)
  9. Malfertheiner et al. 2022: Maastricht-VI-Konsens zu Helicobacter pylori (Gut)
  10. Routy et al. 2018: Darmflora und Antibiotika beeinflussen die Wirkung von PD-1-Immuntherapie (Science)
  11. Boleij et al. 2011: Streptococcus gallolyticus im Blut und Darmkrebs, Meta-Analyse (Clinical Infectious Diseases)
  12. Burn et al. 2020: Aspirin bei Lynch-Syndrom, CAPP2-Studie über zehn Jahre (The Lancet)
  13. Davar et al. 2021: Stuhltransplantation überwindet Resistenz gegen Immuntherapie bei 6 von 15 Menschen mit Melanom (Science)
  14. Díaz-Gay et al. 2025: Erbgutmuster in 981 Darmkrebs-Genomen aus 11 Ländern, Colibactin häufiger bei frühem Darmkrebs (Nature)
  15. Pleguezuelos-Manzano et al. 2020: Typisches Erbgutmuster durch Colibactin-bildende E. coli in Darmkrebs (Nature)
  16. Bullman et al. 2017: Fusobacterium reist mit in Tochtergeschwülste, Antibiotikum bremst Tumore in Mäusen (Science)
  17. Komiya et al. 2019: Gleiche Fusobacterium-Stämme in Darmkrebs und Mund (Gut)
  18. Gutmacher et al. 2025: Fusobacterium im Speichel zeigt keinen Darmkrebs an, Meta-Analyse (Scientific Reports)
  19. Olén et al. 2020: Darmkrebs bei Colitis ulcerosa, 96 447 Betroffene in Dänemark und Schweden (The Lancet)

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