Was ein Haushalt teilt: Mikroben zwischen Menschen, Hund und Katze
Wer zusammen wohnt, tauscht ständig Bakterien aus: über Hände, Küche, Bad, Küsse und das Tier auf dem Sofa. Was Studien über geteilte Bakterienstämme zeigen, was davon nützt, was an Erregern und resistenten Keimen wirklich weitergegeben wird und warum geteilte Bakterien noch keine Übertragung beweisen.
Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Dass Zusammenlebende deutlich mehr Bakterienstämme teilen als Fremde, zeigen mehrere große Metagenom-Studien übereinstimmend, und auch die Weitergabe einzelner Erreger und resistenter Keime im Haushalt ist gut belegt. Offen ist fast alles dazwischen: ob geteilte Bakterien dauerhaft siedeln, in welche Richtung sie wandern und ob das jemanden gesünder oder kränker macht. Dass die am leichtesten übertragbaren Darmarten mit schlechteren Stoffwechselwerten einhergehen, ist ein einzelner Querschnittsbefund von 2026.
Gesunder Zustand
Ein Haushalt ist für Mikroben ein gemeinsamer Lebensraum. Um zu messen, wer mit wem tatsächlich etwas teilt, reicht es nicht, Bakterienarten zu vergleichen: Fast alle Menschen tragen dieselben häufigen Arten. Entscheidend ist der Stamm, also die konkrete Variante einer Art mit ihrem eigenen Erbgut. Für eine Auswertung von mehr als 9700 Stuhl- und Mundproben haben Forschende deshalb Stämme verglichen und über zehn Millionen Fälle gefunden, in denen zwei Menschen denselben Stamm trugen. Bei Zusammenlebenden stimmte im Mittel etwa jeder achte Darmstamm überein (12 Prozent) und fast jeder dritte Stamm im Mund (32 Prozent). Bei Menschen aus verschiedenen Haushalten war es ein Bruchteil davon.
Bemerkenswert ist, was dabei am meisten zählte: nicht Alter und nicht Verwandtschaft, sondern wie lange zwei Menschen schon zusammen wohnten. Dazu passt eine israelische Studie mit 1046 Menschen unterschiedlicher Herkunft: Die Gene spielten für die Zusammensetzung der Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ nur eine kleine Rolle, während nicht verwandte Menschen aus demselben Haushalt sich deutlich ähnelten; rund ein Fünftel der Unterschiede zwischen Personen hing an Ernährung, Medikamenten und Körpermaßen. Auf Fidschi, wo 287 Menschen eines eng verbundenen Dorfverbands untersucht wurden, waren die stärksten Muster im Haushalt und zwischen Ehepartnern zu sehen. Und in einer US-Studie glichen sich 94 Ehepaare in ihrer Darmflora stärker als 83 Geschwisterpaare, die sich wiederum nicht stärker glichen als Fremde. Der Unterschied kam allein von Paaren, die ihre Beziehung als eng beschrieben.
Der wichtigste Umschlagplatz ist der Mund. In einer niederländischen Studie mit 21 Paaren hatten Partner eine ähnlichere Mundflora als unbeteiligte Personen, und je häufiger und kürzer zurückliegend sie sich küssten, desto ähnlicher war ihr Speichel. Über einen Markerversuch mit einem probiotischen Joghurt schätzten die Forschenden, dass ein intensiver Kuss von zehn Sekunden rund 80 Millionen Bakterien überträgt. Ein einzelner Kuss änderte die Ähnlichkeit allerdings nicht messbar: Es braucht Wiederholung, sonst sind die Besucher schnell wieder weg. Vom Mund geht es weiter nach unten. In einer Auswertung von 1644 Proben, bei denen Mund und Stuhl derselben Person vorlagen, war in 74,5 Prozent der Fälle, in denen eine Art an beiden Stellen vorkam, derselbe Stamm beteiligt, vor allem bei häufigen Mundbakterien wie Streptococcus salivarius. Wir schlucken unsere Mundflora also ständig mit.
Auch die Atemwege teilen sich etwas. Bei 1046 Stadtbewohnern mit 111 Haushalten teilten Zusammenlebende, besonders Paare und Geschwister, im Mittel 16,7 Prozent ihrer Stämme im Mundrachen; bei Menschen aus verschiedenen Haushalten waren es 0 Prozent. Geteilt wurden sowohl harmlose Mitbewohner als auch Krankheitserreger, die nur unter bestimmten Bedingungen Probleme machen. Wie der Anfang aussieht, steht in einem eigenen Kapitel: Von der Mutter bekommt ein Säugling in den ersten Monaten etwa die Hälfte seiner Stämme mit, und diese Spur bleibt bis ins Erwachsenenalter nachweisbar.
Mit Hund und Katze teilt man anders. In einer Untersuchung von 60 Familien ähnelten sich Haushaltsmitglieder, besonders Paare, am deutlichsten auf der Haut; lebte ein Hund im Haus, teilten die Erwachsenen noch mehr Hautmikroben, und Hundebesitzer teilten mehr mit dem eigenen Hund als mit fremden Hunden. Eine japanische Studie begleitete Menschen und Hunde vom Einzug an über drei Monate und fand elf Bakterienvarianten, die in Mensch-Hund-Paaren beidseits auftauchten, meist solche, die im jeweiligen Wirt ohnehin häufig waren; die Gesamtzusammensetzung der Darmflora änderte sich nicht. Die größte Sammlung von Tierproben, 2639 Metagenome von Hunden und Katzen, zeigt, warum: 198 Arten kommen bei Hund, Katze und Mensch vor, aber die Stämme wirken an ihren Wirt angepasst. Ein dauerhafter Umzug vom Hund in den Menschen scheint also die Ausnahme zu sein.
Kann Teilen auch nützen? Der klarste Hinweis stammt aus dem Tierversuch. Keimfreie Mäuse bekamen Stuhl von Zwillingspaaren, bei denen eine Person schlank und die andere stark übergewichtig war, und übernahmen jeweils deren Körperzusammensetzung. Setzte man die Tiere zusammen in einen Käfig, wanderten Bakterien der schlanken Spenderin in die anderen Mäuse ein und verhinderten dort die Gewichtszunahme – allerdings nur, wenn das Futter faserreich war. Beim Menschen gibt es dazu nur Beobachtungen: Verheiratete hatten in der US-Studie eine artenreichere Darmflora als Alleinlebende, am reichsten bei enger Beziehung. Was ein Tier im Haus mit Allergien und Immunsystem zu tun hat, steht im Kapitel zu Haustieren.
Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen
Geteilt wird, was da ist, nicht was nützt. In derselben Auswertung von 1644 Proben waren gerade die am leichtesten übertragbaren Darmarten mit schlechteren Werten für Herz und Stoffwechsel verbunden. Das ist eine Momentaufnahme: Ob diese Arten etwas anrichten oder nur dort häufiger sind, wo ohnehin ungünstige Bedingungen herrschen, ist damit nicht geklärt. Eine „ansteckende“ Stoffwechselkrankheit ist beim Menschen nicht gezeigt.
Bei Erregern ist die Weitergabe im Haushalt dagegen Alltag. In einer US-Studie mit 1479 Kontaktpersonen erkrankten nach einem Magen-Darm-Fall in der Familie 30 Prozent der Angehörigen, wenn beim ersten Fall Norovirus nachgewiesen war, gegenüber 15 Prozent ohne diesen Nachweis. Noroviren sind sehr widerstandsfähig, wenige Partikel genügen, und sie werden noch Tage nach dem Abklingen ausgeschieden.
Auch der Durchfallkeim Clostridioides difficile Ein Bakterium, das sich nach Antibiotika ausbreiten kann und mit seinen Giften schweren Durchfall auslöst. Mehr im Kapitel „Nach Antibiotika: C. difficile und die Stuhltransplantation“ macht nicht an der Wohnungstür halt. Eine Auswertung von Abrechnungsdaten mit 224 818 Fällen fand: Wer in den 60 Tagen davor einen Krankheitsfall in der Familie hatte, erkrankte etwa zwölfmal häufiger als Menschen ohne diese Vorgeschichte, bei Fällen ohne vorherigen Klinikaufenthalt rund 22-mal häufiger. Die Einordnung dazu: Nur 4,8 Prozent aller Fälle folgten auf einen Fall in der Familie, das absolute Risiko bleibt also klein, und Angehörige teilen oft noch anderes, etwa Antibiotika-Verordnungen. Beim Magenkeim Helicobacter pylori ist die familiäre Häufung besonders deutlich: In einer japanischen Studie mit 838 Kindern waren infizierte Mütter und Großmütter die stärksten Hinweise auf eine Infektion des Kindes, infizierte Väter und Großväter nicht.
Ein zweites Thema sind Resistenzen. Verglichen mit Menschen ohne Hund trugen Hundebesitzer in einer chinesischen Metagenom-Studie mehr Resistenzgene gegen Aminoglykoside und Tetrazykline im Darm; Enterobakterien waren bei Mensch und Hund die gemeinsamen Träger. In einer Familienstudie mit 13 Hunden und 16 Besitzern glichen die Resistenzgen-Profile der Hunde denen ihrer eigenen Menschen stärker als denen fremder. Und in Haushalten mit erkrankten Hunden und Katzen in Portugal und Großbritannien fand sich mehrfach derselbe resistente Stamm bei Tier und Mensch, in drei portugiesischen Haushalten zeitlich passend zur Erkrankung des Tieres. Auch zwischen Menschen laufen solche Gene mit: In der Mundrachenstudie saßen 15 Prozent der Resistenzgene auf beweglichen Erbgutstücken, die zwischen Bakterienarten wechseln können.
Nicht alles im Mund wird weitergegeben. In einer Untersuchung auf Java trugen 105 Menschen den Parodontitis-Keim Porphyromonas gingivalis; bei Geschwistern fanden sich in 6 von 13 Familien identische Varianten, bei 13 Ehepaaren, in denen beide den Keim trugen, dagegen in keinem Fall. Vermutlich wird er eher in der Kindheit von den Eltern erworben als später zwischen Partnern. Dass dieselbe Art im Haushalt vorkommt, heißt also nicht automatisch, dass sie gewandert ist.
Damit zur wichtigsten Einschränkung: Gemeinsame Stämme beweisen keine Übertragung. Zusammenlebende essen dasselbe, trinken dasselbe Wasser und berühren dieselben Flächen – auch so landen dieselben Stämme in zwei Menschen. Die Richtung lässt sich mit diesen Methoden ausdrücklich nicht bestimmen; niemand weiß, wer wen besiedelt hat. Und ob gefundene Bakterien wirklich wohnen oder nur kurz nach dem Kontakt nachweisbar sind, ist in den meisten Studien offen. Für die Sorge, man könne sich Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“, Blähbauch oder eine „schlechte Darmflora“ im Haushalt anstecken, gibt es keine Studie, die das geprüft und gezeigt hätte.
Was oft hilft
Lebensstil
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.
- Händewaschen an den Stellen, wo es wirkt Nicht die ganze Wohnung desinfizieren, sondern an den wenigen Übergängen gründlich sein: vor dem Kochen und Essen, nach der Toilette, nach Windeln, Katzenklo, Kotbeutel und Gartenerde. Seife und 20 bis 30 Sekunden reichen. Dass Händewaschen Durchfallerkrankungen verhindert, ist gut belegt, am besten untersucht in Ländern mit schlechter Wasserversorgung. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1]
- Bei Magen-Darm-Infekt im Haushalt kurz konsequent sein Solange jemand erbricht oder Durchfall hat und noch zwei Tage danach: eigenes Handtuch, Bad und Türgriffe öfter putzen, Essen nicht für andere zubereiten, Wäsche heiß waschen. Bei Norovirus erkrankten 30 Prozent der Angehörigen. Nach einem Fall in der Familie ist das die Phase, in der Hygiene wirklich etwas bringt. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [2]
- Nach Antibiotika oder Klinikaufenthalt in der Familie aufmerksam bleiben Hatte jemand im Haushalt Clostridioides difficile oder kommt gerade aus der Klinik, ist das die Zeit für Händewaschen mit Seife – Desinfektionsgel allein wirkt gegen die Sporen dieses Keims schlecht – und für ein gründlich geputztes Bad. Kommt bei einem anderen Haushaltsmitglied neu wässriger Durchfall dazu, besonders nach einem Antibiotikum, gehört das in die Arztpraxis. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
- Gemeinsam ballaststoffreich essen Wenn Bakterien im Haushalt wandern, entscheidet das Futter, ob sie bleiben. Im Mausversuch konnten Bakterien aus der schlanken Spenderin nur dann einwandern und die Gewichtszunahme verhindern, wenn das Futter faserreich war. Beim Menschen ist das nicht geprüft, aber Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorn für alle am Tisch sind ohnehin die Maßnahme mit dem besten Beleg. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [4][5]
- Nähe ja, Zahnbürste nein Küssen und Kuscheln sind kein Risiko, das man wegen der Darmflora meiden müsste, und ein ähnlicher Speichel bei Paaren ist normal. Sinnvoll ist nur, Zahnbürsten nicht zu teilen und Besteck, Gläser und Schnuller nicht abzulecken – bei akuter Infektion, Zahnfleischentzündung oder bekanntem Magenkeim gilt das besonders. Einen Parodontitis-Keim gaben in einer Studie eher Eltern an Kinder weiter als Partner aneinander. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6][7]
- Beim Tier: Nähe ja, Napf und Küche trennen Hund und Katze streicheln, aber Futternapf, Spielzeug und Decken nicht in der Küche spülen, nicht aus demselben Geschirr essen und das Gesicht nicht ablecken lassen. Bei erkrankten Tieren wurde derselbe resistente Darmkeim bei Tier und Mensch gefunden. Rohes Fleisch als Tierfutter erhöht die Last resistenter Keime – ungeeignet, wenn ein Säugling, eine Schwangere oder ein abwehrgeschwächter Mensch mit im Haushalt lebt. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8][9]
Natürliche Supplemente
Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- Probiotika für den ganzen Haushalt bringen nichts Zusätzliches Die Idee, mit einem Präparat für alle die geteilte Darmflora zu verbessern, ist nicht untersucht. Schon bei einzelnen Menschen siedeln gekaufte Stämme oft gar nicht an, und nach Antibiotika verzögerten sie in einer Studie die Rückkehr der eigenen Flora. Es gibt keinen Grund, eine Packung für die Familie zu kaufen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [10]
- Der Hebel liegt auf dem Tisch, nicht in der Dose Was im Haushalt nachweislich alle weiterbringt, sind Ballaststoffe und Pflanzenvielfalt: Meta-Analysen zeigen dafür weniger Darmkrebs, weniger Herzkrankheit und einen regelmäßigeren Stuhlgang. Ein gemeinsamer Einkauf verändert bei allen Mitessern etwas, eine Kapsel für eine Person nicht. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5][4]
Medizinische Eingriffe
Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.
- Magenkeim Helicobacter pylori: die Familie mitdenken Wird bei jemandem H. pylori gefunden, ist eine Infektion bei Partner und Kindern wahrscheinlicher, und Fachgesellschaften empfehlen, nach erfolgreicher Behandlung an eine erneute Ansteckung im Haushalt zu denken. Wen man testet, hängt von Beschwerden, Magenkrebs in der Familie und den Regeln im jeweiligen Land ab – sprich es in der Arztpraxis an, statt es selbst zu entscheiden. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [11][12]
- Bei wiederkehrender C.-difficile-Infektion nach dem Umfeld fragen Kommt die Infektion immer wieder, ist ein Blick auf den Haushalt sinnvoll: Gab es dort einen Fall, einen Klinikaufenthalt oder Antibiotika? Das ändert nicht die Behandlung, hilft aber bei der Entscheidung, wie konsequent Hygiene nötig ist und ob eine Stuhltransplantation zur Debatte steht. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3]
- Resistente Keime: Tierarzt- und Arztpraxis zusammen denken Wird bei einem Haustier ein resistenter Keim gefunden oder bekommt es länger Antibiotika, ist das auch für die Menschen im Haushalt eine Information, besonders bei Abwehrschwäche, Wunden oder Katheter. Umgekehrt gehört ein resistenter Keim beim Menschen in das Gespräch in der Tierarztpraxis. Es ist derselbe Haushalt, auch für die Keime. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8][13]
Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig
So bewerten wir die Studienlage
- Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
- Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
- Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
- Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
- Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
- Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
- Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
- Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
- Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
- Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Quellen
- Wolf et al. 2022: Wasser, Sanitärversorgung und Händewaschen gegen Durchfallerkrankungen, Meta-Analyse (Lancet)
- Balachandran et al. 2023: Weitergabe von Magen-Darm-Viren in Haushalten, 1479 Kontaktpersonen (Open Forum Infectious Diseases)
- Miller et al. 2020: Clostridioides difficile in der Familie und Erkrankung weiterer Familienmitglieder, 224 818 Fälle (JAMA Network Open)
- Ridaura et al. 2013: Darmflora von Zwillingspaaren mit unterschiedlichem Gewicht in Mäusen, Zusammenhalten im Käfig (Science)
- Reynolds et al. 2019: Kohlenhydratqualität und Gesundheit, Meta-Analysen (Lancet)
- Kort et al. 2014: Küssen formt die Mundflora, 21 Paare (Microbiome)
- van Winkelhoff et al. 2007: Weitergabe des Parodontitis-Keims Porphyromonas gingivalis in Familien, Java (Journal of Clinical Periodontology)
- Menezes et al. 2024: Weitergabe resistenter Enterobakterien zwischen Haustieren und ihren Menschen, Portugal und Großbritannien (Frontiers in Microbiology)
- Morgan et al. 2024: Rohfütterung und resistente E. coli bei Hunden in Großbritannien (Frontiers in Microbiology)
- Suez et al. 2018: Probiotika verzögern die Erholung des Mikrobioms nach Antibiotika (Cell)
- Urita et al. 2013: Helicobacter pylori bei Kindern, Müttern und Großmüttern im gemeinsamen Haushalt (Journal of Paediatrics and Child Health)
- Malfertheiner et al. 2022: Maastricht-VI-Konsens zu Helicobacter pylori (Gut)
- Zhao et al. 2022: Gemeinsame Antibiotika-Resistenzgene bei Hunden und ihren Besitzern (iMeta)
- Valles-Colomer et al. 2023: Wie Bakterienstämme von Mensch zu Mensch weitergegeben werden, 9700 Metagenome (Nature)
- Heidrich et al. 2026: Übertragung von Stämmen zwischen Mund und Darm und zwischen Zusammenlebenden (Cell Press Blue)
- Brito et al. 2019: Weitergabe menschlicher Mikroben in Familien und sozialen Netzwerken, Fidschi (Nature Microbiology)
- Dill-McFarland et al. 2019: Enge Beziehungen und die Zusammensetzung der Darmflora, Ehepaare und Geschwister (Scientific Reports)
- Rothschild et al. 2018: Umgebung prägt die Darmflora stärker als die Gene, 1046 Menschen (Nature)
- Ren et al. 2025: Übertragung der Mundrachenflora und von Resistenzgenen in Haushalten (Microbiome)
- Song et al. 2013: Zusammenlebende Familien teilen Mikroben miteinander und mit ihren Hunden (eLife)
- Ito et al. 2024: Zusammenleben von Mensch und Hund und geteilte Darmbakterien (Frontiers in Veterinary Science)
- Branck et al. 2024: Darmflora von Hund und Katze im Vergleich zum Menschen, 2639 Metagenome (ISME Journal)
- Cui et al. 2026: Resistenzgene im Darm von Hundebesitzern im Vergleich zu Menschen ohne Hund (Journal of Hazardous Materials)
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