Darmbarriere

Darm und Ausdauersport: Läuferdarm, Krämpfe und was dagegen hilft

Bei langen, harten Einheiten bekommt der Darm weniger Blut, wird kurz durchlässiger und verdaut schlechter. Warum Läufer häufiger betroffen sind, was Hitze und Ibuprofen damit zu tun haben und warum sich der Darm trainieren lässt.

Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend

Dass harte und lange Ausdauerbelastung den Darm kurzzeitig schädigt und durchlässiger macht, ist in vielen Messungen gut gezeigt und gilt als gesichert. Was dagegen hilft, beruht meist auf kleinen Studien mit 10 bis 20 Sportlern, oft aus derselben Forschungsgruppe. Am besten belegt sind Darmtraining, eine Kohlenhydratmischung und der Verzicht auf Ibuprofen.

Ursache oder Folge? Grundursache 4 von 5:Oft Ursache

Harte Ausdauerbelastung ist bei Sportlern selbst der Auslöser von Durchfall, Sodbrennen und Eisenmangel, nicht die Folge eines anderen Darmproblems. Die Beschwerden verschwinden aber meist nach einigen Stunden wieder; hinter länger anhaltenden Darmproblemen steckt meist etwas anderes.

Gesunder Zustand

Bewegung verteilt das Blut im Körper neu. In Ruhe fließt ein großer Teil durch Magen, Darm und Leber, denn Verdauen braucht viel Sauerstoff. Bei harter Belastung lenkt das Nervensystem das Blut in die arbeitenden Muskeln und in die Haut, die den Körper kühlt. Bei maximaler Anstrengung kann die Durchblutung des Darms um bis zu 80 Prozent sinken. Kurze und mäßige Einheiten steckt der Darm problemlos weg.

In vernünftiger Menge tut Ausdauersport dem Darm gut. Bewegung regt die Darmbewegung an und hilft bei träger Verdauung. In einer Studie verschob sechs Wochen Ausdauertraining die Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ hin zu mehr Bakterien, die Butyrat Eine kurzkettige Fettsäure und die wichtigste Energiequelle der Zellen der Dickdarmwand. Sie stärkt die Barriere und dämpft Entzündungen. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“ bilden, unabhängig von der Ernährung. Bei Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“ besserte mehr Bewegung in einer Randomisierte Studie Eine Studie, in der das Los entscheidet, wer die Behandlung bekommt und wer zum Vergleich nicht. Das macht Ergebnisse besonders verlässlich. die Beschwerden, und bei einer Nachbefragung rund fünf Jahre später ging es den Teilnehmenden immer noch besser als vorher.

Der Darm kann sich auch an das Essen unter Belastung anpassen. Zucker wird im Dünndarm über Transporter aufgenommen, und davon gibt es verschiedene Sorten. Traubenzucker (Glukose) nutzt einen anderen Weg als Fruchtzucker (Fruktose). Mit Glukose allein kommen höchstens etwa 60 Gramm pro Stunde im Blut an, weil ihr Transporter dann ausgelastet ist. Eine Mischung aus beiden nutzt zwei Wege zugleich, so wurde in Studien bis zu 65 Prozent mehr Zucker verwertet. Was im Dünndarm aufgenommen wird, kann im Dickdarm nicht gären.

Eine bekannte Studie fand bei Marathonläufern nach dem Lauf mehr Bakterien der Gattung Veillonella. Sie ernähren sich von Milchsäure (Laktat), die bei harter Belastung entsteht, und machen daraus die kurzkettige Fettsäure Propionat. Mäuse, denen man diese Bakterien gab, liefen länger. Ob das beim Menschen genauso funktioniert, ist nicht gezeigt. Die Studie zeigt aber, dass Darmflora und Training sich gegenseitig beeinflussen.

HerzMuskelnDarmgenug BlutZucker aufgenommenWand dicht
Bei lockerer Bewegung bekommt der Darm genug Blut. Er nimmt Zucker auf und bleibt dicht.

Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen

Viele Ausdauersportler kennen Übelkeit, Aufstoßen, Bauchkrämpfe, plötzlichen Stuhldrang oder Durchfall unter Belastung, im Englischen „runner’s trots“. Studien zufolge betrifft das 30 bis 50 Prozent der Sportler, bei Triathlons in Hitze bis zu 93 Prozent. Schwere Beschwerden haben rund 4 Prozent beim Marathon und bis zu 32 Prozent beim Ironman. Fachleute sprechen vom belastungsbedingten Magen-Darm-Syndrom. Es wird messbar ab etwa zwei Stunden Belastung bei mittlerer bis hoher Intensität, und zwar ziemlich unabhängig davon, wie fit jemand ist.

Was dabei im Darm passiert, ist gut untersucht. Die Zellen der Dünndarmschleimhaut bekommen weniger Blut und damit weniger Sauerstoff und werden kurzzeitig geschädigt. Im Blut steigt ein Eiweiß aus diesen Zellen an (I-FABP), das als Marker für den Schaden dient. Die Darmwand wird für einige Stunden durchlässiger, Bestandteile von Bakterien gelangen ins Blut und lösen eine Entzündungsreaktion aus. Gleichzeitig leert sich der Magen langsamer, der Dünndarm arbeitet träger, und Zucker wird schlechter aufgenommen. Was nicht aufgenommen wird, gärt im Dickdarm und macht Gas, Krämpfe und Durchfall. Bei Gesunden heilt das in der Regel innerhalb weniger Stunden folgenlos ab.

Hitze verstärkt alles. In einer Auswertung von 132 zweistündigen Läufen bei 21 bis 37 Grad gilt: Je stärker die Körpertemperatur stieg, desto größer waren Darmschaden, Entzündung und Beschwerden. Wer schon ausgetrocknet startet, hat ebenfalls mehr Probleme. Nach einem Saunagang mit 3 Prozent Gewichtsverlust leerte sich der Magen beim Radfahren langsamer, und die Sportler hatten deutlich mehr Übelkeit und Magenkrämpfe.

Läufer trifft es öfter als Radfahrer, weil das ständige Auf und Ab den Bauch durchschüttelt. In einem Vergleich unter gleichen Bedingungen hatten beim Laufen 44 Prozent Beschwerden, beim Radfahren 25 Prozent, die Stärke war aber gleich. Auf dem Rad ist dagegen eher der obere Bauch betroffen, weil die gebeugte Haltung auf den Magen drückt. Beim Laufen tritt auch Sodbrennen häufiger auf. Messungen zeigten, dass der Verschluss am Mageneingang beim Laufen nicht öfter aufgeht, aber wenn er aufgeht, fließt eher Säure zurück, wohl wegen des höheren Drucks im Bauch und der Bewegung.

Das Essen spielt eine große Rolle. Ballaststoffe, Fett, viel Eiweiß und vergärbare Zucker ( FODMAP Abkürzung für vergärbare Zucker und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden, etwa Fruktane, Milchzucker, Fruchtzucker und Sorbit. Mehr im Kapitel „Low-FODMAP richtig anwenden“) kurz vor der Belastung bleiben lange im Darm und gären dort. Auch Zucker während der Belastung kann Probleme machen, wenn der Darm ihn nicht gewohnt ist. In einer Befragung von 221 Ausdauersportlern lag die Zuckermenge zwischen 6 und 136 Gramm pro Stunde. Wer viel aß, hatte öfter Übelkeit und Blähungen, war beim Ironman aber auch schneller.

Ibuprofen und ähnliche Schmerzmittel vor dem Sport verschlimmern den Schaden. In einer kleinen Studie mit neun trainierten Männern stieg der Schadensmarker nach Radfahren mit Ibuprofen fast doppelt so hoch wie nach Radfahren ohne, und die Darmwand wurde durchlässiger. Die Forschenden rieten deshalb davon ab, Schmerzmittel vorbeugend vor dem Sport zu nehmen.

Langstreckenläufer haben häufiger Eisenmangel. Ein Grund ist Blut aus dem Darm: Nach Rennen über 10 bis 42 Kilometer fand sich bei 20 von 24 Läufern mehr Blut im Stuhl als vorher, meist unsichtbar. Dazu kommt, dass der Körper nach harter Belastung für einige Stunden das Hormon Hepcidin hochfährt, das die Eisenaufnahme im Darm bremst. Sehr selten führt der Sauerstoffmangel zu einer echten Entzündung des Dickdarms mit sichtbarem Blut (ischämische Kolitis), die bisher nur aus Fallberichten bekannt ist.

Für Menschen mit Reizdarm oder einer Chronisch-entzündliche Darmerkrankung Sammelbegriff für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa: dauerhafte, in Schüben verlaufende Entzündungen des Darms, die ärztlich behandelt werden müssen. Mehr im Kapitel „Immunsystem und Entzündung“ ist mäßige Bewegung nach den Studien eher hilfreich. Ob sehr lange und harte Belastungen für sie sicher sind, ist dagegen kaum untersucht. Wer schon im Alltag einen empfindlichen Darm hat, merkt den Läuferdarm oft früher und stärker.

HerzMuskeln, HautDarmHitzebis 80 % wenigerkurz durchlässigKrämpfe, Durchfall
Bei langer, harter Belastung in Hitze fließt das Blut in Muskeln und Haut. Der Darm wird kurz durchlässig, Zucker gärt, es kommt zu Krämpfen und Durchfall.

Woher es kommt und wohin es führt

Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.

Mögliche Ursachen. . Mögliche Folgen. Sodbrennen, Durchfall, Nährstoffmangel, Säureblocker (PPI), Essensangst, Brain Fog & Erschöpfung, Zahn- & Mundflora, Verdauungskette, SIBO, Wenig Vielfalt, Opportunisten, Allergien

  • Mögliche Ursachen
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Was oft hilft

Lebensstil

Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.

  • Den Darm trainieren Der Darm gewöhnt sich daran, unter Belastung Zucker aufzunehmen. In einer Studie nahmen Läufer zwei Wochen lang bei täglichen Einheiten 90 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde zu sich. Danach hatten sie unter Belastung deutlich weniger Beschwerden, weniger unverdauten Zucker im Darm und liefen weiter. Also nicht erst im Wettkampf Gels ausprobieren, sondern in langen Trainingseinheiten langsam steigern. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
  • Vor dem Wettkampf leichter essen In den ein bis drei Tagen vor einem langen Rennen weniger Ballaststoffe, Fett und vergärbare Zucker (FODMAPs) zu essen, senkte in zwei kleinen Studien die Beschwerden. Die letzte größere Mahlzeit am besten zwei bis vier Stunden vorher. Für den Alltag ist das nicht gedacht, denn auf Dauer braucht die Darmflora Ballaststoffe. Glutenfrei half in Studien nicht, wenn keine Zöliakie vorlag. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4][5]
  • Zucker mischen statt nur einer Sorte Bei Einheiten über zwei bis drei Stunden kommt mit einer Mischung aus Glukose und Fruktose mehr Energie an als mit einer Sorte allein, und es bleibt weniger im Darm liegen. Reine Fruktose oder Zuckeralkohole wie Sorbit dagegen vertragen viele schlecht. Neue Produkte wie Hydrogele zeigten bisher keinen Vorteil gegenüber üblichen Gels. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6][7]
  • Hitze ernst nehmen und nicht durstig starten Je heißer der Körper wird, desto mehr leidet der Darm. In Hitze das Tempo senken, gut getrunken an den Start gehen und unterwegs regelmäßig trinken. Wer an heißen Tagen regelmäßig Krämpfe oder Durchfall bekommt, lässt die harten Einheiten besser in die kühlen Morgenstunden fallen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8][9][10]
  • Bei Sodbrennen: Abstand zum Essen Wer beim Laufen Sodbrennen bekommt, profitiert oft davon, zwei bis drei Stunden vor dem Training nichts Größeres zu essen. Rad oder Schwimmen rütteln den Bauch weniger durch. Wer trotzdem regelmäßig Beschwerden hat, sollte das ärztlich abklären lassen. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [11]

Natürliche Supplemente

Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.

  • Probiotika: Nutzen unsicher Zwei Übersichten über rund 10 bis 26 Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen. Insgesamt brachten Nahrungsergänzungen keinen klaren Vorteil, für Probiotika fand sich ein mäßiger, aber unsicherer Effekt. Welcher Stamm in welcher Menge hilft, ist offen. Ein Versuch über einige Wochen im Training schadet meist nicht, ist aber kein gesicherter Weg. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [12][13]
  • Glutamin und Kolostrum: Blutwerte ja, Beschwerden offen In vielen kleinen Studien senkten Glutamin und Kolostrum (Erstmilch von Kühen) die Schadensmarker im Blut nach dem Sport. Ob sich Sportler damit auch besser fühlen oder schneller sind, zeigte eine Meta-Analyse nicht. Mehr dazu im Kapitel über Leaky-Gut-Supplemente. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [10][13]
  • Eisen klug einnehmen Wenn ein Eisenmangel festgestellt wurde: Nach harter Belastung bremst das Hormon Hepcidin für einige Stunden die Eisenaufnahme. In einer Studie mit Läufern wurde Eisen am besten aufgenommen, wenn es morgens kurz nach dem Training genommen wurde, schlechter am Nachmittag. Eisen nur nach einem Bluttest einnehmen, denn zu viel schadet. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [14][15]

Medizinische Eingriffe

Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.

  • Kein Ibuprofen vor oder während der Belastung Schmerzmittel wie Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen verstärken den Darmschaden durch den Sport und machen die Darmwand durchlässiger. Vorbeugend vor einem Lauf solltest du sie nicht nehmen. Bei Schmerzen nach dem Sport mit Ärztin, Arzt oder Apotheke über Alternativen sprechen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [16]
  • Blut im Stuhl immer abklären lassen Sichtbares Blut nach einem harten Lauf kann von einer kurzen Durchblutungsstörung des Dickdarms kommen, die meist von selbst heilt. Es kann aber auch andere Ursachen haben, etwa eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung oder einen Polypen. Deshalb gehört es immer in ärztliche Hände, besonders wenn es wiederkommt oder Schmerzen, Fieber oder Schwindel dazukommen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [17][18]
  • Ferritin messen lassen Wer viel läuft und sich müde fühlt, langsamer wird oder blass ist, sollte den Eisenspeicher (Ferritin) und das Blutbild bestimmen lassen. Eisenmangel ist bei Ausdauersportlern häufig, aber nicht immer harmlos: Bei unklarem Eisenmangel sollte auch an eine Zöliakie oder eine Blutung im Darm gedacht werden. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [18][14]
  • Bei Darmerkrankung die Belastung absprechen Mit Reizdarm oder einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung musst du auf Sport nicht verzichten, mäßige Bewegung hilft oft. Wer Marathon oder längere Rennen plant, sollte das mit dem Behandlungsteam besprechen, denn wie sicher sehr harte Belastungen dann sind, ist kaum untersucht. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [19][20]

Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig

So bewerten wir die Studienlage
Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.

Quellen

  1. Miall et al. 2018: Zwei Wochen Darmtraining senken Beschwerden und unverdauten Zucker, randomisierte Studie mit 18 Läufern (Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports)
  2. Martinez et al. 2023: Darmtraining und Magen-Darm-Beschwerden beim Ausdauersport, systematische Übersicht (Sports Medicine)
  3. Lis et al. 2018: Wenig FODMAPs gegen Magen-Darm-Beschwerden bei Läufern, Crossover-Studie mit 11 Personen (Medicine & Science in Sports & Exercise)
  4. Wiffin et al. 2019: Kurzzeitig wenig FODMAPs bei Freizeitläufern, Crossover-Studie mit 16 Personen (Journal of the International Society of Sports Nutrition)
  5. Montero-Carrasco et al. 2024: Kohlenhydrate, glutenfrei und wenig FODMAPs gegen Beschwerden im Ausdauersport, systematische Übersicht (Nutrients)
  6. Jeukendrup 2010: Mischung aus Glukose und Fruktose beim Ausdauersport, Übersicht (Current Opinion in Clinical Nutrition and Metabolic Care)
  7. Mlinaric und Mohorko 2025: Ernährungsstrategien gegen Magen-Darm-Beschwerden im Ausdauersport, systematische Übersicht (Journal of the International Society of Sports Nutrition)
  8. Henningsen et al. 2024: Anstieg der Körpertemperatur sagt Darmschaden und Beschwerden voraus, 132 Läufe (Temperature)
  9. van Nieuwenhoven et al. 2000: Austrocknung verlangsamt den Magen beim Sport und verstärkt Übelkeit, 10 Sportler (European Journal of Applied Physiology)
  10. Chantler et al. 2022: Supplemente und Darmschaden beim Sport, systematische Übersicht (PLOS ONE)
  11. Herregods et al. 2016: Laufen und Sodbrennen, Messung bei 10 Personen (American Journal of Gastroenterology)
  12. Łagowska et al. 2022: Probiotika gegen Magen-Darm-Beschwerden bei Sportlern, systematische Übersicht (Nutrients)
  13. Aitkenhead et al. 2025: Supplemente gegen Magen-Darm-Beschwerden beim Sport, Meta-Analyse (Nutrients)
  14. Peeling et al. 2009: Hepcidin steigt nach harter Belastung, 8 Sportler (International Journal of Sport Nutrition and Exercise Metabolism)
  15. McCormick et al. 2019: Eisenaufnahme nach Training am Morgen und am Nachmittag, 16 Läufer (Medicine & Science in Sports & Exercise)
  16. van Wijck et al. 2012: Ibuprofen verstärkt den Darmschaden durch Radfahren, 9 Sportler (Medicine & Science in Sports & Exercise)
  17. Benmassaoud et al. 2014: Durchblutungsstörung des Dickdarms bei einem Marathonläufer, Fallbericht (Endoscopy)
  18. Stewart et al. 1984: Blutverlust über den Darm und Blutarmut bei Läufern, 24 Läufer (Annals of Internal Medicine)
  19. Costa et al. 2017: Belastungsbedingtes Magen-Darm-Syndrom, systematische Übersicht (Alimentary Pharmacology & Therapeutics)
  20. Johannesson et al. 2011: Mehr Bewegung lindert Reizdarm-Beschwerden, randomisierte Studie (American Journal of Gastroenterology)
  21. de Oliveira, Burini und Jeukendrup 2014: Magen-Darm-Beschwerden beim Sport: Häufigkeit, Ursachen, Ernährung, Übersicht (Sports Medicine)
  22. Allen et al. 2018: Ausdauertraining verändert die Darmflora, unabhängig von der Ernährung (Medicine & Science in Sports & Exercise)
  23. Johannesson et al. 2015: Mehr Bewegung bei Reizdarm wirkt auch nach rund fünf Jahren, Nachbefragung (World Journal of Gastroenterology)
  24. Scheiman et al. 2019: Veillonella bei Marathonläufern verwertet Milchsäure, Studie an Sportlern und Mäusen (Nature Medicine)
  25. Costa, Mika und McCubbin 2022: Laufen und Radfahren im Vergleich, 28 Ausdauersportler bei 35 Grad (Journal of Science and Medicine in Sport)
  26. Pfeiffer et al. 2012: Essen und Magen-Darm-Beschwerden im Wettkampf, 221 Ausdauersportler (Medicine & Science in Sports & Exercise)

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