Durchfall: verstehen, einordnen und richtig reagieren
Wässrig, dringlich, akut oder chronisch: die vier Mechanismen, die häufigsten Ursachen und wann es ärztlich abgeklärt gehört.
Wie sicher ist die Forschung? Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
Die Behandlung von Wasserverlust mit einer Trinklösung, die Warnzeichen und die Zink-Gabe bei Kindern sind durch Leitlinien und Meta-Analysen gut belegt. Welche Ursache im Einzelfall vorliegt, lässt sich dagegen oft nur durch Ausprobieren und Untersuchungen klären.
Ursache oder Folge? Grundursache 1 von 5:Meist Folge
Durchfall ist fast immer eine Folge, kein Ausgangspunkt: Infektion, unverdaute Zucker, Galle, Medikamente oder eine Entzündung stehen am Anfang. Deshalb niedrig bewertet – die eigentliche Ursache liegt eine Ebene darüber.
Gesunder Zustand
Durchfall bedeutet weiche bis flüssige Stühle, meist verbunden mit häufigerem Stuhlgang und starkem Drang. Maßstab ist heute die Stuhlform, nicht eine feste Menge: Auf der Bristol-Stuhlformen-Skala Eine Einteilung des Stuhls in sieben Formen, von harten Kügelchen (1) bis flüssig (7). Als ideal gelten die Formen 3 und 4. Mehr im Kapitel „Verstopfung: mehr als zu wenig Ballaststoffe“ gelten die Typen 3 und 4 (wurstförmig, glatt bis leicht rissig) als ideal, die Typen 6 und 7 (breiig bis wässrig) als Durchfall.
Normalerweise fließen über den Tag erstaunlich große Flüssigkeitsmengen durch den Darm. Zu dem, was du trinkst, kommen Speichel, Magensaft, Galle und Bauchspeicheldrüsensaft, insgesamt etwa neun Liter. Der Dünndarm nimmt davon den größten Teil auf, der Dickdarm holt den Rest zurück und entzieht dem Speisebrei Wasser, bis eine geformte Masse entsteht. Im Stuhl bleiben nur etwa 100 bis 200 Milliliter. Schon eine kleine Verschiebung dieser Bilanz macht aus festem Stuhl einen flüssigen.
Aufnahme und Abgabe halten sich dabei die Waage. Die Schleimhaut nimmt aktiv Flüssigkeit und Salze auf, kann bei Bedarf aber auch welche abgeben. Ein Salz-Zucker-Transporter in der Dünndarmwand zieht Natrium und Glukose gemeinsam in die Zelle, das Wasser folgt. Auf diesem Prinzip beruht die Trinklösung bei Durchfall.
Auch die Zeit spielt eine Rolle. Der Weg durch den Dünndarm dauert etwa drei bis fünf Stunden, im Dickdarm bleibt der Inhalt meist zwischen einem halben und zwei Tagen. Bewegungswellen schieben den Inhalt weiter und lassen der Rückholung genug Zeit. Nach dem Essen löst der Magen über einen Reflex Bewegung im Dickdarm aus (gastrokolischer Reflex), deshalb müssen viele Menschen nach einer Mahlzeit zur Toilette.
Die Mikrobiom, Darmflora Die Gemeinschaft aller Mikroben im Darm, vor allem Bakterien, dazu Viren, Pilze und Archaeen. Die meisten leben im Dickdarm. Mehr im Kapitel „Mikrobielle Vielfalt aufbauen“ hilft mit: Aus Ballaststoffen bilden Bakterien Kurzkettige Fettsäuren Säuren wie Acetat, Propionat und Butyrat, die Darmbakterien aus Ballaststoffen bilden. Sie nähren die Darmwand und wirken im ganzen Körper. Mehr im Kapitel „Butyrat und andere kurzkettige Fettsäuren“, die dem Dickdarm als Energiequelle dienen und die Wasseraufnahme fördern. Eine stabile Flora hält außerdem Krankheitserreger auf Abstand.
Geht der Durchfall nach wenigen Tagen vorbei, ist er meist harmlos. Hält er über vier Wochen an, gilt er als chronisch und sollte eingeordnet werden.
Gestörter Zustand: Ursachen und Folgen
Durchfall entsteht auf vier Wegen, die sich überlappen können. Osmotisch: Nicht aufgenommene Zucker wie Milchzucker, Fruchtzucker oder Sorbit ziehen Wasser in den Darm. Sekretorisch: Die Schleimhaut gibt selbst Wasser und Salze ab, etwa bei Choleratoxin oder zu vielen Gallensäuren Von der Leber gebildete Stoffe, die Fett verdaulich machen. Etwa 95 Prozent werden im letzten Dünndarmabschnitt zurückgeholt, Darmbakterien wandeln den Rest um. Mehr im Kapitel „Gallensäuren: wenn Galle Durchfall macht“ im Dickdarm. Entzündlich: Eine geschädigte Schleimhaut sondert Flüssigkeit ab, oft mit Blut oder Schleim. Und über die Bewegung: Ist der Darm zu schnell, bleibt zu wenig Zeit zum Zurückholen. Ein Hinweis auf den Weg: Hört der Durchfall beim Fasten auf, spricht das für einen osmotischen Mechanismus; läuft er trotzdem weiter, eher für einen sekretorischen.
Akut beruht Durchfall meist auf einer Infektion oder verdorbenem Essen. Viren wie Noro- und Rotaviren sind die häufigste Ursache. Bakterien (etwa Campylobacter, Salmonellen oder bestimmte E.-coli-Stämme) und Einzeller wie Giardia kommen je nach Region und Reise dazu; manche bilden Giftstoffe, andere dringen in die Schleimhaut ein und machen Fieber und blutigen Stuhl. Reisedurchfall ist ein eigener Fall.
Nach Antibiotika oder einem Krankenhausaufenthalt kann Clostridioides difficile Ein Bakterium, das sich nach Antibiotika ausbreiten kann und mit seinen Giften schweren Durchfall auslöst. Mehr im Kapitel „Nach Antibiotika: C. difficile und die Stuhltransplantation“ die Lücke in der Darmflora nutzen und einen oft wässrigen, riechenden Durchfall auslösen. Dieser gehört getestet und unterscheidet sich von der harmlosen Durchfallphase, die Antibiotika auch ohne den Keim verursachen können.
Chronisch sind die Ursachen andere. Häufig sind Durchfall- Reizdarmsyndrom Wiederkehrende Bauchschmerzen, die mit dem Stuhlgang zusammenhängen, ohne dass Untersuchungen eine andere Ursache finden. Heute als Störung der Darm-Hirn-Verbindung verstanden. Mehr im Kapitel „Die Darm-Hirn-Achse“, Gallensäure-Durchfall, ungenügend verdaute Zucker, Zöliakie Eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten die Dünndarmschleimhaut schädigt. Sie wird mit einem Bluttest und meist einer Gewebeprobe festgestellt, solange man noch Gluten isst. Mehr im Kapitel „Laktose, Fruktose, Gluten: Unverträglichkeiten richtig einordnen“, eine Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO) Zu viele Bakterien im Dünndarm, wo normalerweise wenige leben. Typisch sind Blähbauch und Durchfall, nachgewiesen wird sie meist mit einem Atemtest. Mehr im Kapitel „Wenn der Dünndarm zu dicht besiedelt ist“ und die mikroskopische Kolitis, die nur im Gewebe unter dem Mikroskop sichtbar ist und besonders ältere Frauen trifft. Bei Reizdarm spielen Nerven, Stress und Mastzellen Immunzellen unter Haut und Schleimhäuten, gefüllt mit Histamin und anderen Botenstoffen. Sie schlagen bei Allergien, Infektionen und Stress Alarm. Mehr im Kapitel „Mastzellen: Alarmzellen im Darm, Histamin und das umstrittene MCAS“ mit: Der Darm reagiert empfindlicher und schneller, ohne dass man ihm etwas ansieht. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion, Diabetes und eine Bauchspeicheldrüsenschwäche (Fettstühle) kommen in Frage.
Auch Medikamente spielen oft mit: Antibiotika, Säureblocker, Metformin, Magnesiumpräparate, manche Schmerzmittel und Chemotherapien. Im Alltag sind es oft Zuckeralkohole (Polyole) Süßungsmittel wie Sorbit, Xylit oder Maltit, die auch in Obst vorkommen. Sie werden kaum aufgenommen und können Blähungen und Durchfall machen. Mehr im Kapitel „Laktose, Fruktose, Gluten: Unverträglichkeiten richtig einordnen“ in „zuckerfreien“ Produkten, viel Kaffee oder Alkohol, die den Darm antreiben.
Ein Sonderfall ist der Überlaufdurchfall: Bei hartnäckiger Verstopfung staut sich fester Stuhl, und flüssiger Stuhl sickert daran vorbei. Das betrifft vor allem ältere Menschen und kann wie Durchfall aussehen, behandelt wird aber die Verstopfung.
Bei Säuglingen, Kleinkindern und älteren Menschen droht Austrocknung am schnellsten: Sie haben weniger Reserven und merken Durst später.
Zwei verbreitete Annahmen halten sich: Durchfall heiße automatisch Infekt, und eine Darmreinigung sei gesund. Beides stimmt so nicht. Nicht jeder Durchfall hat einen Erreger, und für eine regelmäßige Darmentleerung ohne Krankheit gibt es keinen belegten Nutzen – dabei drohen Wasserverlust und verschobene Salze.
Woher es kommt und wohin es führt
Dieselben Beschwerden können verschiedene Wurzeln haben. Diese Karte zeigt, was an diesem Problem beteiligt sein kann und was daraus folgen kann.
Mögliche Ursachen. Supplemente, Crohn & Colitis, Gallensäuren, Unverträglichkeit, SIBO, Parasiten, Medikamente, Antibiotika, Methan & H₂S, Reizdarm nach Infekt, Schwache Verdauung, Hormone & Zyklus, Ausdauersport, Darmimmunsystem, Ohne Gallenblase, Wenig Enzyme, Undichte Barriere, Vagusnerv, Säureblocker (PPI), Gastroparese, Ileozäkalklappe, Schwache Reinigungswelle, Long Covid, Verdauungskette, Autoimmunität, Stress & Schlaf, Wenig Vielfalt, Erstes Mikrobiom, Galle & Leber, Wenig Butyrat, Schimmel, Dünne Schleimschicht, Mastzellen, Sodbrennen, POTS & Bindegewebe, Zahn- & Mundflora. Mögliche Folgen. Essensangst, Nährstoffmangel, Brain Fog & Erschöpfung
- Mögliche Ursachen
- Dieses Problem
- Mögliche Folgen
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Was oft hilft
Lebensstil
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Kontakte und Stressumgang.
- Flüssigkeit und Salze ersetzen Der wichtigste Schritt. Eine Trinklösung zum Auflösen mit niedriger Salzkonzentration ersetzt Wasser und Salze besser als Wasser allein und verringert in Studien Stuhlmenge und Dauer. Fertige Pulver sind in vielen Ländern in Apotheken erhältlich; wie sie genau heißen, unterscheidet sich. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [1][2]
- Schonkost und Ballaststoffe Reis in der Trinklösung oder als Brei verringerte in einer Meta-Analyse die Stuhlmenge etwas stärker als die reine Zuckerlösung. Bei längerem Durchfall machen lösliche Ballaststoffe wie Flohsamenschalen den Stuhl fester. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [3][4]
- Auslöser eingrenzen Ein kurzes Tagebuch und eine Testphase zeigen, ob Milchzucker, Fruchtzucker, Zuckeralkohole oder Fertigprodukte eine Rolle spielen. Nicht dauerhaft weglassen, sondern gezielt testen und danach wieder erweitern. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
- Hygiene und Reise Auf Reisen nur durchgegarte, geschälte oder frisch geschälte Lebensmittel und abgefülltes Wasser. Händewaschen senkt das Risiko, denn die meisten akuten Durchfälle sind ansteckend. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]
- Darm im Durchfall nicht zusätzlich reizen Solange der Durchfall anhält, helfen weniger Kaffee, Alkohol, Zuckeralkohole (Sorbit, Xylit) und sehr fettiges Essen; sie treiben den Darm an. Kleine Mahlzeiten und kleine Schlucke werden besser vertragen als große. Bei ansteckendem Durchfall: eigenes Handtuch, Toilette gründlich reinigen, bis zu zwei Tage nach dem letzten Durchfall keine Speisen für andere zubereiten. Plausibel So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Natürliche Supplemente
Nahrungsergänzung ersetzt keine Abklärung. Dosierung und Wechselwirkungen besprich mit Ärztin, Arzt oder Apotheke.
- Zink bei Kindern Die Cochrane-Übersicht zeigt: Zink verkürzt bei Kindern Dauer und Stuhlmenge von akutem Durchfall. In Regionen mit häufiger Mangelernährung ist der Nutzen am größten, in Industrieländern geringer. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [6]
- Probiotika nur mit Beleg Bei akutem infektiösem Durchfall verkürzten Probiotika die Beschwerden in der Cochrane-Übersicht im Schnitt um etwa einen Tag. Die Wirkung hängt stark vom Stamm ab und ist bei Säuglingen weniger klar. Kein Ersatz für Flüssigkeit. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [7]
- Laktase bei Milchzucker Wer Milchzucker schlecht verträgt, kann Laktase-Tabletten zum Essen nehmen. Die meisten Erwachsenen vertragen ohnehin 12 bis 15 g Laktose; erst darüber treten Beschwerden auf. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [8]
Medizinische Eingriffe
Information, keine Behandlungsempfehlung. Entscheide gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt. Zulassung und Verfügbarkeit unterscheiden sich je nach Land.
- Warnzeichen ernst nehmen Blut im Stuhl oder schwarzer Stuhl, Fieber, Durchfälle auch nachts, Gewichtsverlust, Austrocknung, Blutarmut, neu auftretender, anhaltender Durchfall bei älteren Menschen oder eine Fernreise gehören abgeklärt. Dann nicht selbst herumprobieren. Gesichert So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5][9]
- Chronischen Durchfall einordnen Hält der Durchfall länger als vier Wochen, helfen Stuhlproben (Erreger, Entzündungswerte), ein Zöliakie-Bluttest und ein Gallensäure-Test; bei Warnzeichen eine Darmspiegelung. Eine mikroskopische Kolitis erkennt man nur im Gewebe unter dem Mikroskop. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9][10][11]
- Kurz stoppen – aber gezielt Loperamid und Racecadotril lindern wässrigen Durchfall. Racecadotril bremst die Darmbewegung nicht und schnitt bei infektiösem Durchfall in einer Meta-Analyse ähnlich gut ab. Bei Fieber, Blut im Stuhl oder Verdacht auf eine invasive Infektion raten Leitlinien von bremsenden Mitteln ab. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [12][5]
- Nach Antibiotika oder Klinik: auf C. difficile testen lassen Wässriger Durchfall mit drei oder mehr Stühlen am Tag nach Antibiotika oder Krankenhausaufenthalt sollte auf Clostridioides difficile untersucht werden. Er wird anders behandelt als ein gewöhnlicher Infekt, und Durchfallmittel zum Bremsen sind dann ungünstig. Gut belegt So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [5]
- Durchfall nach einem Infekt, der nicht aufhört Bleibt der Darm nach einer Magen-Darm-Infektion Wochen oder Monate empfindlich, kann ein Reizdarm nach Infektion dahinterstecken. Das ist häufig und gut behandelbar; es lohnt sich, es ärztlich einordnen zu lassen, statt dauerhaft Durchfallmittel zu nehmen. Vielversprechend So bewerten wir die Studienlage Gesichert Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen. Gut belegt Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis. Vielversprechend Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien. Plausibel Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft. Experimentell Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen. [9]
Lust auf etwas ganz anderes? Noch eins, zufällig
So bewerten wir die Studienlage
- Vertrauens-Score 5 von 5:Gesichert
- Empfehlung in ärztlichen Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Meta-Analysen randomisierter Studien am Menschen.
- Vertrauens-Score 4 von 5:Gut belegt
- Mehrere randomisierte Studien am Menschen mit überwiegend gleichem Ergebnis.
- Vertrauens-Score 3 von 5:Vielversprechend
- Einzelne randomisierte oder kontrollierte Studien am Menschen, noch nicht unabhängig bestätigt – oder viele übereinstimmende Beobachtungsstudien.
- Vertrauens-Score 2 von 5:Plausibel
- Zwei Fälle: erste Beobachtungs- oder Pilotstudien mit kleinen Fallzahlen – oder eine gesicherte Grundlage, die fachlich unbestritten ist, etwa Bewegung, Schlaf oder Esspausen. Am Menschen aber nicht an Beschwerden geprüft.
- Vertrauens-Score 1 von 5:Experimentell
- Am Menschen kaum untersucht. Vor allem Labor- und Tierversuche oder theoretische Überlegungen; ob es hilft, ist offen.
Quellen
- Zubairi et al. 2024: Trinklösung mit niedriger Salzkonzentration bei Durchfall bei Kindern, systematische Übersicht und Meta-Analyse (Journal of Global Health)
- Hahn et al. 2002: Trinklösung mit verringerter Salzkonzentration bei akutem Durchfall von Kindern, Cochrane-Übersicht (Cochrane Database of Systematic Reviews)
- Gore et al. 1992: Reis statt Zucker in der Trinklösung, Meta-Analyse von 13 Studien (BMJ)
- Lacy et al. 2021: ACG-Leitlinie Reizdarmsyndrom (American Journal of Gastroenterology)
- Riddle et al. 2016: ACG-Leitlinie zu Diagnose, Behandlung und Vorbeugung akuter Durchfallinfektionen (American Journal of Gastroenterology)
- Lazzerini & Wanzira 2016: Zink gegen Durchfall bei Kindern, Cochrane-Übersicht
- Collinson et al. 2020: Probiotika bei akutem infektiösem Durchfall, Cochrane-Übersicht
- Shaukat et al. 2010: Systematische Übersicht, 12 bis 15 g Laktose werden von den meisten Erwachsenen vertragen (Annals of Internal Medicine)
- Schiller et al. 2017: Chronischer Durchfall, Diagnostik und Behandlung (Clinical Gastroenterology and Hepatology)
- Valentin et al. 2016: Marker für Gallensäure-Durchfall, systematische Übersicht und Meta-Analyse (Gut)
- Miehlke et al. 2021: Europäische Leitlinie zur mikroskopischen Kolitis (United European Gastroenterology Journal)
- Aziz et al. 2025: Racecadotril gegenüber Loperamid bei akutem infektiösem Durchfall, systematische Übersicht und Meta-Analyse (Health Science Reports)
- Schiller et al. 2014: Chronischer Durchfall, Definition, Klassifikation und Diagnostik (Journal of Gastroenterology and Hepatology)
- Farrugia & Arasaradnam 2021: Gallensäure-Durchfall, Entstehung, Diagnostik und Behandlung (Frontline Gastroenterology)
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